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Der Erweiterungsbau des Lastruper Altenpflegeheims ist eingesegnet worden

Nach einigen Verzögerungen und gestiegenen Kosten können die ersten Bewohner bereits einziehen. 15 neue Apartments sind entstanden. Geschäftsführer Suing sieht einen "bedeutenden Entwicklungsschritt".

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Jetzt kann eröffnet werden: Katharina Gerke und Andreas Ortmann (3. und 4. von links) überreichen den symbolischen Schlüssel an Heimleiter Thomas Westendorf, Pflegedienstleiterin Manuela Bart (von links) sowie Geschäftsführer Guido Suing (rechts).  Foto: Landwehr

Jetzt kann eröffnet werden: Katharina Gerke und Andreas Ortmann (3. und 4. von links) überreichen den symbolischen Schlüssel an Heimleiter Thomas Westendorf, Pflegedienstleiterin Manuela Bart (von links) sowie Geschäftsführer Guido Suing (rechts).  Foto: Landwehr

Der Erweiterungsbau des Lastruper Altenpflegeheims ist eingesegnet worden. Dazu waren Stiftungsrat, Architekt, Mitarbeitervertretung, Bewohner und Bewohnervertretung sowie Nachbarn eingeladen. Von einem "bedeutenden Entwicklungsschritt“ sprach Guido Suing, Geschäftsführer der Einrichtung und Stiftungsvorstand.

Begleitet worden sei der Bau, für den die Baugenehmigung im Januar 2021 erteilt worden war, durch Handwerkermangel, Kostensteigerungen und lange Materiallieferzeiten. Nun seien 15 Wohneinheiten und ein Appartement auf insgesamt 1200 Quadratmetern Wohnfläche bei 3640 Quadratmetern umbautem Raum geschaffen worden, so Andreas Ortmann (Architekturbüro Ortmann und Möller). "Der Bedarf an stationären Plätzen im Bereich der Altenhilfe wird auch in der Gemeinde Lastrup weiter steigen. Das aktuell vorgehaltene Angebot von 59 Plätzen war schon 2019 nicht ausreichend und wird zukünftig deutlich nicht ausreichend sein. Bürger der Gemeinde Lastrup sollen in Lastrup einen Platz erhalten können“, hatten laut Suing Stiftungsrat und Vorstand vorab erkannt.

Zudem sollte sich der neue Baukörper dem örtlichen Umfeld anpassen und sich in den Dorfpark gut einfügen. Dieser Entwicklungsschritt ergebe darüber hinaus die Möglichkeit, die Organisationsstruktur im Altenpflegeheim anzupassen. Durch die Erweiterung sei man in der Lage gewesen, die Position der Heim- und Pflegedienstleitung zu trennen. Manuela Bart übernehme die Pflegedienstleitung und Thomas Westendorf die Heimleitung.

Corona-Pandemie hat zu Verzögerungen beigetragen

"Die Corona-Pandemie zog sich dann durch das gesamte Bauvorhaben. So konnte nicht immer so zügig gearbeitet werden, wie Bauherr und Bauleitung sich das vorstellten. Handwerker waren in Quarantäne und die Firmen hatten in Folge dessen mit Personalknappheit zu tun. Corona galt manchmal auch als Ausrede. Die Pandemie führte zu allgemeinen Preissteigerungen. In Teilen herrschte Materialknappheit, die gelegentlich auch zu Verzögerungen im Bauverlauf führten“, sagte Suing.

Trotzdem sei am Ende ein wirklich schicker und dem Umfeld angepasster Baukörper entstanden, der das Altenpflegeheim für die nächsten Jahre zukunftsfähig mache. Er sei stolz auf das hauswirtschaftliche Konzept, das die Dienstleistung Hauswirtschaft für die Pflegebedürftigen attraktiver und erlebbarer machen werde, sagte Suing. Auch sei durchgängig auf Einzelzimmer gesetzt worden, deren Größe über der Heimbaumindestverordnung liege. Die besonders große Terrasse mit direktem Dorfparkblick solle den Nutzern frohe Stunden bescheren.

"Ich will und muss auch zugeben, dass das geschätzte Kostenvolumen von 2.200.000 Euro leider nicht gereicht hat. Aufgrund der bekannten allgemeinen Kostensteigerungen, der Auswirkungen der Corona-Pandemie, der 'Goldgräberstimmung‘ und der veränderten Arbeitsweisen bei einigen Firmen und einer großzügigen Parkplatzgestaltung haben wir dieses Ziel nicht erreichen können. Hier war sicherlich hilfreich, dass die Gemeinde Lastrup noch einen Zuschuss von 210.000 Euro, gestreckt über 3 Jahre, zur Verfügung gestellt hat“, so Suing, der sich bei Heimleiter Thomas Westendorf und Architekt Andreas Ortmann sowie Architektin Katharina Gerke für das Engagement bedankte.

15 neue Appartements sind entstanden

Am Erweiterungsbau seien 8 Ingenieurbüros und 25 Fachfirmen mit rund 100 Mitarbeitern beteiligt gewesen, hatte Architekt Ortmann aufgelistet. Er überreichte dem Stiftungsvorstand einen bunten Schlüssel mit 15 unterschiedlich langen und bunten Linien, um alle 15 Appartements öffnen zu können. Heimleiter Thomas Westendorf und Pflegedienstleiterin Manuela Bart erläuterten das Hausgemeinschaftsmodell: "Unsere Bewohner sollen als Gemeinschaft zusammenleben und zum Beispiel in der Küche helfen, so gut sie können. Auch die große Terrasse lädt ein zur Kommunikation.“

Am Mittwoch würden die ersten 3 Bewohner einziehen, zum Sonntag 7. Die Nachbarschaft hatte erneut den Grundstein mit Münzen, Tageszeitung und Urkunde gestaltet. "Wir fühlen uns schon mitverantwortlich. Bei jedem neuen Bauabschnitt kann man auf uns zählen“, versprach Sprecher Peter Wassenberg. Anschließend segnete Pfarrer Günter Mleziva das neue Gebäude ein. "Der Dienst am Menschen kann auch Gottesdienst sein“, würdigte der Pfarrer die Arbeit der Mitarbeiter.

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