Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Der Luca-Schlüsselanhänger sorgt offenbar für einige Verwirrungen

Die analoge Alternative der Luca-App sorgt für Verwirrungen. Einige Gastronomen können damit nichts anfangen. Indes empfiehlt der Landkreis Vechta für Senioren über 80 eine Drittimpfung.

Artikel teilen:
Ein Schlüsselanhänger mit QR-Code und der Aufschrift "luca" liegt auf einem Tisch. Aus Datenschutzgründen wurde der Code verpixelt. Foto: dpa

Ein Schlüsselanhänger mit QR-Code und der Aufschrift "luca" liegt auf einem Tisch. Aus Datenschutzgründen wurde der Code verpixelt. Foto: dpa

Die Luca-App kennt mittlerweile fast jeder. Mit der App wird die Kontaktnachverfolgung – etwa bei einem Besuch im Restaurant oder auf einer Veranstaltung – deutlich vereinfacht. Keine Zettelwirtschaft, keine Schlangen am Eingang, weil die Kontaktdaten schriftlich zu Papier gebracht werden.

Für all jene, die nicht ständig ein Smartphone mit sich herumtragen wollen oder der digitalen Kontaktnachverfolgung skeptisch gegenüberstehen, haben die Entwickler einen Schlüsselanhänger auf den Markt gebracht. Und der sorgt offenbar bei (zu) vielen Bürgern im Landkreis Cloppenburg für Verwirrung.

Denn die Cloppenburger Kreisverwaltung musste offenkundig zig Anfragen beantworten, wie man seinen Impfstatus mit dem Anhänger nachweisen kann. Die einfache Antwort: gar nicht. Der QR-Code enthält lediglich die Kontaktdaten des Besitzers. Für den Nachweis des Impfstatus bleiben nur der Impfpass, der ausgedruckte Impf-Nachweis oder eben in digitaler Weise auf dem Smartphone mit der Corona-Warn-App oder dem EU-weit gültigen Cov-Pass.

Gastronomen, Veranstalter und Dienstleister benötigen für Kontaktnachverfolgung angeschlossenen QR-Code-Scanner

"Wer einen Schlüsselanhänger einmalig im Internet registriert hat, wird vom jeweiligen Gastgeber gescannt und so eingecheckt", erklärt Kreissprecher Sascha Rühl am Dienstag. Aber auch hier gibt es wohl noch (zu) viele Fragezeichen. Denn längst nicht jeder Gastronom oder Veranstalter weiß etwas mit dem Schlüsselanhänger anzufangen. Denn der QR-Code auf dem Schlüsselanhänger muss von ihm eingescannt werden, um die Kontaktdaten des Kunden zu erfassen. 

Gastronomen, Veranstalter und Dienstleister, die zur Kontaktnachverfolgung verpflichtet sind,  benötigen einen QR-Code-Scanner, der an das Luca-System angeschlossen ist. Es gibt auch Scanner-Apps für Smartphones und Tablets. Sollte bei einer Veranstaltung oder in einem Restaurant diese Voraussetzung nicht gegeben sind, bringt der Schlüsselanhänger nichts.

Informationen zur Luca-App und dem analogen Schlüsselanhänger für Kunden und Dienstleister gibt es hier


Der Leitindikator "Hospitalisierungen", der auf den Zahlen der Covid-Stationen in ganz Niedersachsen beruht, ist am Dienstag unverändert bei 2,1 geblieben. Derzeit gilt landesweit keine Corona-Warnstufe – allerdings bleibt weiterhin die 3G-Regel in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta bestehen.

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg:

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Dienstag 36 neue positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 37 Personen, die seit Montag als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis Cloppenburg auf 286 (Vortag: 287).

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag für den Landkreis Cloppenburg eine gesunkene 7-Tage-Inzidenz von 89,2 (Vortag: 99,1) gemeldet. Aktuell werden 2 Patienten stationär in einem Krankenhaus behandelt, davon eine Person intensivmedizinisch. Derzeit stehen 452 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Es wurden im Landkreis bislang 106.390 Erstimpfungen (62,39 Prozent) verabreicht. Vollständigen Impfschutz haben 101.698 Personen (59,58 Prozent).

Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Dem Vechtaer Gesundheitsamt liegen am Dienstag 14 neue positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 26 Personen, die seit Montag als genesen gelten. Dadurch sinkt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis auf 174 (Vortag: 186).

Landkreis empfiehlt Auffrischungsimpfung für Senioren über 80

Unter den Neuinfizierten sind laut Mitteilung der Kreisverwaltung auch Senioren, die bereits im Januar als Teil der Priorisierungsgruppe 1 ihre 1. Impfung gegen das Coronavirus erhalten hatten. Die Kreisverwaltung empfiehlt daher Senioren über 80 Jahren, den Kontakt zum Hausarzt aufzunehmen, um einen Termin für eine Auffrischungsimpfung zu vereinbaren. Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen würden in den Einrichtungen geimpft, heißt es weiter.

Dezentrale Impfangebote am Donnerstag, Freitag und Samstag

In dieser Woche starten laut Mitteilung die dezentralen Impfangebote. Das mobile Impfteam des Landkreises Vechta wird am Donnerstag (7. Oktober) und Freitag (8. Oktober) jeweils von 9 bis 16 Uhr in der Sporthalle der Geschwister-Scholl-Oberschule (Driverstraße 12, 49377 Vechta) Erstimpfungen ohne Termin anbieten. Verimpft werden die Vakzine von Biontech und Johnson & Johnson.

Eine weitere Möglichkeit zur Erstimpfung ohne Termin gibt es während des "Apfeltages" am Samstag (10. Oktober) in der Vechtaer Innenstadt. Von 10 bis 16 Uhr sei dann das Impfteam in der Großen Straße 46 zu finden. Alle, die sich an diesen Tagen impfen lassen möchte, müssten einen Impfausweis oder eine Ersatzbescheinigung sowie die erforderlichen Unterlagen mitbringen, so Kreissprecher Jochen Steinkamp.

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 76,5 (Vortag: 84,9) gemeldet. Aktuell werden 5 Patienten stationär in einem Krankenhaus behandelt, keiner davon intensivmedizinisch. Derzeit stehen 247 Einwohner des Landkreises unter amtlich angeordneter Quarantäne.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Der Luca-Schlüsselanhänger sorgt offenbar für einige Verwirrungen - OM online