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Den Plastikpartikeln in Lebensmitteln auf der Spur

Die 25-jährige Emma-Elena Bratge ist die erste Doktorandin an der PHWT in Diepholz. Ihre  Promotionsstelle wird von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung unterstützt.

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Stürzt sich in die Forschung: Emma-Elena Bratge wird als Doktorandin von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung unterstützt. Foto: Stiftung

Stürzt sich in die Forschung: Emma-Elena Bratge wird als Doktorandin von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung unterstützt. Foto: Stiftung

Woher stammen Plastikpartikel in Lebensmitteln? Das untersucht Emma-Elena Bratge im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta/Diepholz (PHWT). Die Promotionsstelle wird laut Mitteilung von der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung in Form eines Stipendiums finanziert und läuft über 3 Jahre.

Die Promotion findet in Kooperation mit dem Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik der Leibniz Universität Hannover (LUH) statt. Die 25-jährige Emma-Elena Bratge ist die erste Doktorandin an der PHWT in Diepholz. Ihr Bachelorstudium Kunststoff- und Elastomertechnik und ihr Masterstudium Produkt- und Systementwicklung (Schwerpunkt Kunststoff- und Elastomertechnik) absolvierte sie an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt.

Schon da hatte sie sich laut Pressemitteilung mit Recycling befasst. Sie sei Feuer und Flamme für das Thema, berichtet sie, denn die Fragestellung sei sehr spannend. Der Grundgedanke ihrer Arbeit: In Getränken aus Plastikflaschen sind durchaus Mikropartikel nachweisbar, im ursprünglichen Brunnenwasser allerdings nicht. Wie also kommen sie in das Getränk? Dazu betrachtet Emma-Elena Bratge den Produktionsprozess ganz genau und untersucht zahlreiche Proben. Sie möchte herausfinden, in welcher Phase der Produktion ein Eintrag von Mikropartikeln erkennbar ist. Wo kommt das Mikroplastik her und wie lassen sich Einträge gegebenenfalls verhindern?

Doktorandin analysiert wässrige Lebensmittelproben

Im Rahmen ihrer Promotion analysiert die Doktorandin dazu wässrige Lebensmittelproben. Sie untersucht dabei die Menge, Größe und Art der enthaltenen Plastikpartikel im Größenordnungsbereich von bis zu 2 Mikrometer. Zudem analysiert sie polymere Abbau- und Spaltprodukte. „Ziel meiner Arbeit ist es, Rückschlüsse auf die Quelle der Plastikverunreinigung von Lebensmitteln zu ziehen und darüber hinaus festzustellen, wie sich diese Partikel in dem Lebensmittel verändern. Das könne dann dazu beitragen, die Kontamination von Lebensmitteln mit Mikroplastik zu reduzieren“, sagt Emma-Elena Bratge.

Für die Mikroplastikanalyse werden die Proben zunächst mittels eines Filtersystems präpariert. Anschließend wird die Beschaffenheit der Partikel durch mehrere sehr aufwendige Analysen mit modernen technischen Geräten bestimmt.

In Diepholz sind alle benötigten Geräte verfügbar

Bis zum 30. Juni 2023 möchte sie ihre Doktorarbeit abgeschlossen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt läuft auch ihr Stipendium der Ulderup Stiftung. Und sie ist sich sicher, dass das klappt: „Ich bin auf einem guten Weg.“ Auch weil in Diepholz alle benötigten Geräte verfügbar sind.

Die Mikroplastikanalytik ist ein zukunftsweisendes Thema. Es gebe hier noch viel zu forschen, bestätigt auch Professor Dr. Carsten Bye, der die Promotion an der PHWT begleitet. Es fehle noch viel Know how sowohl im Einsatz der Untersuchungsmethoden als auch in der Systematik der Versuchsdurchführung. Es gebe noch kaum gesetzliche Regelungen in diesem Bereich, weil einfach die Datengrundlage fehle. Diese anzureichern, dazu möchte Emma-Elena Bratge beitragen. Die Auswirkungen der Mikroplastikpartikel auf den menschlichen Organismus sei ebenfalls ein herausforderndes Forschungsthema, das aber müssten andere Forschungsbereiche untersuchen.

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