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Das Dörp-Echo ist so dick wie nie zuvor

Tief in die Geschichte der Gemeinde ist die Redaktion des Cappelner Heimatvereins einmal mehr eingetaucht. Auch aktuelle Themen werden aufgegriffen.

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Erster Empfänger: Wolfgang Hartke (2. von rechts) nahm das druckfrische Dörp-Echo aus den Händen des Heimatvereinsvorsitzenden Gregor Brokamp entgegen. Aus dem Redaktionsteam waren Manfred Plog (rechts) und Andreas Lünsmann dabei, aus dem Vorstand Ria Thomas. Foto: Vorwerk

Erster Empfänger: Wolfgang Hartke (2. von rechts) nahm das druckfrische Dörp-Echo aus den Händen des Heimatvereinsvorsitzenden Gregor Brokamp entgegen. Aus dem Redaktionsteam waren Manfred Plog (rechts) und Andreas Lünsmann dabei, aus dem Vorstand Ria Thomas. Foto: Vorwerk

Wer sich das neue Dörp-Echo des Cappelner Heimatvereins zu Gemüte führen möchte, der muss sich ein wenig Zeit nehmen. War im vergangenen Jahr schon von einem Rekordumfang gesprochen worden, ist die aktuelle Ausgabe noch einmal etwas dicker ausgefallen. Auf über 200 Seiten gibt es unter anderem einen Jahresrückblick, einen umfangreichen Pressespiegel und geschichtlich Interessantes zu lesen.

Die erste Ausgabe wird von Vorstand und Redaktion traditionell einer verdienten Person aus der Gemeinde Cappeln übergeben, und dieses Attribut hätte für Wolfgang Hartke nicht passender gewählt werden können. Nachdem Alfons Marischen vor 4 Jahren verstorben war, hat Hartke die Radwandergruppe übernommen. Er ist seit 1982 Mitglied im Heimatverein, und selbst Corona konnte ihn und sein Team nicht abschrecken, immer wieder interessante neue Ziele zu finden und dazu passend jeweils eine Tour zu organisieren. 270 Ausflüge sind es seit der Gründung vor rund 24 Jahren geworden, viele weitere Radtouren sollen in der Zukunft noch folgen.

Recherche gestaltete sich teils aufwändig

Das Redaktionsteam mit Rudolf Arkenau, Eduard Bührmann, Dr. Otto Hachmöller, Andreas Lünsmann, Gerd Menke, Manfred Plog und Monika Sommer hat in den vergangenen Monaten eine Menge Arbeit geleistet, und die Recherche stellte sich manchmal als schwieriger heraus, als zunächst angenommen. Zur Titelgeschichte "125 Jahre Küchen aus Cappeln" etwa erklärt Manfred Plog: "Die Aufarbeitung der Geschichte erwies sich mühevoller als gedacht, da vor allem die ältere Geschichte des Unternehmens nur fragmentartig vorhanden war. Aber die Arbeit hat sich gelohnt."

Am 1. Mai 1896 wurde der Meisterbetrieb von Heinrich Beckermann eröffnet. Auf Schlafzimmermöbeln lag zunächst der Fokus, und in Cloppenburg entstand später das Möbelgeschäft, das als "Beckermann Einrichtungshaus" bekannt war. Als 1902 die erste Holzbearbeitungsmaschine angeschafft wurde, erfolgte der Antrieb teils über Pferde und einen Göpel. In den folgenden Jahrzehnten gab es Produktionsstätten in Hemmelte, Werl sowie in Kanada und Frankreich. Höhen und Tiefen wurden durchlebt, und heute ist Beckermann weltweit eine gefragte Marke. Die 230 Mitarbeiter produzieren jährlich 18.000 Küchen, von denen 67 Prozent in den Export gehen. 

Vereinen wird ein breiter Raum gegeben

Traditionelle Handwerksbetriebe gibt es noch mehr in der Gemeinde Cappeln, und so wird auch die Entstehung und Entwicklung des Autohauses Hannöver näher beleuchtet und die noch recht junge Geschichte von Elektro Tensing dargestellt. Den Vereinen wird ein breiter Raum gegeben, um ihre Aktionen vorzustellen, aber auch Ehejubilare werden vorgestellt, und es gibt einen Nachruf auf Sr. M. Gerhildis.

Das Jagdwesen wird ebenfalls beleuchtet, und dabei wird an den Schießstand für die Jägerschaft erinnert. 1935 wurde der Bau durch die Nationalsozialisten unterstützt, die dabei weniger das Weidwesen als den Umgang mit der Waffe gefördert sehen wollten. Bis 1970 war die Anlage in Betrieb. Mehr Geschichte, Berichte aus dem Vereinsleben, der Schulen und der Feuerwehr runden die 28. Ausgabe des Dörp-Echos ab.

Info: Verkaufsstellen sind: Rathaus, Vaske-Thölking, Lambertus Möller. Buchhandlung Terwelp (Cloppenburg), Voll-Gut, Büroservice Wagner, Flora-Apotheke, Bäckerei Knappe, Combi und Kühling (Sternbusch).

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