Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Den Menschen sehen und hören: Garreler Kirchengemeinde lädt zum "Tag der Kranken" ein

Vergangenes Jahr musste er ausfallen, dieses Jahr soll der "Tag der Kranken" in der Kirchengemeinde Garrel stattfinden, auch wenn das Rahmenprogramm gestrichen werden muss.

Artikel teilen:
Sind dankbar: Agnes Meyer und Pastor Paul Horst freuen sich, dass der "Tag der Kranken" dieses Jahr begangen werden kann, wenn auch in deutlich kleinerem Rahmen. Foto: Hoff

Sind dankbar: Agnes Meyer und Pastor Paul Horst freuen sich, dass der "Tag der Kranken" dieses Jahr begangen werden kann, wenn auch in deutlich kleinerem Rahmen. Foto: Hoff

Die Corona-Pandemie bestimmt nach wie vor das gesellschaftliche Leben. Einschränkungen und Entbehrungen sind Wegbegleiter des täglichen Lebens geworden. Aus diesem Grund hat sich die Garreler Kirchengemeinde St. Johannes Baptist dazu entschlossen, den "Welttag der Kranken" erneut in seiner gewohnten Form mit Kaffeetafel und buntem Programm zu streichen. Doch den Tag, der 1993 von Papst Johannes Paul II. eingeführt wurde, ein weiteres Jahr gänzlich ausfallen zu lassen, sei keine Option gewesen, erklärt Agnes Meyer, Schriftführerin des Caritas-Ausschusses.  

"Die Situation ist anders, vergangenes Jahr war noch niemand zu diesem Zeitpunkt geimpft. Ein Schutz war so gut wie gar nicht vorhanden. Jetzt können wir den 'Tag der Kranken' stattfinden lassen, wenn auch deutlich reduziert", sagt Meyer. "Wir wollen die Krankensalbung wieder anbieten, weil es den betroffenen Menschen ein wichtiges Anliegen ist",  ergänzt Pastor Paul Horst. Senioren und Kranke müssten ohnehin auf so vieles verzichten.

"Tag der Kranken" wird in kleinerem Rahmen und dezentral begangen

Dennoch fällt es den Ehrenamtlichen schwer, auf das sonst so beliebte bunte Programm zu verzichten. "Das Bedauern ist groß", sagt Meyer. Es gehe schließlich darum, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, die Betroffenen aus ihrer Isolation zu holen und ihnen ein paar schöne Stunden der Unbeschwertheit zu schenken. Erfahrungsgemäß sei der Austausch nach dem Gottesdienst immer besonders lebendig. 

Stattdessen wird der Welttag, der in Garrel seit 2006 gefeiert wird, nun in kleinerem Rahmen und dezentral begangen, nicht zuletzt, um die vorgeschriebenen Hygieneregeln einhalten zu können. Bedeutet: Alle Älteren und Kranken sind eingeladen, in ihrer jeweiligen Kirche eine Seniorenmesse mit Krankensalbung mitzufeiern.

Eine Anmeldung ist bis zum 18. Februar möglich

Ursprünglich wird der Aktionstag jährlich am 11. Februar, am Gedenktag „Unserer Lieben Frau in Lourdes“, begangen. "Normalerweise halten wir uns auch immer an diesen Tag, doch dieses Jahr brauchten wir etwas mehr Vorlaufzeit für die Planungen", berichtet Meyer. Daher findet die Messe in Garrel am 22. Februar (Dienstag) um 9 Uhr statt. In Nikolausdorf geht es am 23. Februar (Mittwoch) um 17 Uhr los. Einen Tag später, am 24. Februar (Donnerstag), beginnt die Messe in Beverbruch um 15 Uhr und in Falkenberg gibt es die Krankensalbung am 1. März (Dienstag) um 15 Uhr.

Eine Anmeldung ist bis zum 18. Februar im Pfarrbüro (04474/50770) bei den jeweiligen Seniorensprechern oder in den Schriftständen möglich. Wer eine Fahrmöglichkeit benötigt, kann dies bei der Anmeldung mit angeben. Nach der Messe erhalten die Teilnehmer noch kleine Geschenke, eine Rose und eine Karte mit besonderem Segensgruß.

"Es geht darum, die Menschen dafür zu sensibilisieren, die Kranken und die Pflegenden in den Mittelpunkt zu stellen, um ihnen mehr Beachtung zu schenken."Paul Horst

Der katholische "Welttag der Kranken" wird in diesem Jahr zum 30. Mal begangen. Er steht unter dem Motto: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist. Auf dem Weg der Nächstenliebe an der Seite der Leidenden“. Papst Franziskus ruft in seiner Botschaft zu beständiger menschlicher Nähe mit Patientinnen und Patienten auf und dankt dem Gesundheitspersonal für seine Arbeit. Der Aktionstag soll für mehr kirchliche und allgemein gesellschaftliche Aufmerksamkeit sowohl für kranke Menschen als auch für das Gesundheitspersonal sorgen. "Es geht darum, die Menschen dafür zu sensibilisieren, die Kranken und die Pflegenden in den Mittelpunkt zu stellen, um ihnen mehr Beachtung zu schenken", betont Paul Horst ergänzend. 

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Den Menschen sehen und hören: Garreler Kirchengemeinde lädt zum "Tag der Kranken" ein - OM online