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Denkmalgeschützte Gebäude an der Brinkstraße in Lohne erhalten neuen Anstrich

Eigentümer Dr. Helmut Olberding lässt die Fassaden der Villa Taphorn, der Remise und des Hauses Bocklage restaurieren. Der Orthopäde investiert knapp 100.000 Euro in die architektonischen Schätze.

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Ein Schmuckstück in der Lohner Innenstadt: Die Villa Taphorn an der Brinkstraße erbaute 1884 der Korkfabrikant Johann Joseph Friedrich Taphorn im neoklassizistischen Baustil.   Foto: Timphaus

Ein Schmuckstück in der Lohner Innenstadt: Die Villa Taphorn an der Brinkstraße erbaute 1884 der Korkfabrikant Johann Joseph Friedrich Taphorn im neoklassizistischen Baustil.   Foto: Timphaus

Mit ihrem Zwiebelturm, der historischen Fassade mit Ornamenten und den Jugendstilfenstern gehört sie zu den Gebäuden, die das Stadtbild Lohnes prägen: Die Villa Taphorn an der Brinkstraße erstrahlt nach einer Sanierung der Fassade seit Kurzem in neuer, alter Pracht. In den kommenden Tagen werden auch die benachbarte Kutschenremise und das Haus Bocklage einen neuen Anstrich sowie einige Schönheitsreparaturen erhalten.

Dr. Helmut Olberding, dem die 3 denkmalgeschützten Gebäude gehören, investiert knapp 100.000 Euro in die Restauration der Schmuckstücke. Eigentum verpflichtet: Nach diesem Credo habe er immer gehandelt, erklärt der Orthopäde. Vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege erhält er für das Projekt einen kleinen Zuschuss. Weitere Finanzmittel gibt es über die Städtebauförderung.

Die Villa Taphorn wurde im Jahr 1884 vom Korkfabrikanten Johann Joseph Friedrich Taphorn errichtet. Das Wohnhaus im neoklassizistischen Stil hatte anfangs nur ein Geschoss. 1906 wurde es durch ein zweites Stockwerk mit Elementen des Jugendstils und dem auffälligen Zwiebelturm erweitert. 1922 schließlich wurde die benachbarte Remise errichtet.

Historische Gebäude: Links die Oldenburger Hundehütte, rechts die einstige Kutschenremise. Foto: TimphausHistorische Gebäude: Links die "Oldenburger Hundehütte", rechts die einstige Kutschenremise. Foto: Timphaus

Ende der 1970er Jahre nagte der Zahn der Zeit arg an der Gründerzeitvilla. Sogar über einen Abriss wurde nachgedacht, bis Olberding das Haus im Jahr 1984 kaufte und mit viel Zeit, Geld und Herzblut zu altem Glanz zurückführte.

"Damals war das Gebäude ruinös", erinnert er sich. Mit der Rekonstruktion der zwiebelförmigen Dachkuppel, die 1972 wegen Baufälligkeit abgerissen worden war, erhielt die Villa 2001 ihren letzten Schliff. Die Kutschenremise dient heute als Sanitätshaus. Bei dem Haus Bocklage, das um 1900 errichtet und 1989 letztmals umgebaut und saniert wurde (ehemalige Maschinenfabrik Bocklage), handelt es sich um eine "Oldenburger Hundehütte".

Im Ensemble "der schönste Platz Lohnes"

Olberding sagt: "Nach 20 Jahren war es mal wieder Zeit für eine Sanierung." Alle 3 Gebäude habe er in den vergangenen Jahrzehnten sukzessive instand gesetzt. Bei der Villa Taphorn wurden – in Abstimmung mit dem Denkmalschutz – die maroden Fenster und Türen ausgetauscht, Stuckaturen restauriert, die Dichtungen ausgebessert und energetische Maßnahmen ergriffen. 

Olberding ist es nach eigenen Angaben wichtig, die Sanierung der Häuserzeile mit Fingerspitzengefühl anzugehen. Im Ensemble mit weiteren denkmalgeschützten Gebäuden wie dem Pfarrhaus, dem alten Rathaus und der Kirche St. Gertrud "ist der Platz bei Weitem der schönste in Lohne", so der Mediziner.

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