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Das "Kirche(n)mobil" soll Kirche sichtbar machen

An einer Rikscha der Pfarrgemeinde St. Andreas Cloppenburg laden engagierte Christen zum Gespräch ein. Am 4. November (Donnerstag) wird auf dem Wochenmarkt Werbung für die Pfarreiratswahl gemacht.

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Eine alte Rikscha als „Türöffner“: Ehrenamtliche, Pfarreirat und Gemeindecaritas wollen ihre katholische Pfarrgemeinde St. Andreas an ungewöhnlichen Plätzen zeigen. Foto: Kühn

Eine alte Rikscha als „Türöffner“: Ehrenamtliche, Pfarreirat und Gemeindecaritas wollen ihre katholische Pfarrgemeinde St. Andreas an ungewöhnlichen Plätzen zeigen. Foto: Kühn

Mit der Initiierung und Durchführung sozialer Aktionen in der Pfarrgemeinde St. Andreas haben Luzia Hogeback, Helga Menke und Marietta Preuth bereits Erfahrung. Zuvor als ehrenamtliche Soziallotsen engagiert, hatten sie direkt vor der Coronakrise die Aktion "Kaffee für Zwei" ins Leben gerufen. Die Erwerber eines Gutscheines, der in mehreren Cafés in Cloppenburg einlösbar war, kauften gleich 2 Tassen Kaffee: Eine für sich selbst, die zweite ging als Spende an einen Bedürftigen. "Die Aktion lief gut, fiel aber mehr oder weniger der Corona-Pandemie zum Opfer", berichtet Hogeback. Die 3 Frauen wollten sich weiter engagieren, und haben gemeinsam mit Simone Elschen von der Gemeindecaritas Cloppenburg ein neues Projekt, das "Kirche(n)mobil St. Andreas", mit aus der Taufe gehoben.

Im Zentrum steht eine alte Rikscha, von der niemand mehr genau weiß, wie sie eigentlich in die Garagen der Pfarrgemeinde gelangte. Das Gefährt wurde hergerichtet und soll nun "ungewöhnliche Begegnungsräume für und mit Kirche" schaffen, sagt Caritasreferentin Elschen. Die Rikscha soll vor allem zeigen, dass die katholische Kirche in Cloppenburg mobil ist, sich bewegen will und kann. Für die 3 Frauen ist das alte Dreirad, das auf dem Supermarktparkplatz, in der Innenstadt oder anderen Orten aufgefahren, dorthin "bewegt" werden kann, eine gute Möglichkeit, Kirche "sichtbar zu machen", erklärt Preuth. "Wir wollen die Idee von Kirche vorstellen, die Idee von Caritas aufzeigen", sagt Menke, "wir können zeigen, was Kirche eigentlich alles macht, für Menschen, die man sonst nirgendwo sieht."

Ehrenamtliche wollen Menschen erreichen, die sie über kirchliche Angebote nicht ansprechen können

"Wir hoffen, Menschen zu erreichen, die sonst nicht mehr zu uns kommen", erläutert Elschen weiter. "Menschen, die wir weder in der Kirche noch im Forum noch über Caritas oder andere kirchliche Angebote ansprechen können." Über die Rikscha, an der die Ehrenamtlichen auch Kaffee ausschenken wollen, soll das Gespräch gesucht werden. "Wenn die Menschen nicht zu uns kommen, dann muss Kirche halt mobil sein, zu den Menschen gehen", sagt Günter Kannen vom Pfarreirat. Er kennt die stetig gesunkene Gottesdienstbeteiligung, die heute in St. Andreas nur noch bei 8,6 Prozent läge – und das "war vor Corona". Wenn Kirche "die Leute nicht abholt, am Ende nur noch der heilige Rest kommt" – dann sei die Institution nicht mehr zu retten.

Gruppen der Kirchengemeinde können die Rikscha im Forum buchen

Die Rikscha wird allen Gruppen der Kirchengemeinde zur Verfügung stehen. Diese sollen das Gefährt vielfach für die eigene Vorstellung nutzen, die "Kirche vor Ort" zeigen. Das Projekt wird im Rahmen der Aktion "Gute Idee" des Offizialats in Vechta auf Dauer angelegt sein. Eine Buchung ist über das Forum St. Andreas in der Sevelter Straße möglich.

Seinen "ersten Einsatz" wird das "Kirche(n)mobil" auf dem Cloppenburger Wochenmarkt am Donnerstag, 4. November, haben. Von 14 bis 18 Uhr werden Ehrenamtliche des Wahlausschusses auf die Pfarreiratswahl aufmerksam machen und gerne auch Fragen dazu beantworten. Gewählt werden soll der Rat (eigentlich) am 6. und 7. November. Die Wahlunterlagen sollten inzwischen bei allen Wahlberechtigten eingetroffen sein. Der Wahlausschuss wird die Wahlurne in die Stadtmitte mitbringen, so Pfarreiratsvorsitzende Theresia Klinke. Dann können Wähler ihre Briefwahlunterlagen auch an der Rikscha einwerfen.

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