Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Der Kindergarten St. Antonius hat nun mehr Platz

Eine weitere Gruppe kann betreut werden. Dafür ist eine Übergangslösung gewählt worden; aber auch für die Zeit danach gibt es Pläne.

Artikel teilen:
Ingenieurin Sara Wildmann, Tanja Heidler (Rechnungsführerin der Pfarrei St. Johannes-Baptist), Bürgermeisterin Manuela Honkomp, Kindergartenleiterin Petra Burwinkel und der Erste Gemeinderat Oliver Netzband beim Ortstermin. Foto: E. Wenzel

Ingenieurin Sara Wildmann, Tanja Heidler (Rechnungsführerin der Pfarrei St. Johannes-Baptist), Bürgermeisterin Manuela Honkomp, Kindergartenleiterin Petra Burwinkel und der Erste Gemeinderat Oliver Netzband beim Ortstermin. Foto: E. Wenzel

Der Kindergarten St. Antonius in Mühlen hat Platz für eine weitere Gruppe. Denn eine 5-teilige Containeranlage steht im Hof der Einrichtung. Sie soll als Übergangslösung dienen, bis es zu der geplanten Kindergartenerweiterung kommen kann. 

Die Container sind auf der rechten Seite des Kindergartens platziert und grenzen direkt an den Hof. In den 5 Modulen befinde sich alles, was für den Alltag benötigt werde, sagt Einrichtungsleiterin Petra Burwinkel. Im Eingangsbereich sei die Garderobe zu finden, davor eine kleine Kochnische. Den Flur entlang, geht es vorbei an einem Büro, dem Mitarbeiter-WC und den Toiletten für die Kinder direkt auf den hellen Gruppenraum zu. Eine Heizung sei natürlich vorhanden, sagt Burwinkel.

Die Container seien praktisch, findet sie. Die Kinder müssen nicht in das Hauptgebäude laufen, um etwa auf Toilette zu gehen. Alles, was benötigt werde, sei vorhanden. Schön sei auch, dass die hintere Tür des Gruppenraums direkt auf den Pausenhof führe. So bleiben die Kinder in dem eingezäunten Spielbereich. 

In den Containern wird es schnell laut

Auch die Kinder scheinen zufrieden zu sein. Einige frühstücken, während sich eine Besuchergruppe mit Ingenieurin Sara Wildmann, Tanja Heidler (Rechnungsführerin der Pfarrei St. Johannes-Baptist, der Trägerin des Kindergartens), Bürgermeisterin Manuela Honkomp, Leiterin Burwinkel und dem Ersten Gemeinderat Oliver Netzband die neuen Räume ansieht. Andere Kinder spielen. Ganz schön laut, findet Netzband. Hier könne noch nachjustiert werden.

Zu der "Container-Gruppe" wurde die Integrationsgruppe des Kindergartens. Die 17 Kinder sind mindestens 3 Jahre alt. Für die Krippengruppen sei es praktischer im Hauptgebäude zu bleiben, da es dort auch Schlafmöglichkeiten gebe, erklärt Burwinkel. Von den 22 Mitarbeitern betreuen nun 3 in der Containeranlage. "Das alles hier ist ein Kindergarten", betont Burwinkel. Wie bei der Außengruppe im Maximilian-Kolbe-Haus werden die Kinder zu gemeinsamen Aktionen dazugeholt. Insgesamt besuchen im Kindergarten St. Antonius 109 Kinder die Regelgruppen und 15 Kinder die Krippengruppe.

Containeranlage ist nur Übergangslösung

Auf Dauer stehen bleiben soll die Containeranlage nicht. Langfristig soll das Hauptgebäude größer werden. Es soll eine weitere Krippengruppe entstehen, sodass der Mühlener Kindergarten – wie die anderen in der Gemeinde – dann insgesamt 2 Krippengruppen hätte. Zu Beginn des Kindergartenjahres 2021/22 wurde festgestellt, dass 12 Krippenplätze fehlten. Unter anderem wurde überlegt, die übrigen Räume im Obergeschoss des Maximilian-Kolbe-Haus für eine Unterbringung einer Regelgruppe baulich zu erweitern. In dieser Liegenschaft ist bereits seit August 2019 (befristet für 3 Jahre und mittlerweile verlängert) eine Außengruppe des Kindergartens untergebracht.

Die vorhandenen Räume hätten jedoch umfassend umgebaut werden müssen. Weitere Sanitäranlagen für Mitarbeiterinnen und Kinder, eine Küche, ein Ausweichraum, ein Garderobenbereich, ein Mitarbeiterraum und ein Ruheraum wären zu schaffen gewesen. Eine vorläufige Kostenschätzung durch das zuständige Architekturbüro belief sich für einen solchen Umbau auf circa 250.000 bis 300.000 Euro und wäre nur eine befristete Zwischenlösung gewesen. Darüber hinaus würden die Bauarbeiten im laufenden Betrieb der Gruppe stattfinden. Von der Planung wurde aus Kostengründen abgesehen. Stattdessen wurde die Containeranlage zu errichten. 

Ob eine Cafeteria gebaut wird, steht noch nicht fest

Zur dauerhaften Deckung der Kapazitätsprobleme im Krippenbereich hat die Verwaltung vorgeschlagen, den Kindergarten am Standort um eine Krippengruppe baulich zu erweitern und hierzu unverzüglich weitere Planungsschritte aufzunehmen. Damit könnte, wie in allen anderen Kindergärten auch, eine zweite Krippengruppe dauerhaft geschaffen werden. Es wird auch geprüft, ob zusätzlich eine Cafeteria gebaut wird. Neben dieser Variante ist auch diskutiert worden, in Mühlen einen weiteren Kindergarten an einem anderen Standort zu errichten. Die politische Diskussion hierzu dauert allerdings noch an.

Zusätzlich zu dem Anbau am Mühlener Kindergarten soll die neue Kindertagesstätte am Schemder Weg/Ecke Schemder Höhe die Situation entlasten. Denn den Mühlener Kindergarten besuchen auch Steinfelder Kinder. Die neue Einrichtung soll im Sommer 2024 ihren Betrieb aufnehmen.


Die Redaktion in eigener Sache: In diesem Artikel wurden inhaltliche Fehler korrigiert. In der originalen Fassung wurde fälschlich angegeben, dass die Möglichkeit bestehe, die Nutzung der Räume im Maximilian-Kolbe-Haus um 3 Jahre als Übergangslösung zu verlängern, es aber noch nicht klar ist, ob das in Angesicht der Baumaßnahmen geschehe. Korrekt ist, dass von den Planungen insbesondere aus Kostengründen abgesehen wurde. Stattdessen wurde die Containeranlage installiert. Darüber hinaus wurde der Name der Leiterin des Kindergartens korrigiert. Sie heißt Petra Burwinkel. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Der Kindergarten St. Antonius hat nun mehr Platz - OM online