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Darum sind Plauderbänke eine gute Idee

Mit anderen Menschen ins Gespräch kommen? Einfach drauflosquatschen? In Dinklage wird dazu jetzt auf vier spezielle Sitzgelegenheiten eingeladen.

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Eine Bank zum Plaudern: Christiane Töpfel wird auf dem Weg zum Altenwohnhaus künftig häufiger Platz nehmen. Foto: Böckmann

Eine Bank zum Plaudern: Christiane Töpfel wird auf dem Weg zum Altenwohnhaus künftig häufiger Platz nehmen. Foto: Böckmann

Platz nehmen. Hallo sagen – und ins Gespräch kommen. Wo das in Dinklage ab sofort möglich ist? Auf vier Bänken. Genauer gesagt: auf den vier Plauderbänken. Diese stehen beim Flugzeugspielplatz an der Burgesch, auf dem Weg zum Altenwohnhaus, direkt vor der Burg Dinklage und auf dem evangelischen Friedhof. Diese simplen Sitzgelegenheiten haben auffällige Schilder erhalten.

"Die Plauderbänke sollen Menschen einladen, dazu ermutigen, sich anderen zuzuwenden – sofern man sich gerade darauf einlassen möchte", erklärt Christiane Töpfel die Idee der Plauderbänke. Die Initiatorin hat vier weitere Frauen gewinnen können, die innerhalb der Woche auf diesen "Bänken der Begegnung" Platz nehmen werden, um mit Anderen ins Gespräch zu kommen.

Diese vier Sitzgelegenheiten sind nicht neu. Es sind vier von den einmal bis zu 34 Holzbänken, die von der Stadt Dinklage aufgestellt und von Sponsoren finanziert wurden. Töpfel findet, dass Bänken durchaus mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Gerade in Corona-Zeiten, aber auch schon davor war Christiane Töpfel aufgefallen, dass viele Menschen in Dinklage alleine auf den Bänken sitzen. 

Plaudern gegen die Einsamkeit

"Viele Menschen sind einsam und haben das Bedürfnis, sich mit anderen zu unterhalten.“ Diese Erkenntnis hat Töpfel auch aus ihrer Arbeit als Ehrenamtliche im Altenwohnhaus der St.-Anna-Stiftung gemacht. Sich einfach mal ein wenig austauschen, drauflosquatschen oder sich Ratschläge holen – dafür gibt es in Dinklage nun eben diese vier besonderen Treffpunkte. Weitere Plauderbänke, vielleicht auch in den Bauerschaften, schließt Initiatorin Töpfel für die Zukunft nicht aus. Sie bedankt sich auch bei der Stadt Dinklage, speziell Amtsleiterin Anne Miosga, für die Unterstützung.

Die Idee entstand nach Angaben der Organisatoren im Jahr 2018 in England, wo die erste „chat bench“ aufgestellt wurde. Inzwischen gibt es Plauderbänke in verschiedenen Ländern. Und jetzt auch in Dinklage.

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