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Der Anbau an das Industriemuseum Lohne wird am Freitag eröffnet – so sieht's innen aus

OM online durfte die Räume vor dem Festakt besichtigen. 1,6 Millionen Euro kostete die Realisierung des Projekts. Im Zentrum stehen ein Veranstaltungsraum mit 150 Plätzen – und die neue "Lohner Wand".

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Ein Hingucker: Vor der neuen "Lohner Wand" stellten sich (von links) Michael Gerwing, Tobias Gerdesmeyer, Alfons Sieverding, Bernard Lindemann, Benno Dräger und Ulrike Hagemeier auf. Foto: Timphaus

Ein Hingucker: Vor der neuen "Lohner Wand" stellten sich (von links) Michael Gerwing, Tobias Gerdesmeyer, Alfons Sieverding, Bernard Lindemann, Benno Dräger und Ulrike Hagemeier auf. Foto: Timphaus

"Mit dem Anbau schlägt das Industriemuseum Lohne ein neues Kapitel seiner Geschichte auf" – mit expressiven Worten ging Benno Dräger auf den Abschluss des Projekts ein, für dessen Gelingen der ehrenamtliche Museumsleiter und Vorsitzende des Trägervereins wie kaum ein anderer gekämpft hatte. Nun ist das Werk vollendet. Am Freitagabend (16. Juli) wird die Erweiterung feierlich eröffnet.

Während eines Pressegesprächs am Mittwoch verschafften sich Lohnes Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und der Vorsitzende der Stiftung des Industriemuseums, Michael Gerwing, einen Eindruck von dem Anbau, der innerhalb von etwa 14 Monaten fertiggestellt wurde und fortan mit dem Bestandsgebäude eine harmonische Einheit bildet. Ebenfalls anwesend waren der für die Durchführung des Bauvorhabens verantwortliche Diplom-Ingenieur Architekt Bernard Lindemann (Architektenbüro Schmölling & Partner), die hauptamtliche Museumsleiterin Ulrike Hagemeier sowie Alfons Sieverding, der ehrenamtlich die Bauaufsicht übernommen hatte.

Das Investitionsvolumen lag bei etwa 1,6 Millionen Euro. Diese Summe konnte nach Angaben von Lindemann auch eingehalten werden. "Wären wir heute mit den Arbeiten gestartet, hätten wir wohl mit 2 Millionen Euro oder mehr kalkulieren müssen", ging er kurz auf die Preisentwicklung in der Baubranche ein. Die Stadt Lohne unterstützte das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro. Weitere 300.000 Euro hatte die Stiftung Industriemuseum eingeworben, die verbleibenden 100.000 Euro stammten aus dem EU-Förderprogramm Leader.

Mehr Platz zur Präsentation: Für die wechselnden Sonderausstellungen ist ab jetzt das Obergeschoss vorgesehen. Foto: TimphausMehr Platz zur Präsentation: Für die wechselnden Sonderausstellungen ist ab jetzt das Obergeschoss vorgesehen. Foto: Timphaus

Dräger ergänzte, dass die Stiftung zudem für 78.000 Euro den Bauteppich für den Anbau erworben sowie ein neues Blockheizkraftwerk für 40.000 Euro angeschafft habe. "Die Anlage dient der Selbstversorgung und Einspeisung. Sie amortisiert sich in 8 bis 10 Jahren."

Das Projekt, welches 2013 seinen Anfang nahm, sollte unter anderem die enorme Raumnot bei Großveranstaltungen beenden. Dazu wurde ein Veranstaltungsraum mit 150 Sitzplätzen und der "Lohner Wand" geschaffen – ein Zeitstrahl auf mehr als 12 Metern Länge, der einen Überblick über die Geschichte der Stadt und der Region gibt. "Die Lohner Wand ist mit Exponaten, integrierten Vitrinen, einer Hörstation und abspielbaren Filmsequenzen versehen. Sie soll Impulse zu Gesprächen liefern und ist ein echter Hingucker", sagte Dräger.

Michael Gerwing lobt den Einsatz von Benno Dräger

Ein museumspädagogischer Bereich stärkt künftig die Zusammenarbeit mit den Schulen. Für die wechselnden Sonderausstellungen ist ab jetzt das Obergeschoss vorgesehen. Dort befindet sich nun auch die Galerie Luzie Uptmoor, die im Herbst ihre Eröffnung feiert.

Gerwing lobte das unermüdliche Engagement Drägers und hob den "nicht zu unterschätzenden Einsatz" von Sieverding hervor. Er dankte der Stadt und den zahlreichen Spendern für ihre finanzielle Unterstützung.

Gerdesmeyer nannte den Anbau "eine Investition, die der Erhöhung der Lebensqualität" diene. Das Vorhaben sei politisch kontrovers diskutiert worden, letztlich hätten aber die Vorteile überwogen. Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung historischer Themen für die Nachwelt sprach Gerdesmeyer von einem "riesigen Wissensschatz", den das Industriemuseum anhäufe.

Dass die Räume künftig nicht leerstehen werden, darauf ging Hagemeier ein. Sie berichtete von diversen Anfragen und betonte, dass das Industriemuseum mit seinem Ansatz über ein Alleinstellungsmerkmal im Nordwesten verfüge. Die Präsentation der Kunststoffindustrie und der Nachhaltigkeitsaspekt seien nahezu einzigartig.

Mehr Möglichkeiten zur Ausstellung: Im Obergeschoss des Anbaus befindet sich auch die Galerie Luzie Uptmoor, die im Herbst ihre Eröffnung feiert. Foto: TimphausMehr Möglichkeiten zur Ausstellung: Im Obergeschoss des Anbaus befindet sich auch die Galerie Luzie Uptmoor, die im Herbst ihre Eröffnung feiert. Foto: Timphaus

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