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Der Amtsverzicht Kenkels war unumgänglich

Thema: Pfarrer Michael Kenkel verzichtet auf sein Amt – Die Gemeinde in Lindern wieder zusammenführen kann nur ein neuer Geistlicher. Es braucht einen Neuanfang.

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Diese Entscheidung ist die einzig richtige. Michael Kenkel kann nicht in die Pfarrgemeinde nach Lindern zurückkehren. Mit seinem Fehlverhalten in der Vergangenheit hat er selbst für den tiefen Riss gesorgt, der die Katholiken vor Ort derzeit trennt. Die Gemeinde wieder zusammenführen kann nur ein neuer Geistlicher. Es braucht einen Neuanfang.

Die in Münster aktenkundigen Vorwürfe grenzverletzenden Verhaltens des Priesters mögen strafrechtlich nicht relevant sein, aber sie sind doch offenbar so schwerwiegend, dass der Bischof in Münster nicht bereit ist, zur Tagesordnung überzugehen. Es gibt zwei Frauen, die Opfer von nicht akzeptablen Übergriffen wurden. Das darf nicht vergessen werden und muss Konsequenzen haben, die es 2010 offensichtlich nicht gegeben hat.

Es ist eine gute Entwicklung, dass Bischof Genn mittlerweile konsequenter handelt: nicht nur gegenüber Missbrauchstätern, sondern auch gegenüber Priestern, die sich zwar nicht strafbar machen, aber Grenzen des Anstands übertreten. Die Bistumsleitung hat ihr Urteil unmissverständlich formuliert: „Das Verhalten des Pfarrers widerspricht in beiden Fällen deutlich den Schutzpflichten eines Seelsorgers in vertraulichen seelsorgerlichen Beziehungen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Der Amtsverzicht war unumgänglich.

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