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Das Warten soll bald endlich ein Ende haben

Es hagelte viel Kritik, doch ein lang erwartetes Projekt hat ein absehbares Ende. Die Arbeiten an dem Verbindungspfad zwischen dem Haus St. Franziskus und dem Goldenstedter Ortskern haben begonnen.

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Es passiert endlich was: Die Arbeiten an dem Verbindungspfad zwischen dem Alten- und Pflegeheim St. Franziskus und dem Goldenstedter Ortskern haben begonnen. Dieses Jahr sollen die ersten Fußgänger über die Brücke gehen können. Foto: C. Meyer

Es passiert endlich was: Die Arbeiten an dem Verbindungspfad zwischen dem Alten- und Pflegeheim St. Franziskus und dem Goldenstedter Ortskern haben begonnen. Dieses Jahr sollen die ersten Fußgänger über die Brücke gehen können. Foto: C. Meyer

Es tut sich etwas hinter dem Alten- und Pflegeheim St. Franziskus in Goldenstedt. Der Verbindungspfad zwischen dem Haus und dem Mehrgenerationenpark sowie dem Ortskern nimmt zwar langsam, aber fortschreitend, Form an. Die Bauplanung ist abgeschlossen. Die Erdarbeiten haben kürzlich begonnen, berichtet Goldenstedts Bürgermeister Alfred Kuhlmann. Parallel wird die Brückenkonstruktion erstellt.

Endlich, werden so manche Goldenstedterin und so mancher Goldenstedter denken. Denn das Projekt zog sich deutlich länger hin , als ursprünglich angedacht war. Viele warten ungeduldig auf die Verbindung zwischen dem Pflegeheim und dem Ortskern. Bislang gibt es kaum Möglichkeiten für einen Spaziergang für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims. Wie Cornelia Ostendorf von der St. Hedwig Stiftung im vergangenen Sommer wissen ließ, brauchen die Senioren stets jemanden, der sie fährt, wenn sie beispielsweise in den Ort möchten. Darauf möchten nicht alle angewiesen sein. Es gab viel Kritik für die Verzögerung der Baumaßnahme.

Denn noch im Februar 2020 hatte Kuhlmann eine zeitnahe Fertigstellung des Verbindungspfads angekündigt. "Die Kritik war berechtigt, das müssen wir uns eingestehen", sagt der Bürgermeister. Auch er hätte sich gewünscht, dass die Menschen den Pfad bereits im Sommer 2020 für Spaziergänge hätten nutzen können. Nun lässt er vorsichtig wissen, dass die Brücke im Frühjahr installiert werden soll. "Wir hoffen, dass die Menschen, wenn sich Corona etwas beruhigt, leichter in den Ort kommen können", sagt Kuhlmann.

Ein niedriges Gefälle soll den Weg für alle nutzbar machen

Ein Grund für die Verzögerungen waren naturschutzrechtliche Belange. Nach Gesprächen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vechta waren Planungsänderungen erforderlich. Die Maßnahme sei schließlich ein Eingriff in den Naturhaushalt, erklärt Kuhlmann. Flora und Fauna sollten von dem Projekt so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Die Verbindung zwischen dem Haus St. Franziskus und dem Goldenstedter Ortskern beinhaltet künftig eine 27 Meter lange Brücke, die über den Mühlenbach führt. Die Brücke soll aus drei Feldern, die jeweils neun Meter lang sind, bestehen. Die Unterkonstruktion aus Stahl soll aus zwei Stützen, zwei Widerlagern sowie drei bis vier Trägern bestehen. Als Brückenbelag ist rutschfester, glasfaserverstärkter Kunststoff vorgesehen. Die Brückengeländer sollen aus Edelstahl sein. Die Kosten für das Projekt werden auf 150.000 Euro beziffert.

Die geplante Brücke wird 2,5 Meter breit sein. Damit soll ein bequemer Begegnungsverkehr möglich sein, erklärt Kuhlmann. Ein besonderes Anliegen ist ihm nach wie vor das möglichst niedrige Gefälle. Vier Prozent werden es sein. Dafür werde in Kauf genommen, dass der Weg deutlich länger werden müsse. Da viele der Fußgängerinnen und Fußgänger aus dem Haus St. Franziskus kommen werden, ist der Gemeinde wichtig, dass die Verbindung in den Mehrgenerationenpark möglichst einfach zu benutzen ist. Eine größere Steigung - und somit ein kürzerer Weg - erschwere es besonders denjenigen, die auf Hilfsmittel wie Rollstuhl und Rollator angewiesen seien. Das wolle man unbedingt vermeiden.

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