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Das Astrid-Lindgren-Haus in Lohne ist ein Schutzraum für Kinder

Von Lönneberga bis Bullerbü: Die neue Einrichtung des evangelischen Kinderdorfs Johannesstift bietet eine Kinderwohngruppe sowie eine Kleinkindgruppe für Clearing und Inobhutnahme.

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Eine sichere Perspektive für Kinder: Bei der Einweihung des Astrid-Lindgren-Hauses in Lohne anwesend waren (von links) Henrik Rotermund (Büro Pölking & Theilen), Matthias Reinkober (Stadt Lohne), Anne Kühling, Anna Niegmann, Michaela Kieselhorst, Katharina Aschwer (alle Johannesstift), Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Thomas Zellner und Fridtjof Amling (beide Johannesstift). Foto: Timphaus

Eine sichere Perspektive für Kinder: Bei der Einweihung des Astrid-Lindgren-Hauses in Lohne anwesend waren (von links) Henrik Rotermund (Büro Pölking & Theilen), Matthias Reinkober (Stadt Lohne), Anne Kühling, Anna Niegmann, Michaela Kieselhorst, Katharina Aschwer (alle Johannesstift), Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer, Thomas Zellner und Fridtjof Amling (beide Johannesstift). Foto: Timphaus

Das evangelische Kinderdorf Johannesstift hat die Einweihung des Astrid-Lindgren-Hauses in Lohne gefeiert. Die neue Außenstelle an der Pariser Straße bietet einen Schutzraum für die Schwächsten. In der Wohngruppe "Lönneberga" leben künftig bis zu fünf Babys, Kleinkinder und Kinder während eines Clearings oder einer Inobhutnahme. In der Wohngruppe "Bullerbü" wachsen bis zu sieben Kinder von 3 bis 8 Jahren in einem geschützten Umfeld auf.

Die Andacht während der Einweihungsfeier hielten der evangelische Pfarrer Fridtjof Amling aus Dinklage, der Vorsitzender des Trägervereins der Einrichtung der freien Jugendhilfe ist, sowie sein katholischer Amtskollege Sebin Kollikolavil, ebenfalls aus der Stadt am Burgwald. Amling erinnerte an die Genese des Projekts, an dessen Ende ein "schmuckes und funktionsfähiges Haus" stehe. Er wünschte sich, dass die Kinder, die schon einige Brüche erlebt und Hindernisse überwunden hätten, in den Wohngruppen "große Unterstützung für ihren Lebensweg" erhalten.

Projektleiter Henrik Rotermund vom Architektur- und Ingenieurbüro Pölking & Theilen aus Lohne nannte einige Details zum Gebäude. So seien aufgrund der "eng gestrickten Vorgaben" der Behörden einige Entwürfe notwendig gewesen, um letztlich 750 Quadratmeter Wohnfläche zu erhalten. Merkmale einer nachhaltigen Bauweise seien die Dachbegrünung sowie die Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. In Kombination mit einer Erdwärmeheizung sei der KfW-40-plus-Neubau "nahezu energieautark".

Nachbarn stehen der Einrichtung positiv gegenüber

Diplom-Ingenieur Franz-Josef Theilen übergab den symbolischen Schlüssel an die künftige Leiterin Katharina Aschwer. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und wünschte den Kindern ein "friedliches Zuhause".

Für Tobias Gerdesmeyer war es einer der letzten Termine als Lohner Bürgermeister. Der neue Vechtaer Landrat nannte das Astrid-Lindgren-Haus ein "tolles und besonderes Projekt". Auch er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Johannesstift. Kindern, die in ihrem jungen Leben schon einiges erlebt haben, ein familiäres Umfeld zu bieten, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Lage mitten im Wohngebiet ermögliche Begegnungen. Laut Gerdesmeyer stünden die Nachbarn der Einrichtung positiv gegenüber. So könne die Verbindung für beide Seiten ein Gewinn werden.

Viele Worte des Dankes gehen an Ralf Kurzweg

Thomas Zellner, Leiter der Jugendhilfe-Einrichtung, bedauerte es, dass es aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich gewesen sei, einen Tag der offenen Tür auszurichten. Eine Ausstellung über die Namensgeberin Astrid Lindgren werde vermutlich demnächst nachgeholt. Vor 4 Jahren, so Zellner, habe man gemeinsam mit dem Vorstand des Trägervereins eine Agenda "Johannesstift 2025" entwickelt. Ein Baustein dieses Zukunftsplans sei eine Wohngruppe für Kinder gewesen, die nun deutlich früher Realität werde. "Ohne die offenen Türen in Lohne wäre dies nicht möglich gewesen." 

Zellner wie auch die weiteren Redner bedankten sich bei Ralf Kurzweg. Der stellvertretende Johannesstift-Vorsitzende war krankheitsbedingt nicht anwesend. Er hatte sich mit seiner Erfahrung und seinen Kontakten bei dem Projekt eingebracht – und maßgeblich zur Realisation beigetragen.

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