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Darum engagiert sich eine Seniorin aus Mühlen für Menschen in Rumänien

Die Rumänienhilfe von Veronika Nordlohne ist ein Ein-Frau-Betrieb. Trotzdem leistet sie mit ihrem karitativen Einsatz viel Gutes in dem südosteuropäischen Land.

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Der nächste Hilfstransport: Wieder einmal hat Veronika Nordlohne aus Mühlen eine Reihe von Paketen mit Hilfsgütern nach Rumänien verschickt. Die Winterkleidung und Winterschuhe kommen den Menschen in 12 Heimen im Osten des Landes zugute. Foto: Nordlohne

Der nächste Hilfstransport: Wieder einmal hat Veronika Nordlohne aus Mühlen eine Reihe von Paketen mit Hilfsgütern nach Rumänien verschickt. Die Winterkleidung und Winterschuhe kommen den Menschen in 12 Heimen im Osten des Landes zugute. Foto: Nordlohne

Die Freude in mehreren Heimen in Rumänien ist groß. Jüngst sind 26 Pakete mit Winterkleidung und -schuhen in den Einrichtungen der Stiftung Heiliger Franziskus angekommen. Es handelt sich um Spenden, die Veronika Nordlohne aus Mühlen akquiriert hat. "Ich habe in den vergangenen 20 Jahren bestimmt mehr als 1000 Pakete in das südosteuropäische Land geschickt – oder selbst hingebracht", sagt sie.

Die 78-Jährige engagiert sich seit 2 Jahrzehnten karitativ für die Stiftung von Franziskanerpater Csaba Böjte. Die Begegnung mit dem charismatischen Geistlichen, der zur ungarischen Gemeinschaft in Siebenbürgen gehört, beeindruckte und berührte die Mühlerin einst nachhaltig – und inspirierte sie nach eigenen Angaben zu ihrem eigenen sozialen Engagement, für das sie vor einiger Zeit von der Gemeinde Steinfeld ausgezeichnet wurde.

37-mal ist sie bisher nach Rumänien gereist, das zu ihrer 2. Heimat geworden ist – zuletzt 2021. "Ich möchte weitermachen, solange ich die Kraft dazu habe", hat Nordlohne einmal gesagt. Bei ihr klingt dieser Satz nicht nur wie ein Versprechen. Er ist es auch.

Die Firma Schockemöhle Logistics unterstützt die Transporte

Unterstützung erhält Nordlohne bei ihren Hilfstransporten unter anderem vom Mannheimer Rolf Gnan, der sich ebenfalls seit Jahren in Hilfsprojekten in dem südosteuropäischen Land engagiert. Ebenfalls einen wichtigen Beitrag bei der Überführung der Pakete leistet das Mühler Unternehmen Schockemöhle Logistics. Ansonsten ist die Aktion aber ein Ein-Frau-Betrieb.

Beim aktuellen Transport gingen die Pakete von der kleinen Gemeinde Sansimion aus in 6 Haupthäuser der Stiftung. Insgesamt wurden etwa 12 Heime begünstigt. Als Zwischenlager und Verteilerstation diente laut Nordlohne ein leer stehender Raum in einem Haus. Sie sagt: "Ich habe jedes Paket eigenhändig mit der Anschrift des jeweiligen Heims beschriftet."

Veronika Nordlohne ruft zum Spenden auf

Weiter teilt sie mit, dass die Spenden, die sie mit ihrer Rumänienhilfe einsammelt, seit einiger Zeit verstärkt projektbezogen eingesetzt werden. Nordlohne: "Alle Häuser haben meine Nummer gespeichert."

Via Facebook und WhatsApp hält die Seniorin kontinuierlich den Kontakt zu den Menschen vor Ort. Die sozialen Netzwerke nutzt sie auch, um transparent über den Einsatz der Spenden zu berichten, die sie aus Mühlen und der Umgebung erreichen. Ihr ist es nach eigenen Angaben wichtig, die Kontrolle darüber zu haben, wohin das Geld fließt. Deshalb lässt sie sich vor einer Projektförderung einen Kostenvoranschlag geben und fordert im Anschluss eine Quittung ein.

Nordlohne wirbt um Unterstützung und Spenden für ihre Rumänienhilfe. "Ohne Geld lässt sich nicht viel ausrichten. Die Menschen in Rumänien haben es nötig. Ihnen fehlt so viel." Sie befürchtet, dass sich die Not aufgrund der Energiekrise, von der das Land ebenfalls betroffen ist, weiter dramatisiere. "Ich hatte schon Kontakt zu einigen verzweifelten Heimleitungen." Erst kürzlich hat sie 3000 Euro für Pellets zum Heizen in einem Mutter-Kind-Haus überwiesen.

  • Info: Wer Veronika Nordlohnes karitatives Engagement finanziell unterstützen möchte, kann dies über das Konto der Pfarrei St. Johannes Baptist tun, Stichwort "Rumänienhilfe", IBAN: DE73 2806 2560 0004 7490 00.

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