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Der Abschied naht: Der Heimatverein Lohne sucht eine neue Spitze

Der langjährige Vorsitzende Benno Dräger hört Ende April auf. Weitere Vorstandsmitglieder werden es ihm voraussichtlich gleichtun. Die Suche nach neuem Führungspersonal gestaltet sich schwierig.

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Die Führungsspitze des Heimatvereins Lohne: (von links) Benno Dräger, Wolfgang Becker, Martin Hölscher und Franz-Josef Riesselmann. Die Hoffnung auf den Corona-Restart verbindet sich mit einem Gefühl der Ungewissheit.   Foto: Timphaus

Die Führungsspitze des Heimatvereins Lohne: (von links) Benno Dräger, Wolfgang Becker, Martin Hölscher und Franz-Josef Riesselmann. Die Hoffnung auf den Corona-Restart verbindet sich mit einem Gefühl der Ungewissheit.   Foto: Timphaus

Auf die Winterruhe folgt das Frühlingserwachen – so lassen sich die stufenweisen Lockerungen der Corona-Auflagen bis zum 20. März beschreiben. Nach langem Stillstand der Aktivitäten wünschen sich auch die Verantwortlichen des Heimatvereins Lohne einen Aufbruch. Die Hoffnung auf den Restart verbinden sie aber mit einem Gefühl der Ungewissheit. Denn der Heimatverein Lohne steht vor einer Zäsur: Benno Dräger hört Ende April auf – und weitere Vorstandsmitglieder werden es dem langjährigen Vorsitzenden voraussichtlich gleichtun. 

Quo vadis, Heimatverein Lohne? Die Suche nach neuem Führungspersonal gestaltet sich schwierig. Nach Angaben von Dräger, der seinen Abschied bereits vor 2 Jahren angekündigt hat, wurden in den vergangenen Monaten erfolglos acht bis zehn Personen wegen der Bereitschaft zur Übernahme des Vorsitzes angesprochen. "Am 24. März tagt der Vorstand, dann kommt das Thema noch einmal auf die Agenda", sagt der 72-Jährige, der seine Schilderungen mit einem öffentlichen Aufruf verbindet.

Seine Stellvertreter Wolfgang Becker, Franz-Josef Riesselmann und Martin Hölscher berichten, dass es im Heimatverein genügend Freiwillige für die zweite Reihe gebe. "Aber es fehlt jemand, der die Hauptverantwortung trägt", sagt Becker. Vorstellbar sei auch ein Führungsteam. Fakt ist: Der Heimatverein muss sich verjüngen. "Und eigentlich muss auch eine Frau in den Vorstand", sagt der Gymnasiallehrer. 

Verein zählt mehr als 2100 Mitglieder

Die Generalversammlung des Heimatvereins ist für den 25. April terminiert. Wer im Vorstand mitwirken wolle, dem bieten Dräger und Co. an, "vorher im Gespräch die Aufgaben auszuloten". Diese seien in den vergangenen Jahren gewachsen, gibt der demnächst scheidende Vorsitzende zu. Mit mehr als 2100 Mitgliedern ist der Heimatverein Lohne einer der größten Vereine der Stadt. Auch Becker sagt: "Es ist ein großes Paar Schuhe, das da steht." 

So oder so: Beim Heimatverein Lohne geht's weiter. Die Radfahrergruppe startet laut Riesselmann wieder am 30. April. Sechs Tagestouren sind geplant. Ein Highlight dürfte der Abschluss des kreisweiten "Stadtradelns" am 21. Mai in Lohne werden. Die Mehrtagestouren sind bereits ausgebucht. Die Ankündigung, den Tauernradweg abfahren zu wollen, habe wie eine Bombe eingeschlagen, sagt Riesselmann: "Wir stehen jetzt schon bei über 80 Anmeldungen."

Heimatverein will Kontakte wieder pflegen

Endlich wieder zurück zur Routine wollen die Plattschnacker finden. "Die Pflege des Plattdeutschen hat in der Corona-Zeit gelitten", sagt Hölscher. Im Oktober habe sich die Gruppe letztmals getroffen. Das plattdeutsche Singen der Kinder am letzten Donnerstag im September fand zwei Mal nicht statt. "Da müssen wir richtig schuften, um die Aktion wiederzubeleben."

Die Wandergruppe des Heimatvereins will ebenfalls im März wieder loslegen. 2021 fiel etwa die Hälfte der Wanderungen aus. Aber so ging es ja eigentlich allen. Einzig das Stadtmedienarchiv führte seine Arbeit nahezu ungebremst fort. 

Wichtig ist Dräger, dass der Heimatverein wieder die Kontakte zum Wiehengebirgsverband Weser-Ems, dem Heimatbund Oldenburger Münsterland oder der Oldenburgischen Landschaft pflegt. Vor Ort ist das Netzwerken mit den weiteren Vereinen und Institutionen eine regelmäßige Aufgabe, die Becker übernimmt.

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