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Das steckt hinter den schottischen Dudelsack-Klängen im Barßeler Hafen

Stefan Abeln sorgt am Ufer für ungewöhnliche Musik. Der Aussichtsturm ist sein Lieblingsplatz. Aber auch auf der Landzunge unterm Leuchtturm „Roter Sand“ ist der Musiker anzutreffen.

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Auf dem Aussichtsturm am Barßeler Hafen: Stefan Abeln aus Harkebrügge erfreut die Menschen mit Dudelsackmusik. Foto: Passmann

Auf dem Aussichtsturm am Barßeler Hafen: Stefan Abeln aus Harkebrügge erfreut die Menschen mit Dudelsackmusik. Foto: Passmann

Sie sind unüberhörbar: Die musikalischen Klänge eines Dudelsacks, die immer wieder mal über das weitere Areal des Bootshafens in Barßel erklingen. Auch weithin ist die Musik noch zu hören. Nicht immer können die Menschen, die über die Uferpromenade flanieren, den Dudelsackpfeifer gleich ausfindig machen. Er spielt immer an verschiedenen Stellen. Einer der Lieblingsplätze ist der Aussichtsturm in unmittelbarer Nähe des Vereinsheimes des Fischereivereins Barßel an der Deichstraße. Hier ist Stefan Abeln aus Harkebrügge mit seinem Dudelsack anzutreffen.

Der Angestellte in der Industrie hat ein nicht alltägliches Hobby: Er spielt Dudelsack. In luftiger Höhe macht es ihm besonders viel Spaß, die Menschen mit seiner Musik zu erfreuen. Einfach so aus Leidenschaft und Begeisterung für das Holzblasinstrument. Aber auch auf der Landzunge unterm Leuchtturm „Roter Sand“ ist Abeln anzutreffen – und natürlich in seinem Heimatort Harkebrügge. Hier kann man ihn mit seinem Dudelsack auf dem Deich entlang der Soeste antreffen.

Für Abeln steht fest: Dudelsack ja, Schottenrock nein

Abeln hat sich in die Dudelsack-Musik verliebt. Einfach so. In seinen Augen gehört hierzu aber nicht unbedingt, die klassische Kleidung zu tragen. Nein. Er spielt aus Freude am Musikinstrument, ohne gleich einen Schottenrock tragen zu müssen. Abeln, der vor 3 Jahren von Friesoythe nach Harkebrügge gezogen ist, spielt das Instrument mit Begeisterung, als sei ihm das in die Wiege gelegt worden. Dabei hat er erst vor 4 Jahren angefangen, das Instrument zu erlernen. „Ich habe mir das Spielen selbst beigebracht, ohne Musiklehrer. Es ist eine kleine Kunst für sich und es dauert schon einige Monate, um spielen zu können“, sagt Abeln.

Motivation und Geduld seien allerdings wichtige Voraussetzungen, um das Blasinstrument zu beherrschen. Bei seinem Dudelsack handelt es sich um eine Sackpfeife. Es sei kein Schottensack, sondern ein „Deutscher Marktsack“, erklärte Abeln. Die Griffe seien wie bei einer Blockflöte. Er spielt daher auch keine schottischen Lieder. Sein Repertoire ist gemischt. Eher Mittelaltermusik. Aber auch Lieder wie „Was wollt ihr trinken“ oder „Merseburger Zauberspruch“.

Zum Dudelsackspielen braucht es eine kräftige Lunge

Der 32-Jährige klemmt das Instrument unter seinen linken Arm. Er nimmt die Blowpipe in den Mund, atmet tief durch und füllt den Bag mit Luft . Ein sanfter Druck auf den Sack genügt, um einen Dauerton auf den Drone Stocks zu erzeugen. Der Klang geht unter die Haut. Er sorgt sowohl beim Zuhörer als auch beim Spieler für gute Laune. „Man braucht schon eine kräftige Lunge, um der Sackpfeife Töne zu entlocken. Dazu ist tägliches Training erforderlich. Es gilt, so lange zu pusten, bis man nicht mehr kann. Immer weiterspielen“, sagt Abeln. Um die Lunge zu stärken, rät Abeln, Ausdauerläufe zu machen. Der Junggeselle spielt nicht nach Noten. Notenlesen hat er nicht gelernt. Er entlockt dem Dudelsack die Töne aus dem Gefühl heraus.

In einer Dudelsackband zu spielen, kommt für ihn nicht infrage. Er spielt lieber solo und am liebsten in der Natur. Das inspiriere ihn. „Meistens spiele ich eine halbe Stunde und mache dann eine kleine Pause“, so Abeln. „Bisher gefällt den Leuten meine Musik. Ich werde oft darauf angesprochen. Negative Stimmen habe ich noch nicht gehört“, freut sich der Harkebrügger Musikfreund. Auch weiterhin werde er die Menschen mit seiner Dudelsackmusik erfreuen, sagt Stefan Abeln.

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