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Das war das erste Wochenende auf dem Vechtaer Weihnachtsmarkt

Ob Süßigkeiten, heiße Getränke oder warme Leckereien: Am Samstag war für jeden etwas dabei. Auch die Budenbetreiber sind zufrieden.

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Hoher Andrang an den Buden: Trotz der niedrigen Temperaturen von bis zu minus 4 Grad tummeln sich auch gegen 21.30 Uhr noch viele Menschen an den Ständen des Weihnachtsmarktes Vechta und genießen zum Großteil heiße Getränke. Fotos: Kemnade

Hoher Andrang an den Buden: Trotz der niedrigen Temperaturen von bis zu minus 4 Grad tummeln sich auch gegen 21.30 Uhr noch viele Menschen an den Ständen des Weihnachtsmarktes Vechta und genießen zum Großteil heiße Getränke. Fotos: Kemnade

Lennard Cinn wartet auf seine Freunde. Gegen 21 Uhr wollte sich die Gruppe am Samstag auf dem Vechtaer Weihnachtsmarkt treffen. Der junge Mann pustet feuchte Atemluft in die Hände, zittert etwas und begrüßt schließlich seine Freunde. Gemeinsam stoßen nun Alexa Fahlbusch, Luca Meichel und Lennard Cinn mit Glühwein an.

Weihnachtlich mag das Getränk sein, die Stimmung ist es nicht. „In der momentanen Situation fehlt noch die Weihnachtsvorfreude. Aber es ist ja noch lang bis Heiligabend“, merkt die Frau der Runde an. Wirklich weihnachtlich fühlt sich am Samstagabend, an diesem ersten Weihnachtsmarktwochenende, niemand. „Die Temperatur passt zu Weihnachten, mehr aber auch nicht“, fügt Luca Meichel beipflichtend hinzu. Minus 4 Grad Celsius sind es.

Budenbesitzer freuen sich über die vielen Besucher

Die Besucher des Weihnachtsmarktes genießen aber auf jeden Fall die Stimmung, das gemeinsame Beisammensein und die Tatsache, etwas anderes als die eigenen vier Wände zu sehen. Die vergangenen 2 Jahre haben etwas mit den Menschen gemacht.

Zeit zum Quatschen auf dem Markt: (von links) Luca Meichel, Alexa Fahlbusch und Lennard Cinn genießen den Glühwein.Zeit zum Quatschen auf dem Markt: (von links) Luca Meichel, Alexa Fahlbusch und Lennard Cinn genießen den Glühwein.

Die Gäste kämen mit einer Art Wertschätzung zu den Betreibern an die Stände, die vor Corona so noch nicht da war, meint auch Marvin Stratmann. Der Vechtaer Unternehmer hat seinen muckeligen Weihnachtsstand „Zum Hirsch“ mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Die urigen Holzbänke, an vielen Stellen mit Fellen ausgestattet, laden zum Bleiben ein. Mit Blick auf die verbauten Heizstrahler gibt der Betreiber zu, dass es natürlich eine Kostenfrage sei. An den Getränkepreisen ändere das aber diesmal nichts.

Preise für Getränke und Essen fast wie im Vorjahr

Er möchte seinen Kunden auch in diesen Zeiten ermöglichen, sich mit 10 Euro zwei, drei warme Getränke leisten zu können. Der Glühwein kostet auf dem Weihnachtsmarkt im Schnitt 3,50 Euro. Andere Getränke, wie ein Eierlikörpunsch, sind etwas teurer. Es bleibt bei der großen Auswahl an den Ständen keiner ohne ein passendes Getränk.

„Natürlich gehen die Preiserhöhungen auch nicht an uns vorbei. Die Mandeln beispielsweise kommen aus Spanien. Für die ist das eine lange Reise zu uns. Und jeder auf dem Weg bis in unseren Laden möchte natürlich daran verdienen“, erklärt Andrew von Berg. Der Mann ist ein Urgestein des Vechtaer Weihnachtsmarktes und seit der ersten Stunde dabei. An verschiedenen Buden versorgen er und seine Familie die Menschen mit Köstlichkeiten. Bis auf den Preis der Mandeln – etwa 9,50 Euro für eine große Tüte – scheint sich aber nur wenig an den Preisen geändert zu haben.

Voll in seinem Element: Das Markturgestein Andrew von Berg kann sich nichts anderes als sein jetziges Geschäft vorstellen. Foto: KemnadeVoll in seinem Element: Das Markturgestein Andrew von Berg kann sich nichts anderes als sein jetziges Geschäft vorstellen. Foto: Kemnade

Die Preissteigerungen machen sich dennoch insgesamt bemerkbar. Keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass ein Stand mit allem, was dazugehört, 200 bis 300  Kilowattstunden Strom am Tag benötigt. Die Gruppe um Lennart Cinn hat mittlerweile ihre dritte Glühweinrunde beendet. „Die Preise sind vollkommen okay“, merkt der gebürtige Vechtaer an. „Der Weihnachtsmarkt ist klein, aber dafür gemütlich. Deswegen kommen wir auch her.“ Auf die Frage, ob sie öfter auf dem Markt zu sehen sein werden, sprechen alle drei ein deutliches Ja aus.

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