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Der Kirchenwald ist nicht mehr zu retten

Die Trockenheit und die schlechte Bodenqualität hätten die Verbreitung des Borkenkäfers begünstigt, erklären die Experten. Fast sämtliche Fichten seien befallen.

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Stark befallen: Der Borkenkäfer hatte sich im „Kirchenwald“  in Harkebrügge stark ausgebreitet. Daher wurden auf einer Fläche von einem Hektar Fichten und Lärchen gefällt. Fotos: C. Passmann

Stark befallen: Der Borkenkäfer hatte sich im „Kirchenwald“ in Harkebrügge stark ausgebreitet. Daher wurden auf einer Fläche von einem Hektar Fichten und Lärchen gefällt. Fotos: C. Passmann

Der sogenannte „Kirchenwald “ an der Ecke Landesstraße 832/Drosselweg in Harkebrügge, der in Eigentum der Pfarrgemeinde St. Ansgar Barßel steht, soll vom niedersächsischen Forstamt der Landwirtschaftskammer zum stabilen, naturnahen Laub- und Mischwald umgebaut werden.

Der zuständige Förster der Bezirksförsterei Thüle, Diplom Forstingenieur Carsten Wolken aus Ostrhauderfehn, hat im Auftrag der Pfarrgemeinde die insgesamt acht Hektar große Fläche  unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Borkenkäfer die Bäume  zumindest auf einer Fläche von einem Hektar erheblich beschädigt hat.   Der Wald  zwischen dem Drosselweg und der Dingenbergstraße bei Harkebrügge an der Grenze zur Stadt Fries­oythe ist mit einer Höhe von neun Metern über Normal-Null der höchste Punkt in Barßel. Der starke Befall durch den Borkenkäfer sei auf die Trockenheit und Mangelerscheinungen im Boden zurückzuführen.

Schädling soll nicht weiter sein Unheil treiben können

„Daraufhin haben wir von der Kirchengemeinde gesagt, dass die beschädigten Bäume beseitigt werden müssen, damit der Borkenkäfer nicht weiter sein Unheil treiben kann“, so der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses, Hans Geesen.   Schon in dieser Wochen fielen die Bäume – in erster Linie Fichten und Lärchen – der Motorsäge zum Opfer. „Der Fichtenbestand ist extrem vom Borkenkäfer befallen. Ich schätze, dass fast alle Bäume betroffen sind. Da ist nichts mehr zu retten. Diese Bäume müssen gefällt werden“, erklärt Förster Wolken.

Aufgestapelt: Das Holz wird bestmöglich verarbeitet.Aufgestapelt: Das Holz wird bestmöglich verarbeitet.

Die Baumfällung erfolge in zwei Abschnitten. Ansonsten bestehe für die verbleibenden Bäume eine erhöhte Anfälligkeit für Windbruch und damit eine maßgebliche Gefahr zur forstwirtschaftlichen Entwertung des gesamten Waldbestandes. Zudem fände der Borkenkäfer neue Nahrung.  „Die jetzt geschlagenen Bäume werden bestmöglich verwendet und verarbeitet“, so Wolken. Denkbar seien beispielsweise Sägeholz oder Industrieholz.  Als Ersatz für die gefällten Bäume werden noch in diesem Jahr standortgerechte Gehölze gepflanzt, kündigte der Experte an.

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