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Dann soll Neuenkirchens neue Kindertagesstätte eröffnen

Die Mädchen und Jungen beziehen mit ihren Erzieherinnen zunächst die mobilen Räume von "Charlys Kinderparadies". Sie zeigten sich mit ihnen sehr zufrieden, ein "Container-Feeling" gab es nicht.

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Demnächst bezugsfertig: Geht es nach der Gemeinde, wird "Charlys Kinderparadies" am 17. Oktober seinen Betrieb in den mobilen Räumen hinter dem Rathaus aufnehmen. Foto: Oevermann

Demnächst bezugsfertig: Geht es nach der Gemeinde, wird "Charlys Kinderparadies" am 17. Oktober seinen Betrieb in den mobilen Räumen hinter dem Rathaus aufnehmen. Foto: Oevermann

Die Container stehen, die letzten Arbeiten laufen: Die neue Kindertagesstätte "Charlys Kinderparadies“ steht kurz vor ihrer Inbetriebnahme. Die Mitglieder des Sozialausschusses des Neuenkirchen-Vördener Gemeinderates besichtigten die nur als Übergangslösung bis zum Bau des neuen Gebäudes gedachten mobilen Räume im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung.

Gemietete Container standen vorher in Lohne

Auf der rund 2650 Quadratmeter großen, unmittelbar hinter dem Neuenkirchener Rathaus gelegenen Fläche sind die angemieteten Container, die vorher ebenfalls als Provisorium für eine Kindertagesstätte in Lohne dienten, bereits seit einigen Wochen aufgestellt. Vom befürchteten "Container-Feeling" sei nichts zu spüren, lautete der einhellige Tenor aus der Lokalpolitik. Im Gegenteil,  die Ausschussmitglieder zeigten sich begeistert von der mobilen Anlage.

Dabei war bereits bei der Besichtigung, ähnlich wie bei den Kinderbetreuungs-Planungen der Gemeinde, Flexibilität gefragt. Da die mobilen Räume noch nicht ans Stromnetz angeschlossen waren,  zog die Gemeindeverwaltung die Besichtigung kurzerhand vor, um sie im Hellen zu ermöglichen.

Einrichtung eröffnet mit 2 Regelgruppen

Läuft alles glatt, sollen die provisorischen Räume am 17. Oktober in  Betrieb gehen können, hieß es von der Verwaltung. Falls nicht, sollen die 2 Regelgruppen mit insgesamt 50 Plätzen aber spätestens Anfang November dort starten. Aktuell sind 31 Kinder für die neue Kindertagesstätte angemeldet, deren Trägerschaft die Gemeinde dem Verbund sozialer Dienste mit Sitz in Bohmte übertragen hat. 

Neben dem noch fehlenden Mobiliar werden auch noch der Spielplatz und das Außengelände hergerichtet. So sollen etwa Beete angelegt werden und ein kleiner Fußballplatz, Fahrradanlagen sowie Parkplätze entstehen.

Mädchen  und Jungen sollen auch angrenzenden Spielplatz nutzen

Den an das von der Kirchengemeinde St. Viktor gepachtete Areal angrenzenden Spielplatz sollen die Kinder für die Übergangszeit mitbenutzen. Eine komplette Einbeziehung dieses Spielplatzes in das Gelände sei jedoch nicht möglich gewesen, da ein entsprechender öffentlicher Weg auch als Zuwegung für den nahegelegenen evangelischen Friedhof dient, hieß es.

Auf dem noch zu erstellenden Spielplatz sollen ein Sandkasten, ein Klettergerüst mit Rutsche, eine Schaukel sowie eine Netzschaukel und Mikado-Stäbchen installiert werden. Ein großer Sandberg bleibt zudem auf Wunsch des VSD  erhalten. Das gesamte Kita-Gelände wird zudem noch eingezäunt.

Pachtvertrag zwischen Kirche und Gemeinde läuft bis zu 5 Jahre

Bis zu 5 Jahre soll das Provisorium bestehen bleiben. Mit dem Grundstückseigentümer, der katholischen Kirchengemeinde St. Viktor, hat die Gemeinde einen entsprechenden Pachtvertrag abgeschlossen. Die Option, noch eine weitere Gruppe einzurichten, ist vorhanden.

Im Jahr 2027 rechnet die Gemeindeverwaltung damit, dass der beabsichtigte Neubau an der Alfhausener Straße das Provisorium hinter dem Neuenkirchener Rathaus beenden wird. Bereits 2025 soll am Vördener Mühlendamm ein weiterer Kindertagesstätten-Neubau in  Betrieb gehen.

Bürgermeister wünscht sich weitere Großtagespflege

Bürgermeister Ansgar Brockmann äußerte sich sehr positiv über die Bauvorhaben. Im nächsten Jahr sei zudem der Anbau an der Vördener Kindertagesstätte St. Elisabeth fertiggestellt. Zudem soll Ende 2022  ein  Konzept für einen Waldkindergarten in Vörden fertiggestellt sein. Für die kommenden Jahre sieht sich die Gemeinde in der Kinderbetreuung nach Worten Ansgar Brockmanns damit gut aufgestellt. Er würde sich jedoch über eine weitere Großtagespflegestelle im Ort sehr freuen, sagte der Politiker.

Außerdem stellte Niko Timphaus, Leiter des Amtes für Bürgerservice und Zentrale Verwaltung, bei der Ausschusssitzung die Ergebnisse einer vom "Arbeitskreis Jugendarbeit" durchgeführten Umfrage unter 384 Kinder und Jugendlichen aus der Gemeinde im Alter von 6 bis 21 Jahren vor. Es ging um Wünsche der Befragten. Die hoffen auf  weitere Angebote im Bereich der Freizeitaktivitäten, wie die Schaffung eines Skateparks sowie die Erweiterung der Ferienangebote.

Ferner könnten sich 20 Prozent der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen eine Mitwirkung in einem Jugendparlament vorstellen.

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