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"Der kleine Eisbär" geht in der Friesoyther Bücherei auf Deutsch und Ukrainisch auf Reisen

Durch eine Förderung von 1000 Euro war die Anschaffung von Literatur für geflüchtete Kinder in ihrer Heimatsprache möglich. Eine Kooperation gibt es mit dem Bildungswerk.

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Kooperieren für neues Projekt: Bücherei-Leiterin Birgit Meyer-Beylage (links) und Bildungswerk-Geschäftsführerin Nicola Fuhler. Foto: Wimberg

Kooperieren für neues Projekt: Bücherei-Leiterin Birgit Meyer-Beylage (links) und Bildungswerk-Geschäftsführerin Nicola Fuhler. Foto: Wimberg

Der kleine Eisbär Lars geht auf eine lange Reise. Dabei findet er viele neue Freunde, bevor er am Ende wieder glücklich bei Mama und Papa landet. Dass viele ukrainische Kinder während ihrer Zeit in Deutschland Freunde finden, wäre ihnen zu wünschen. Wenn sie Lust haben, die Geschichte von Lars und seinen Freunden zu lesen oder vorgelesen zu bekommen, besteht dazu ab sofort die Gelegenheit: Lektüre in ihrer Heimatsprache, aber auch zweisprachige Fassungen (Ukrainisch – Deutsch) bietet die Bücherei St.-Marien in ihren Räumen am Franziskusplatz an.

Über das Förderprogramm „Räume schaffen“, das angesichts des Krieges ins Leben gerufen wurde, unterstütze die VGH-Stiftung Bibliotheken in Niedersachsen und Bremen dabei, Willkommensbereiche für geflüchtete Menschen einzurichten, informiert Diplom-Bibliothekarin Birgit Meyer-Beylage.

Auch Vorlesestunden sind für die Mädchen und Jungen geplant

Ihre Einrichtung wurde neben 81 weiteren ausgewählt und mit einer Finanzspritze von 1000 Euro konnten rund 50 Bücher sowie einige Kamishibais (Bildkarten für Erzähltheater) angeschafft werden. Angesprochen werden Mädchen und Jungen in Alter zwischen 2 und 11 Jahren.

Kooperationspartner ist das Bildungswerk Friesoythe, das schon sehr früh damit begonnen hat, Sprach- und Integrationskurse anzubieten. Mit Hilfe einer Dolmetscherin wurden Informationsflyer übersetzt und  zurzeit werden sie in allen Gruppen verteilt. Die Ausleihe ist kostenlos. Insbesondere Kinder, die noch nicht lesen können oder die Grundschule besuchen, sollen die Möglichkeit erhalten, Bücher in ihrer Heimatsprache vorgelesen zu bekommen. „Das vermittelt vielleicht ein Stück Geborgenheit und Sicherheit in einer gerade für sie so schweren Zeit“, unterstreichen Birgit Meyer-Beylage und Bildungswerk-Geschäftsführerin Nicola Fuhler.

Geplant sind auch Vorlesestunden in der Bücherei. Den Anfang macht am Weltkindertag, am kommenden Dienstag (20. September), eine Gruppe mit Kleinkindern, die sich bereits regelmäßig im Franziskushaus trifft, „Danach weiten wir das Angebot aus“, kündigt die Leiterin öffentliche Vorlesestunden in beiden Sprachen an. Gesucht wird dafür noch eine Vorleserin oder ein Vorleser, der Ukrainisch beherrscht.

Damit die Lektüre nicht nur in Friesoythe bleibt, sondern auch die Integrationskurse in Barßel, Saterland und Garrel erreicht, wird Birgit Meyer-Beylage sich mit Bücherkisten auf den Weg machen. Angeschafft werden soll außerdem Literatur für Erwachsene.

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