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Das Andreaswerk übernimmt die Trägerschaft des Kindergartens an der Vogtstraße

Die Einrichtung trägt künftig den Namen St. Johannes. Bis zu 35 Kinder können betreut werden. Die derzeit am Standort ansässige Kita St. Anna zieht im Sommer an die Von-Stauffenberg-Straße.

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Der Vertrag ist unterzeichnet: (von links) Gert Kühling (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Siegfried Böckmann (Leitung Kindergärten/Frühförderung) und Sebastian Wolke (Leiter des Amtes für Familie und Soziales) informieren über die Entwicklung. Foto: Timphaus

Der Vertrag ist unterzeichnet: (von links) Gert Kühling (Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters), Siegfried Böckmann (Leitung Kindergärten/Frühförderung) und Sebastian Wolke (Leiter des Amtes für Familie und Soziales) informieren über die Entwicklung. Foto: Timphaus

Die Arbeiten für die neue Kindertagesstätte St. Anna in Lohne liegen im Zeitplan. Im Sommer zieht die Einrichtung, die bisher auf zwei Standorte verteilt ist, in einen Neubau an der Von-Stauffenberg-Straße um. Circa 4,5 Millionen Euro investiert die Stadt in das Bauprojekt in Nachbarschaft zum Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth.

Während der Mobilbau an der Marienstraße ohnehin als Provisorium fungierte und zurückgebaut wird, war die Zukunft der Außenstelle an der Vogtstraße lange ungewiss. Das Grundstück, das sich in Eigentum der Stadt befindet, war zeitweise als Parkplatz oder Parkhaus im Gespräch. Doch die Dinge entwickelten sich anders und nun steht fest: Im Gebäude mit der Hausnummer 18 erklingt weiterhin heiteres Kinderlachen. Das Andreaswerk mit Sitz in Vechta übernimmt zum 1. August die Trägerschaft der Einrichtung, die künftig den Namen St. Johannes trägt. 

Über die Entwicklungen informierten jüngst in einem Pressegespräch der Allgemeine Vertreter Gert Kühling, der kommissarisch die Amtsgeschäfte im Lohner Rathaus führt, und der Leiter des Amtes für Familie und Soziales, Sebastian Wolke. Ebenfalls anwesend war Siegfried Böckmann, dem beim Andreaswerk die Leitung des Fachbereichs Kindergärten/Frühförderung obliegt. 

Die Stadt hofft auf ein wenig Entspannung

Laut Kühling ist in Lohne die Nachfrage nach Plätzen in der Kinderbetreuung weiterhin immens. Zwar habe bisher alles immer irgendwie gepasst, die Stadt habe keiner Familie je eine Absage erteilen müssen. Doch er gibt zu, dass es nicht schlecht wäre, "wenn wir mal ein wenig Luft bekommen". 

Wie Wolke erläutert, gewinnt die Stadt durch den Erhalt der Einrichtung neben dem Rathaus 30 bis 35 Kindergartenplätze im Vormittagsbereich. Es handelt sich nach seinen Angaben um die 13. Kindertagesstätte in Lohne. "Wir sind dankbar, dass die Übernahme so schnell geklappt hat." Nach dem jüngsten Ende der Anmeldewochen könne er aktuell noch keine Ergebnisse präsentieren. Doch Wolke ist überzeugt, dass jeder Platz mehr ein Gewinn für die Stadt ist und zur Entspannung der Situation beiträgt.

„Wir machen das, was die Kommune von uns verlangt.“Siegfried Böckmann, Leiter des Fachbereichs Kindergärten/Frühförderung beim Andreaswerk

Das Andreaswerk hatte schon länger Interesse am Betrieb einer Kita in Lohne geäußert. Umso glücklicher sei er, sagte Böckmann, dass es nun endlich geklappt habe. "Lohne ist damit die sechste Kommune im Landkreis Vechta, in der wir einen Standort unterhalten." Der Fachbereichsleiter lobt die Räumlichkeiten an der Vogtstraße, die sich ideal als Kindergarten eigneten. Es seien lediglich einige wenige Verschönerungsarbeiten notwendig.

Der neue Kindergarten St. Johannes war während der Anmeldewochen auf dem Portal "Little Bird" bereits auswählbar. Böckmann berichtet, dass die ersten Anmeldungen vorlägen. Zwei Gruppen mit bis zu 25 beziehungsweise 10 Kindern sind vorgesehen. Es liegt nach seinen Angaben kein Fokus auf Heranwachsende mit besonderem Förderbedarf. Über Sonderöffnungszeiten werde bei Bedarf diskutiert. "Wir machen das, was die Kommune von uns verlangt", sagt Böckmann.

Er führt aus, dass die schwierige Mitarbeitersuche gestartet sei. Um dem Mangel an verfügbaren Fachkräften entgegenzuwirken, arbeite das Andreaswerk eng mit dem Marienhain in Vechta zusammen. "Wir nutzen alle Kanäle und Mittel", versichert der Fachbereichsleiter.

Zumindest einen Etappenerfolg kann er verbuchen: Die Leiterin des künftigen Kindergartens steht aller Voraussicht nach fest. Es handelt sich um eine Lohnerin. "Möglicherweise schon Ende dieser Woche können wir Vollzug vermelden", sagt Böckmann.

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