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Das Franziskushaus wird zum Olympiastadion

Wegen Corona muss das traditionelle Zeltlager der Friesoyther Messdiener zum 2. Mal in Folge zu Hause stattfinden. Und dann spielt bei der Auftakt-Olympiade noch nicht einmal das Wetter mit.

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Schubkarre: Neele Knelangen (rechts) schiebt „Schubkarre“ Isabell Meins durch den Parcours im Franziskushaus. Die Olympiade war am Montag Auftakt zum „Zeltlager Zuhause 2.0“ der Messdienergemeinschaft St. Marien Friesoythe. Foto: Stix

Schubkarre: Neele Knelangen (rechts) schiebt „Schubkarre“ Isabell Meins durch den Parcours im Franziskushaus. Die Olympiade war am Montag Auftakt zum „Zeltlager Zuhause 2.0“ der Messdienergemeinschaft St. Marien Friesoythe. Foto: Stix

Isabell Meins kämpft. Als Schubkarre muss die 11-Jährige sich, angeschoben von Neele Knelangen, durch den Parcours im Franziskushaus quälen. Vom Start geht es um den Tisch rum, dann Richtung Fenster, unter einer Tischreihe hindurch, zurück zum Fenster und danach noch durch den Slalom. 2-mal muss Isabell abbrechen, wegen der Anstrengung, vor allem aber, weil sie vor Lachen nicht mehr weiterkommt. 

Isabell und Neele bilden zusammen mit Antonia Grever bei der Zeltlager-Olympiade der Friesoyther Messdiener das Team INA. Insgesamt 9 Stationen müssen die 3 im Wettkampf gegen die anderen Teams absolvieren. Eierlaufen gehört dazu, Sackhüpfen, Dosenwerfen, Teebeutelweitwurf, ein Schätzspiel und 3 Geschicklichkeitsspiele. In jeder Disziplin können Punkte gesammelt werden, für die Punktbesten gibt es am Ende eine Siegerehrung.

Das "Zeltlager Zuhause 2.0" läuft noch bis Freitag

Team INA muss allerdings noch bis Freitag warten bis die Mitglieder wissen, ob sie sich Olympiasieger nennen dürfen oder ob beispielsweise Jonathan Ottersberg und Henry Appel, die als "Die 2 Menschen" antreten, die Nase vorn haben. Denn das "Zeltlager Zuhause 2.0" läuft noch bis Freitagnachmittag. Und da stehen neben einem gemeinsamen Backen, Kino und der Lagerrunde noch 4 weitere Wettbewerbe auf dem Programm: das Chaos- und das Adventurespiel, bei denen knifflige Fragen und Aufgaben gelöst werden müssen, das Omisuchspiel, bei dem verkleidete Oberministranten, die Omis, vor den Zeltlager-Kids auf der Flucht sind, und das Geochaching. Hier geht es darum, anhand von Fotos Orte zu identifizieren und die dort versteckten Dosen zu finden.

Eigentlich sollte das traditionelle Zeltlager für die Kinder auch als solches stattfinden: eine Woche weg von zu Hause und mit bis zu 80 anderen Kindern spielen, toben, singen und Gemeinschaft erleben. "Davon haben wir uns aber schon vor einem halben Jahr verabschiedet", sagt Anne Behrens, die das 2. "Zeltlager Zuhause" gemeinsam mit Johanna Lamping federführend organisiert hat. "Wir konnten Anfang des Jahres ja einfach nicht wissen, wie es mit Corona weitergeht, ob also ein gemeinsames Lager im August möglich ist." 

Franziskushaus wird zum Olympiastadion

Deshalb haben sich die Omis frühzeitig für das nach 2020 dann 2. "Zeltlager Zuhause" entschieden. "Damit waren wir von Anfang an auf der sicheren Seite und konnten vernünftig planen, damit wenigstens diese Zeltlager-Variante stattfinden kann", sagt Behrens. Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen, dass die Entscheidung richtig war.

Bis auf das gemeinsame Backen sollen eigentlich alle Veranstaltungen im Friesoyther Stadtpark und in der Innenstadt stattfinden. Da aber spielte am Montag das Wetter nicht mit, sodass kurzfristig das Franziskushaus zum Olympiastadion umfunktioniert wurde. "Und die Vorhersage sieht ja auch für den Rest der Woche nicht so toll aus", bedauert Behrens. "Wir treffen uns mit den Teilnehmern deshalb jedes Mal am Franziskushaus und entscheiden kurzfristig, wo wir hingehen."

23 Kinder haben sich für das Zeltlager angemeldet, außer Montag und Freitag finden jeden Tag 2 Veranstaltungen statt. Bei jeder einzelnen gibt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Stempel, und wer die meisten Stempel hat, darf sich am Ende auf eine kleine Überraschung freuen. Sollte Team INA also nicht "Olympiasieger" werden, bleibt immer noch die Hoffnung auf den Gesamtsieg.

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