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Das Huntestadion erstrahlt in neuem Glanz

Nach fast zweijähriger Arbeit ist die Sportanlage neu eröffnet worden. Möglich wurde das Projekt, weil viele Beteiligte an einem Strang gezogen haben. Auch das wurde jetzt gefeiert.

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Besonderer Anlass: Zahlreiche geladene Gäste feierten gemeinsam die Einweihung des Stadions. Dazu zählten (vorne von links) unter anderem  Foto: Seelhorst

Besonderer Anlass: Zahlreiche geladene Gäste feierten gemeinsam die Einweihung des Stadions. Dazu zählten (vorne von links) unter anderem  Foto: Seelhorst

Eine Idee, die 2017 ihren Anfang nahm und sich zu einem Ausdauerlauf über mehrere Jahre entwickelte, hat am Samstag endlich seinen langersehnten Zieleinlauf gefeiert:  Die Rede ist von der Neueröffnung des Huntestadions vom TuS Frisia Goldenstedt. Zahlreiche technische Neuerungen und Komfortverbesserungen hielten Einzug und lassen nun die Sportanlage wieder in neuem Glanz erstrahlen – und das nicht nur dank der neuen LED-Flutlichter.

„Es ist für uns alle ein Tag der Freude. Egal, in welches Gesicht ich heute blicke, alle sehen positiv in die Zukunft unseres TuS Frisia Goldenstedt, denn die erforderlichen Weichen sind hierfür gestellt“, verkündete Martin Meyer, erster Vorstandsvorsitzender des TuS Frisia. Ziel war es für Meyer, den Verein für die Zukunft zu rüsten. Dazu gehört zusätzlich zu einem jungen und agilen Vorstand auch ein dementsprechend ausgestattetes Stadion.

Dieser Aufgabe nahm er sich an und fungierte seitdem als treibende Kraft hinter dem Projekt. Der Rückhalt innerhalb der Gemeinde war ihm sicher, doch Fördergelder zu generieren, das gestaltete sich schwierig, erzählt Martin Meyer. Er schaffte es jedoch nach mehreren Rückschlägen, als damaliger Schulausschussvorsitzender die Schulen mit ins Boot zu holen, den Schulsport wieder zurück ins Stadion zu verlegen und den Rat zu überzeugen, die Maßnahmen zu bewilligen. Auch die LzO Goldenstedt, die Volksbank Goldenstedt und die Werner-Heuer-Stiftung traten als Sponsoren des Projekts auf.

Die Kosten von Umbau und Sanierung des Huntestadions belaufen sich auf 696.680 Euro, berichtete der Frisia-Vorsitzende im Vorfeld. Davon entfallen 460.000 Euro auf die Gemeinde Goldenstedt, 87.750 Euro auf den Kreis- und Landessportbund sowie 148.930 Euro auf den TuS Frisia Goldenstedt. Der Vereinsanteil speist sich aus Sponsoren, Eigenkapital und vor allem zahlreichen Eigenleistungen.

Das Ergebnis der 24 Monate andauernden Umbaumaßnahmen kann sich sehen lassen: Sturmschäden wurden beseitigt und neuer Bäume gepflanzt. Ein neuer Zaun, Hecken und eine neue Pflasterung vor dem Friesen-Grill wurden angeschafft. Zwei Beregnungsanlagen, neue Trainerbänke, neue Verglasung für die Gymnastikhalle, eine digitale Zeit- und Ergebnisanzeige und neue LED-Flutlichter wurden installiert. Hinzu kamen ein Beachfeld für Soccer, Hand- und Volleyball, ein Boule-Feld, ein Basketballplatz samt mobiler Sprungmatte und zu guter Letzt eine neue moderne Kunststofflaufbahn inklusive dazugehöriger Abwasser- und Zisterneneinrichtungen. Sie ersetzt die alte Aschenlaufbahn aus den 1950er Jahren.

Bei den Umbauten trat der Verein selbst als Bauträger auf und hat auch viele Arbeiten wie Erdaushub und Pflasterungen selbst übernommen. Als beispielsweise die neuen Scheinwerfer nicht auf die alten Traversen montiert werden konnten, ließ Meyer erneut seine Kontakte spielen und konnte das Problem mit Hilfe von Landmaschinen Melle innerhalb weniger Tage beheben. „So etwas geht nur auf dem Dorf mit kurzen Dienstwegen“, scherzte er. Ansonsten verliefen die Arbeiten aber weitgehend problemlos.

Das Beachfeld ist bereits voll ausgelastet: Die Neuerungen im Stadion werden sehr gut angenommen.Das Beachfeld ist bereits voll ausgelastet: Die Neuerungen im Stadion werden sehr gut angenommen.

Meyer lobte außerdem das ehrenamtliche Engagement vieler Vereinsmitglieder und Freunde wie beispielsweise von Joseph Riesenbeck, der ihm seit 35 Jahren zur Seite steht. „Er kennt die alten Bauten und weiß zum Beispiel genau, wo die Kabel liegen“, erzählt Meyer. „Man kann immer zu ihm kommen, wenn man Hilfe braucht.“

„Es bedarf einer starken Sportgemeinschaft, um so etwas auf die Beine zu stellen“, lobte Alfred Kuhlmann, Bürgermeister der Gemeinde Goldenstedt, während der Einweihungszeremonie. „Wir können glücklich sein, dass Goldenstedt so eine moderne Anlage hat.“ Ähnlich lobende Worte fand auch Landrat Tobias Gerdesmeyer: „Der TuS Frisia ist mehr als nur ein Sportverein“, sagte er in seiner Ansprache. Auch zwei Vertreter der Kirche, Pfarrerin Elke Koopmann und Dechant Martin Knipper, waren anwesend. Nach den Reden und Danksagungen nahmen sie die Segnung des Stadions vor.

Mittlerweile 1194 aktive Mitglieder in 17 Abteilungen

Die Neuaufstellung des Vereins fand mit der Einweihung seinen krönenden Abschluss. Zuvor nur über Fußball und Handball definiert, zählt der TuS Frisia mittlerweile 17 Abteilungen und 1194 aktive Mitglieder. Ein neues Ziel sei es, laut Meyer, die Leichtathletik auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Schulen zu forcieren.

Nach den Ehrungen für Vereinstreue fand nach langer Pause das jährliche Sport- und Familienfest statt. Coronabedingt musste die Veranstaltung mehrfach ausfallen. Dabei waren alle Abteilungen des TuS Frisia, wie Leichtathletik, Turnen oder die B-Jugend, vertreten. Die Kinder bekamen einen Laufzettel, wurden fotografiert und besuchten dann neun verschiedene Stationen. Wenn sie alle Stationen absolviert hatten, bekamen sie eine Tasse mit dem Vereinslogo und ihrem zuvor fotografierten Gesicht überreicht. Um 17 Uhr fand das Hauptspiel der 2. Herrenmannschaft gegen den 1. FC Varenesch statt, bis der Tag mit einem gemeinsamen Barbecue, Live-Musik und Freigetränken ausklang.

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