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Das Apfel- und Mostefest des Nabu Lohne ist ein Besuchermagnet

Hunderte Gäste kamen nach Südlohne, um mit der Ortsgruppe das 111-jährige Bestehen und "25+1 Jahre Roter Münsterländer" zu feiern. Auf dem idyllischen Areal gab es allerhand zu entdecken.

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Ein Beitrag zur Artenvielfalt: Anni Averbeck nimmt Wildblumen als Geschenk für den eigenen Garten mit. 50 Pakete verschenkten Ludger Frye (Mitte), Bernd Ziesmer und Co.  Foto: Röttgers

Ein Beitrag zur Artenvielfalt: Anni Averbeck nimmt Wildblumen als Geschenk für den eigenen Garten mit. 50 Pakete verschenkten Ludger Frye (Mitte), Bernd Ziesmer und Co.  Foto: Röttgers

Doppelten Grund zum Feiern hatte am Sonntag die Ortsgruppe Lohne des Naturschutzbundes (Nabu) beim Apfel- und Mostefest. 2022 kann der Nabu Lohne auf 111 Jahre des Bestehens zurückblicken. Die Ortsgruppe ist damit eine der ältesten, heute noch existierenden Naturschutzverbindungen – nicht nur innerhalb des Nabu in Deutschland, sondern überhaupt. Außerdem besteht das Streuobstwiesen-Projekt "Roter Münsterländer“ nunmehr seit "25+1" Jahren.

Konrektor Heinrich Lückmann gründete 1911 die erste Ortsgruppe Lohne des Bundes für Vogelschutz. Lückmann verband sein persönliches Engagement eng mit dem Verschönerungsverein, dem heutigen Heimatverein Lohne. Im Vogelschutzbund und im Heimatverein war er zugleich Vorsitzender. 1913 wurde der Heimatverein als Besonderheit ein "lebenslanges Mitglied" im Nabu.

Der Name "Roter Münsterländer" stammt von einer alten regionalen Apfelsorte, die lange Zeit im Oldenburger Münsterland weit verbreitet war. Es handelt sich um einen langlebigen, wenig krankheitsanfälligen Apfelbaum, dessen Früchte sehr schmackhaft und lange lagerfähig sind.

2022 war im Oldenburger Münsterland ein sehr gutes Apfeljahr

Der Sonntag stand voll und ganz im Zeichen des Apfels: Ob leckerer Apfelkuchen, Äpfel und Birnen zum einfachen Verzehr oder der zu 100 Prozent naturbelassene Apfelsaft – das ließen sich Hunderte von Gästen schmecken. Die ersten Besucher waren bereits weit vor der eigentlichen Eröffnung erschienen, um sich die besten Plätze zu sichern, freute sich der Vorsitzende Ludger Frye. Nebenbei erhielten die Gäste des Apfel- und Mostefests bei einem Rundgang über die Streuobstwiesen viele Tipps, die Frye lehrreich vermittelte.

Das rund 2 Hektar große Areal hatte viel zu bieten. Frye berichtete von einem „sehr guten Apfeljahr“. Zwar seien die Früchte wegen der langen Trockenheit teilweise etwas kleiner als sonst, doch der Geschmack sei hervorragend. Auf dem Gelände sind etwa 130 Obstbäume zu finden, davon etwa 90 alte Sorten, für die noch die Übernahme von ein paar wenigen Patenschaften möglich ist. Apropos mitmachen: Für eine Kinder- und später vielleicht sogar eine Jugendgruppe sucht der Nabu eine Leitung, um etwa 10 bis 12 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren zu betreuen.

Ob Nisthilfen für unterschiedliche Vogelarten und Wildbienen, blüten- und beerenreiche Büsche, eine von der Naturschutzjugend einst gebaute Lehmhütte – ja selbst ein Turmfalke brüte regelmäßig auf dem idyllischen Gelände in Südlohne. "Lediglich auf den Weißstorch warten wir noch", sagte Frye und wies auf eine entsprechende Nisthilfe. 

Ein Besuchermagnet: Das Apfel- und Mostefest der Nabu-Ortsgruppe Lohne zog Hunderte Gäste nach Südlohne. Foto: RöttgersEin Besuchermagnet: Das Apfel- und Mostefest der Nabu-Ortsgruppe Lohne zog Hunderte Gäste nach Südlohne. Foto: Röttgers

Fakten

  • Seit 2005 führt Ludger Frye die Nabu-Ortsgruppe Lohne als Vorsitzender an.
  • Sein Stellvertreter ist Dr. Donal Murphy-Bokern. Ludger Egert führt die Kasse, Christoph Beck ist Schriftführer. Siegfried Tilgner ist für das Projekt "Roter Münsterländer" verantwortlich.
  • Die Lohner Nabu-Ortsgruppe zählt aktuell 726 Mitglieder, kreisweit sind es 4400.

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