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Der Heimatverein Visbek feiert seinen 70. Gründungstag

Das Visbeker Heimathaus schmückt ein "Jubiläumsbanner": Seit 1951 besteht die Gruppe. Unter dem Motto "Dat maok ick mit" konnten schon viele Projekte umgesetzt werden. Hier ein Blick zurück:

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Das neue Heimathaus an der Rechterfelder Straße: Schon fünf Mal ist der Heimatverein Visbek umgezogen. Foto: Koopmeiners

Das neue Heimathaus an der Rechterfelder Straße: Schon fünf Mal ist der Heimatverein Visbek umgezogen. Foto: Koopmeiners

Am 8. Dezember 1951 haben sich 82 Personen mit ihrer Unterschrift in die erste Mitgliederliste des Heimatvereins Visbek eingetragen. Unter dem Motto: "Dat maok ick mit" im Gründungsprotokoll sind mit der Namensliste auch folgende Ziele aufgeführt: "Der Heimatverein will die alten Sitten und Gebräuche hochhalten; die Naturdenkmale in der Gemeinde erhalten; Wald, Knicks, Öwers (Wälle) und die schön gefiederte Tierwelt hegen und pflegen; auf Schönheit und Sauberkeit an den Straßen und bei den Gebäuden hinweisen; in der Bevölkerung ein christliches, friedliches und gemütliches Zusammenleben fördern."

Bei der Gründungsversammlung in Stüves Saal hielt Museumsdirektor Dr. Heinrich Ottenjann aus Cloppenburg die Festrede: "Visbek in vorgeschichtlicher und geschichtlicher Zeit". Die Heimatfreunde wählten Zahnarzt Dr. Arno Aka zum ersten Vorsitzenden; Lehrer Franz Windeler, Erlte, zum zweiten Vorsitzenden. Josef Wübbolt und Bernhard Zurhake (beide Visbek) sowie Bernhard Varnhorn aus Rechterfeld wurden Beisitzer. Dr. Aka verlegte seine Praxis schon bald nach Oldenburg; am 9. August 1953 übernahm Landwirtschaftsrat August Linnewerth den Vorsitz. Lehrer Bernhard Ruholl wurde am 30. Oktober 1968 als neuer Vorsitzender gewählt. Die Heimatarbeit wurde zielstrebig fortgesetzt: Es fing an mit Aufräumaktionen und der Aufstellung von Ruhebänken; außerdem gab es Ausflüge, Vorträge, Heimatabende, Filmvorführungen, Pflanzaktionen, die Gründung einer Tanz- und einer Wandergruppe.

Gemeinde bekam vom Heimatverein eine Bürgermeisterkette

Mit einer Festwoche wurde 1969 das Jubiläum "1150 Jahre Visbek" besonders gefeiert. Der Heimatverein schenkte der Gemeinde eine wertvolle Bürgermeisterkette. Im November 1989 wurde die "Chronik Visbek", Band 2 (1901 bis 1988) herausgegeben; Band 1 folgte am 7. Dezember 1990 ("Von der Urzeit bis 1900"). Vorsitzender Ruholl veröffentlichte ab 1970 den "Auskündiger" als Mitteilungsblatt des Heimatvereins. Sein beispielhaftes Wirken wurde am 8. Dezember 1991 mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden gewürdigt.

Vorsitzende waren anschließend: Hermann Wübbolt, Visbek (bis 29. November 1991); Bernard Thöle, Norddöllen (bis 17. November 1996); Alfons Niemöller, Visbek (bis 20. November 2004); Julia Hubbermann, Hubertusmühle (bis 2. November 2008); Heino Kühling, Visbek (bis 15. November 2009). Manfred Gelhaus, Visbek, wurde am 15. November 2009 einstimmig als erster Vorsitzender gewählt und in Mitgliederversammlungen 2013, 2017 und am 21. November 2021 im Amt bestätigt.

"ArchäoVisbek" wurde am 4. Mai 2018 eröffnet und 2021 bereits erweitert

Der fünfte Umzug der Heimatstuben erfolgte im Juli 2017 vom ehemaligen Rathaus (Hauptstraße 31) ins neue Heimathaus an der Rechterfelder Str. 1. Die Gemeinde hatte das Gebäude erworben und umfassend saniert. Dort wurde das "ArchäoVisbek", ein historisch-archäologisches Informationszentrum, am 4. Mai 2018 eröffnet und 2021 bereits erweitert. Den Band 3 der "Chronik Visbek" (1989 bis 2018) hat der Heimatverein 2018 herausgegeben. Die Heimatstuben befinden sich im ersten Obergeschoss des Heimathauses. Vorhanden sind ein Besprechungs- und Empfangsraum, die Präsenzbibliothek mit circa 3200 Buchtiteln (Heimatliteratur), Räume für Info und Organisation (Vorsitzender), Archivierung, Bildbearbeitung und Dokumentation sowie eine Teeküche und ein Sozialraum. Im Flur wird ein Visbeker Geschichtsfries präsentiert.

Zusätzlich steht im Erdgeschoss ein Magazin für den Bücherverkauf zur Verfügung. Nach dem Jubiläumsjahr "1200 Jahre Visbek" (2019), das vom Heimatverein wesentlich mitgestaltet wurde, folgten bisher schon fast zwei Jahre im Zeichen der "Corona-Pandemie". Der Heimatverein Visbek hat aber trotz wesentlicher Einschränkungen auch 2020/21 erfolgreich Projekte durchgeführt und konnte am 8. Dezember 2021 seinen 70. Gründungstag mit Zuversicht begehen.

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