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Das Projekt "Welcome-Baby-Bags" ist gestartet und sucht Unterstützer

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) unterstützt mit dieser Erstausstattungstasche Familien und ihre Neugeborenen in Notsituationen. Schätzungsweise 50 der Taschen sollen 2022 überreicht werden.

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Schnelle und unbürokratische Hilfe über die Welcome-Baby-Bag  organisieren (von links) Melanie Schulte (Babylotsin), Annette Kröger (SkF-Geschäftsführerin) und Steffi Koene (Koordination Spendenannahme).  Foto: Heinzel

Schnelle und unbürokratische Hilfe über die Welcome-Baby-Bag  organisieren (von links) Melanie Schulte (Babylotsin), Annette Kröger (SkF-Geschäftsführerin) und Steffi Koene (Koordination Spendenannahme).  Foto: Heinzel

Sie häkeln und stricken Socken, Mützen und Decken für die „Welcome-Baby-Bags“. Die Rede ist von den Ordensschwestern vom Marienhain. Als sie von dem Projekt erfahren haben, sagten sie spontan ihre Hilfe zu. Bei der Caritas Vechta nähen weitere engagierte Frauen Pucksäcke. Zeit- und Sachspenden, die der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gut gebrauchen kann.

„Wir wollen Kindern einen guten und liebevollen Start ins Leben ermöglichen.“Annette Kröger, Geschäftsführerin SkF Vechta

Das SkF-Projekt „Welcome-Baby-Bags“ befindet sich in der Startphase und richtet sich an alle Mütter und deren Familien, die in einer akuten Notsituation, wie beispielsweise Wohnungslosigkeit oder Krankheit, sind. „Wir wollen Kindern einen guten und liebevollen Start ins Leben ermöglichen“, sagt Annette Kröger, Geschäftsführerin des SkF Vechta. Dafür bedarf es in bestimmten Fällen einer schnellen, unbürokratischen und direkten Hilfe.

Bedürfnisse und Nöte der Mütter werden erkannt

Ein erster Schritt und „Türöffner“, wie Babylotsin Melanie Schulte sagt, sei die „Welcome-Baby-Bag“. „Ich bin dann einfach vor Ort und bringe Zeit mit.“ Steffi Koene, die die Spendenannahme beim SkF koordiniert, ergänzt: „Man kommt einfach ins Gespräch.“ So würden sie die Bedürfnisse und Nöte der Mutter in Not erfahren und könnten ihr gezielt und passgenau helfen. „Wir wollen dabei das gesamte Hilfssystem des Landkreises Vechta involvieren“, sagt Annette Kröger. Oft wüssten die Betroffenen nicht, wo und welche Hilfe sie bekommen könnten. Hier hilft und vermittelt Melanie Schulte.

Dabei ist der SkF auf Netzwerkpartner, wie Krankenhäuser, Frauenärzte oder Hebammen, angewiesen, die auf Familien in Not hinweisen. Sie vermitteln sozusagen die „Welcome-Baby-Bags“, indem sie ihre Klientinnen auf das Angebot hinweisen und dann mit deren Einverständnis sich beim SkF melden. „Es ist erwiesen, wenn Hilfen früh ansetzen, tauchen Probleme oft gar nicht erst auf“, sagt Annette Kröger.

„Es ist erwiesen, wenn Hilfen früh ansetzen, tauchen Probleme oft gar nicht erst auf.“Annette Kröger, Geschäftsführerin SkF e.V. Vechta

Melanie Schulte hat bereits Erstausstattungstaschen übergeben. Für 2022 rechnet der SkF mit einem Bedarf von etwa 50 solcher Taschen. Die Bags werden aus Spenden gepackt. Sie seien „wertig und liebevoll“ zusammengestellt, berichtet Kröger. Pflege- und Hygieneartikel würden hinzugekauft. Momentan herrscht ein großer Bedarf an Kleidung in allen Babygrößen - also von 42 bis 68.

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt hat die Anschubfinanzierung übernommen, doch benötige das Projekt weitere Unterstützer. Interessierte können mittels Sach-, Geld- oder Zeitspenden helfen. Einfach eine Mail an welcomebabybags@skf-vechta.de.

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