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Der Heimatbund OM und die Stadt Lohne stellen das Jahrbuch 2022 vor

Auf 384 Seiten präsentiert die 71. Ausgabe die Vielfalt der Region. Ein Highlight ist ein Beitrag zu Özlem Türeci, der aus Lastrup stammenden Erfinderin des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfitzer.

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Präsentieren das neue OM-Jahrbuch 2022: (von links) Gisela Lünnemann, Benno Dräger, Irmtrud Rießelmann, Willi Baumann, Mechtild Ottenjann, Heinrich Siefer, Tobias Gerdesmeyer, Gabriele Henneberg und Heiner Thölke. Foto: Timphaus

Präsentieren das neue OM-Jahrbuch 2022: (von links) Gisela Lünnemann, Benno Dräger, Irmtrud Rießelmann, Willi Baumann, Mechtild Ottenjann, Heinrich Siefer, Tobias Gerdesmeyer, Gabriele Henneberg und Heiner Thölke. Foto: Timphaus

384 Seiten, mehr als 70 Beiträge und Hunderte Fotografien und Abbildungen: Das neue Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland kommt auch in seiner 71. Ausgabe mit einer geballten Ladung an Inhalt daher. Der Heimatbund Oldenburger Münsterland als Herausgeber und die Stadt Lohne als Gastgeberin des Münsterlandtages 2021 haben das Werk am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist ab sofort in allen Buchhandlungen sowie online auf der Webseite des Heimatbundes erhältlich.

Die Redaktion oblag der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Gabriele Henneberg gemeinsam mit der Geschäftsführerin Gisela Lünnemann. 40 Autoren wirkten an dem 832 Gramm schweren Jahrbuch mit, das oft als Chronik für das Oldenburger Münsterland beschrieben wird. Bei der Vorstellung im Lohner Rathaus waren unter anderem der Heimatbund-Vizepräsident Heiner Thölke sowie Lohnes scheidender Bürgermeister und neuer Vechtaer Landrat, Tobias Gerdesmeyer, anwesend.

Gerdesmeyer sagte, dass das Jahrbuch mit seinen zahlreichen Beiträgen die Vielfalt des Oldenburger Münsterlandes präsentiere. "Es ist ein bunter Katalog an interessanten Geschichten."

Buch enthält zweiten Teil der Chronik "Corona im OM"

Henneberg und Lünnemann gingen auf die Kapitel und einzelne Texte ein. Sie dankten allen an der Entstehung beteiligten Personen. Zu finden ist Teil zwei der Chronik "Corona im OM". In diesem Kapitel werden die Auswirkungen der Pandemie auf die Region beschrieben. Ein Highlight des neuen Jahrbuchs ist ein Beitrag über Dr. Özlem Türeci, der aus Lastrup stammenden Erfinderin des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfitzer. Autor ist Klaus Göken aus Bremen.

Der Patentanwalt kennt und betreut Türeci seit vielen Jahren, wie Lünnemann berichtete. Göken gewähre interessante Einblicke in das Wirken und die Motivation der Frau, die mit ihrem Mann Dr. Ugur Sahin eine der wichtigsten Forscherpersönlichkeiten der Gegenwart sei. Denn es gehe den beiden in ihrer Arbeit um nichts weniger als die Bekämpfung von Krebserkrankungen durch Impfungen.

Geschichte ist ein zentrales Element des Heimatbundes

"Wie ein roter Faden zieht sich auch diesmal Corona durch das Buch", stellte Lünnemann fest. Denn auch die Beiträge über kleine Manufakturen im Oldenburger Münsterland wie "Lüttje Seep" aus Gehlenberg oder "Meine kleine Welt" der Cloppenburgerin Alexandra Hauke greifen die Pandemie und ihre Auswirkungen auf.

Dass Geschichte immer ein zentrales Element des Heimatbundes ist, zeigte Henneberg in ihren Ausführungen auf. Sie machte unter anderem auf den bemerkenswerten Beitrag von Peter Sieve über die mutige und selbstlose Witwe Anna Bahlmann aufmerksam, die 1944 eine jüdische Frau und ihr Kind vor den Nationalsozialisten versteckte. Der Steinfelder Stephan Honkomp blickt indes auf die Entstehungsgeschichte einer Tradition in seiner Heimatgemeinde, den seit mittlerweile 100 Jahren existierenden "Krötenzug".

Neuer Saterfriesisch-Beauftragter wird vorgestellt

Nicht fehlen darf natürlich das Kapitel "Plattdeutsch & Saterfriesisch". Neben literarischen Texten von Autoren aus dem Oldenburger Münsterland werden der neue Saterfriesisch-Beauftragte Henk Wolf und die neue Oldenburger Niederdeutsch-Professorin Doreen Brandt vorgestellt. Die Städte- und Gemeindechroniken, Rezensionen und das Kapitel "Neues von den Heimatvereinen" ergänzen das Jahrbuch sinnvoll.

  • Info: Das Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2022, 71. Jahrgang (ISBN: 978-3-941073-33-3), ist ab sofort in allen Buchhandlungen sowie beim Heimatbund Oldenburger Münsterland online unter www.buchladen.heimatbund-om.de erhältlich. Es kostet 12 Euro. Während des Münsterlandtags am 6. November im Lohneum wird es für 10 Euro pro Exemplar verkauft.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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