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Das plant Lohne mit dem Geld aus dem Programm "Perspektive Innenstadt"

Der Stadt stehen insgesamt 840.000 Euro zur Verfügung. Unter anderem sollen der Vorplatz des Industriemuseums neu gestaltet und ein Straßentheater-Festival beim Stadtfest veranstaltet werden.

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So soll der Vorplatz des Industriemuseums Lohne demnächst aussehen: Die Bänke sollen auf Schienen laufen, neue Bäume werden gepflanzt, es sind "grüne Fugen" und großformatige Betonplatten vorgesehen. Visualisierung: Kolhoff Landschaftsarchitekten

So soll der Vorplatz des Industriemuseums Lohne demnächst aussehen: Die Bänke sollen auf Schienen laufen, neue Bäume werden gepflanzt, es sind "grüne Fugen" und großformatige Betonplatten vorgesehen. Visualisierung: Kolhoff Landschaftsarchitekten

Die Gemeinde Steinfeld gestaltet zwei zentrale Plätze im Ortskern um. Die Stadt Dinklage investiert in die Aufwertung des Vorplatzes der Kirche St. Catharina. Die Stadt Damme verschönert den St.-Viktor-Kirchplatz und schafft neue Spielpunkte in der Innenstadt. Das sind 3 Beispiele dafür, was Kommunen mit den Mitteln aus dem Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" anstellen.

Und was macht die Stadt Lohne? Der 29.000-Einwohner-Kommune in der Mitte des Landkreises Vechta stehen insgesamt etwa 840.000 Euro zur Verfügung, davon 755.000 Euro (90 Prozent) vom Land Niedersachsen. Mit den Fördermitteln werden Städte und Gemeinden bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie in den Innenstädten unterstützt.

Nach Angaben aus dem Lohner Rathaus konzentriert sich die Stadt auf die Aufwertung des öffentlichen Raumes und auf die Durchführung von hochwertigen Veranstaltungen beziehungsweise neuartigen Angeboten in der Innenstadt. Damit langfristig gute Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in der City vorherrschen, soll zudem die Infrastruktur gestärkt werden.

Mehr Aufenthaltsqualität am Industriemuseum: Ein Lohne-Schriftzug fungiert als Eyecatcher und Fotomotiv. Visualisierung: Kolhoff LandschaftsarchitektenMehr Aufenthaltsqualität am Industriemuseum: Ein "Lohne"-Schriftzug fungiert als Eyecatcher und Fotomotiv. Visualisierung: Kolhoff Landschaftsarchitekten

Dies alles geschehe aus der Überzeugung heraus, dass die Innenstadt mehr als nur ein Ort des Handels ist. "Sie soll als Begegnungszentrum, Veranstaltungsort, Dreh- und Angelpunkt der Kommune dienen, sozusagen die kulturelle Mitte der Stadt sein: Hier sollen sich Menschen aller Schichten, Altersgruppen und Nationalitäten treffen, miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam an Veranstaltungen teilnehmen und Erlebnisse miteinander teilen."

Aber was ist konkret geplant? Die Stadt Lohne will nach eigenen Angaben insgesamt 5 Projekte anschieben, deren Umsetzung von der Förderzusage durch die NBank abhängt: die Neugestaltung des Vorplatzes vor dem Industriemuseum Lohne (IML), ein Straßentheater-Festival zum Stadtfest, neue Veranstaltungsinfrastruktur, die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung und die Digitalisierung der Stadtführungen.

Die Neugestaltung des IML-Vorplatzes: Die Fläche wird bisher vor allem als Parkplatz genutzt, obwohl sie dafür nicht vorgesehen ist. Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, sind die Installation von innovativen Sitzgelegenheiten – auf Schienen laufenden Bänken – und die Schaffung von Grüninseln, die Aufstellung von Fahrradständern und einem Infosystem geplant. Als Eyecatcher ist ein "Lohne"-Schriftzug angedacht, der als Fotomotiv genutzt werden kann. In Ergänzung dazu konzipiert die Firma "Oliver Christen Lichtplanung" aus Diepholz ein Beleuchtungskonzept, welches den Lückenschluss zur neu gestalteten Küstermeyerstraße schafft.

Straßentheater-Festival: Das Lohner Stadtfest soll um einen Veranstaltungstag erweitert und das Festival ergänzt werden. Damit die Besucherfrequenz in der Innenstadt erhöht wird und sowohl gastronomische Betriebe als auch der Handel davon profitieren, soll das Stadtfest künftig bereits am Samstagvormittag beginnen. Die Geschäfte erweitern hierfür ihre Öffnungszeiten. Für das Rahmenprogramm zeichnet die Stadt verantwortlich. Bei dem Festival sollen an verschiedenen Standorten in der Innenstadt Spielflächen geschaffen werden, an denen Jongleure, Artisten, Zauber- und Illusionskünstler, Feuerspucker und Seifenblasenkünstler mehrfach am Tag mit ihren Shows auftreten. Stelzenläufer verteilen Programmflyer und führen die Bürger zu den teils ungewöhnlichen Spielflächen.

Veranstaltungsinfrastruktur: Die Stadt schafft höhenverstellbare Bühnenpodeste, Zelte, Straßenüberspannungen, Sitzmöbel, Beachflags und anderes Equipment an. Dieses soll den Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem sind in der Lindenstraße zwei neue Unterflurverteiler für Strom vorgesehen.

Weihnachtsbeleuchtung: Die Stadt finanziert über "Perspektive Innenstadt" die Erweiterung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt. Die Mastmotive sollen an weiteren Straßenzügen und Plätzen ergänzt werden. Außerdem sind eine neue Beleuchtung der beiden großen Tannen am Marktplatz, neue Straßenüberspannungen in der Fußgängerzone und in den umliegenden Straßen sowie eine Beleuchtung der Zugänge zur Innenstadt geplant. Auch soll das Haus Uptmoor ganzjährig mit Bodenstrahlern illuminiert werden.

Digitalisierung der Stadtführungen: Die allgemeine Führung zu Sehenswürdigkeiten und die Stadtführung zu Luzie Uptmoor sollen digitalisiert werden. Die Bürger können dann mit ihrem Smartphone QR-Codes scannen (alternativ: Telefonnummer wählen) und unabhängig von den klassischen Führungen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Ausstellungsobjekten abrufen. Hierbei handelt es sich vor allem um Ton-, aber auch weiterführendes Bild- und Textmaterial.

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