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Das Riesenrad auf dem Stoppelmarkt dreht sich wieder

Viele Besucher strömen gleich nach der Eröffnung in den Freizeitpark. Der Vorsitzende der Schausteller ruft zu mehr gemeinsamen Anstrengungen auf, damit die Branche endlich  wieder durchstarten kann.

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Gemeinsam in der Achterbahn: Bürgermeister Kristian Kater (links) und Schausteller-Vorsitzender Jürgen Meyer. Foto: M. Niehues

Gemeinsam in der Achterbahn: Bürgermeister Kristian Kater (links) und Schausteller-Vorsitzender Jürgen Meyer. Foto: M. Niehues

Das Wahrzeichen des Stoppelmarktes dreht sich wieder. Seit Donnerstag 14 Uhr ist der Freizeitpark eröffnet. Symbolisch durchschnitten Bürgermeister Kristian Kater und der Vorsitzende des Vechtaer Schaustellervereins, Jürgen Meyer ein rotes Band. Dann strömten die ersten wartenden Besucher auf das Stoppelmarktgelände, um Kirmes-Feeling mit Achterbahn, Kettenkarussell, Musik-Express, Break Dancer, Geisterbahn und vielen weiteren Attraktionen zu genießen. Statt vom Balkon des Amtmannsbults, wie es beim traditionellen Stoppelmarkt üblich wäre, hielt der Bürgermeister eine Ansprache ohne großes Publikum vor Mitgliedern des Rates und des Vereins reisender Schausteller Vechta.

Bürgermeister Kater lobt das Engagement der Schausteller

Er wertete das Riesenrad der Familie Wilhelm als Symbol für ein „es geht wieder los“. Für die Stadt und die Bürger sei das ein wichtiger Hinweis. „Wir können mit Freude auf die Westerheide ziehen“, sagte Kater und sprach den Schaustellern ein großes Lob für die Ausrichtung des Freizeitparks als Alternative für das Volksfest aus. „Ich bin froh, dass ihr das macht“, sagte er und lobte das große Engagement. „Wir müssen alle etwas dafür tun, dass wir im nächsten Jahr den Stoppelmarkt wieder so haben, wie wir ihn kennen“, betonte er. Die Alternative Freizeitpark helfe auch über die Durststrecke.

Jürgen Meyer zeigte in seiner Ansprache die derzeit schwierige Situation der Schausteller auf. Sichtlich bewegt machte er deutlich, dass seine Branche seit 1,5 Jahren „vom Netz genommen“ ist. „Ohne Hilfen wären wir bestimmt gar nicht mehr hier“, sagte er. Die Angst vor hohen Inzidenzzahlen sei für alle Kollegen belastend. „Es ist jetzt aber der Zeitpunkt gekommen, an dem wir etwas ändern müssen“, betonte er. Wenn das Gesundheitssystem trotz Infektionen nicht belastet sei, müsse neu gedacht werden. „Wir können so in dieser Form nicht mehr weitermachen“, betonte er und mahnte gemeinsame Anstrengungen an, damit die Schausteller wieder durchstarten können und eine Perspektive haben. Sonst, so seine düstere Prognose, werde es einen Stoppelmarkt in der bekannten Form nicht mehr geben.

Foto: M. Niehues
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„Der Freizeitpark ist in keinster Weise ein Ersatz“, betonte er. Gleichwohl habe der Verein der reisenden Schausteller Vechta als Ausrichter mit viel Engagement auf noch größerer Fläche gegenüber dem Vorjahr den Freizeitpark noch attraktiver gestaltet. Davon konnten sich Bürgermeister und Ratsmitglieder bei einer gemeinsamen Begehung überzeugen. Spontan lud Meyer Kater zu einer gemeinsamen Achterbahnfahrt ein - ein sichtlicher Spaß, den beide in der Corona-Zeit genossen. Auch die Besucher nahmen das Unterhaltungsangebot gleich am ersten Tag zahlreich an.

  • Info: Der Freizeitpark auf dem Stoppelmarkt-Gelände in Vechta ist bis zum 29. August donnerstags bis sonntags von 14 bis 23 Uhr geöffnet, sonntags bereits ab 12 Uhr. Der Eintritt beträgt 1 Euro. Parkplätze sind kostenlos.

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