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Das "FranceMobil" soll Schülern Lust auf Französisch machen

Die Lektorin Sascha Leclercq war an der Johann-Comenius-Schule in Cloppenburg zu Gast. Spielerisch will sie Schüler motivieren, Französisch zu lernen.

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Süßigkeiten zum Abschluss: Sascha Leclercq vermittelte den Schülern spielerisch die französische Sprache. Foto: Niemeyer 

Süßigkeiten zum Abschluss: Sascha Leclercq vermittelte den Schülern spielerisch die französische Sprache. Foto: Niemeyer 

Französisch kann frustrierend sein. So sehr, dass Schüler die Fremdsprache wieder aufgeben, weil sie sich entmutigt fühlen. "Schüler haben oft das Gefühl, sie lernen es nie richtig", erklärt Sascha Leclercq. Dabei wüssten sie oft nicht, wie gut sie schon Französisch können. Um ihnen Mut zu machen, ihnen Frankreich, die Sprache und Kultur näherzubringen, reist die 28-jährige Französin mit dem "FranceMobil" durch Niedersachsen - von Schule zu Schule. Am Dienstag war sie zu Besuch in der Johann-Comenius-Oberschule in Cloppenburg.

Mit Spielen und Präsentationen vermittelte sie den Schülern ihr Heimatland und ihre Heimatsprache. Für die Siebt- und Achtklässler war der spielerische Ansatz Leclercqs eine willkommene Abwechslung. Ein wenig schüchtern saßen sie zunächst im Kreis in der Mensa. Ein kurzes Aufwärmspiel lockerte die Stimmung aber schnell auf. Anschließend traten die Schülerinnen und Schüler gegeneinander an und mussten eingeblendete Sätze aus französischen Liedern heraushören. Sobald einer einen Satz herausgehört hatte, rannte er in die Mitte, griff sich den dort liegenden Würfel und nannte die Lösung. Kindern mit Migrationshintergrund falle das Spiel oft leichter, erklärt Leclercq. Sie hätten ein besseres Sprachgefühl, weil sie meist schon mehrere Sprachen kennengelernt haben. 

FranceMobil erreichte schon 1,4 Millionen Schüler

Leclercq ist in Westfrankreich aufgewachsen und hat Literaturwissenschaften in Bamberg studiert. Sie lebt seit 10 Jahren in Deutschland. Nach ihrem Masterabschluss hat sie sich dem "Abenteuer" FranceMobil angeschlossen, wie sie sagt. Das FranceMobil wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft angeboten. Schon seit 20 Jahren reisen junge Lektorinnen und Lektoren wie Sascha Leclercq durch Deutschland. 1,4 Millionen Schüler und 17.000 Schulen haben sie in der Zeit schon besucht, heißt es in einer Mitteilung.

Wer Französisch lernt, hat bessere Ausbildungsmöglichkeiten, erklärt Mila Vibe, Französischlehrerin an der Oberschule. Sie findet es schade, wenn Schüler sich gegen eine Fremdsprache entscheiden. In diesem Jahr hätten mehr Schüler Französisch wieder abgewählt, als sonst. "Dadurch verpassen sie viele Möglichkeiten", so Vibe. Manchmal reiche allerdings nur ein kleiner Ansporn, und die Schüler finden ihren Spaß an der Fremdsprache. Gerade Motivation sei enorm wichtig beim Lernen.

Austauschprogramm in Planung

Leclercq will diese Motivation wecken. Für jede Altersklasse hat sie eigene Präsentationen und Spiele mit im Gepäck. Wichtig sei es, die Hürde zum Mitmachen möglichst niedrig zu halten. Niemand soll sich ausgeschlossen fühlen, alle zum Mitmachen angespornt werden. Auch die französische Kultur will Leclercq den Schülern näherbringen. Viele verbinden mit Frankreich feste Bilder, wie Croissants, Paris und vielleicht das Disneyland, sagt sie. Dabei habe die französische Kultur viel mehr zu bieten.

Nach der langen Corona-Pause sei für das nächste Jahr wieder ein Frankreich-Ausflug in Planung, sagt Lehrerin Vibe. Und auch ein Austauschprogramm könnte vielleicht bald an den Start gehen. Dann haben die Schüler die Möglichkeit, Frankreich mit eigenen Augen kennenzulernen.

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