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Der Kulturlandschaft nützt kein Zaun

Die hiesige Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (CDU) hat am Freitag Schäfer Gerd Preut in Thüle besucht und ihn bei seiner Arbeit begleitet. Ein großes Thema: Der Wolf.

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In der Heide: MdB Silvia Breher schaute sich zusammen mit dem Thüler Schäfer Gerd Preut bei den Heidschnucken um.  Foto: Passmann

In der Heide: MdB Silvia Breher schaute sich zusammen mit dem Thüler Schäfer Gerd Preut bei den Heidschnucken um.  Foto: Passmann

Um ihre politischen Schafe kümmert sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher das ganze Jahr über. Nun ging es bei einem Ortstermin in Vordersten Thüle aber um die Vierbeiner.

Hintergrund die Herausforderungen für Weidetierhalter

Die stellvertretende Bundesvorsitzende wollte erleben, was es heißt, Schäfer zu sein. Zusammen mit Schäfer Gerhard Preut machte sich Breher deshalb auf den Weg durch die Heide und unterstützte den Thüler beim Hüten der Heidschnucken.

Dass Schafe manches Mal ganz schön stur sein können und sich nicht so einfach auf Zuruf führen lassen, musste auch die Politikerin aus Lindern erfahren.

Hintergrund ihres Besuchs sind die aktuellen Herausforderungen für Schäfer und Weidetierhalter aufgrund der Rückkehr des Wolfes. „Hier werden die Grenzen zwischen Artenschutz- und Landschaftspflege deutlich“, so die Politikerin und es stelle sich die Frage, was seit der Rückkehr des Wolfes für Schäfer machbar sei und was nicht. „Hier in der Heide steht der geschützte Wolf der Heidschnucke als gefährdete Nutztierrasse gegenüber.“ Der Schäfer pflege mit seinen Tieren die Kulturlandschaft, eine offene Landschaft, die nicht mit Zäunen abgeriegelt werden könne.

Breher: Aufnahme ins Jagdrecht ist Schritt in richtige Richtung

„Um beides sicherzustellen, ist ein Wolfsmanagement unabdingbar“, meinte Breher. Und dafür müsse das Land Niedersachsen die Wolfsverordnung „endlich verabschieden“.

Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht ist laut der Bundestagsabgeordneten ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, aber der Schutzstatus des Wolfes ändere sich dadurch nicht.

„Hier ist eine europäische Lösung notwendig, die den Wolf aufgrund seiner Bestandsentwicklung und dem damit einhergehenden guten Erhaltungszustand von einer besonders streng geschützten auf eine geschützte Art herunterstuft“, betonte die Politikerin bei ihrem Besuch abschließend.

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