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Daniel Lüdemann ist Löningens Jubiläumskönig

Im 425. Jahr seines Bestehens fand der Schützenverein erneut eine würdige Majestät. Die Zahl der Bewerber war groß. Nach zwei pandemiebedingten Absagen machte den Schützen das Feiern wieder Spaß.

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Freut sich für seinen Nachfolger: Rainer Rischkowski (rechts) gratuliert Daniel Lüdemann, der sich mit dem goldenen Schuss auf den Adler zum neuen König krönte. Foto: G. Meyer

Freut sich für seinen Nachfolger: Rainer Rischkowski (rechts) gratuliert Daniel Lüdemann, der sich mit dem goldenen Schuss auf den Adler zum neuen König krönte. Foto: G. Meyer

Der neue Löninger Schützenkönig heißt Daniel Lüdemann. Nach einem spannenden Adlerschießen gab der 39-Jährige dem Holzvogel mit einem gezielten Schuss aus der Armbrust den letzten Stoß. Auf den Schultern seiner Kameraden ließ sich der frisch gebackene Offizier aus dem 2. Zug anschließend zur Proklamation ins Festzelt tragen.

Zuvor hatten sich gleich 10 Schützen mit ernsthaften Ambitionen auf die Nachfolge von Rainer Rischkowski einen spannenden Wettbewerb geliefert. Dreimal wurde der Adler heruntergelassen und gelockert. Schließlich hatten sich die Flügel derart verkeilt, dass die Trophäe erneut gerichtet werden musste. Der letzte Bolzen traf ihn schließlich mit voller Wucht – und Daniel Lüdemann hatte Grund zum Jubeln. Den Thron bestieg der Lkw-Fahrer gemeinsam mit seiner sichtlich stolzen Ehefrau Jessica. Ihr Gefolge bilden Hartmut und Christina Ostermann, Stefan Beumker und Claudia Beumker-Rüdel, Andreas Brinkmann und Bettina Brack sowie Gerrit Mehnert und Katharina Flerlage.

Der Altkönig wäre gern noch geblieben

Begonnen hatte der Schützenfestmontag mit dem Empfang des scheidenden Königs auf dem Gelbrink. Als die Kutsche mit dem alten Thron vorfuhr, waren alle Vereinsmitglieder angetreten. Dabei präsentierten sie ihre blumengeschmückten Gewehre. Rainer Rischkowski deutete in seiner Begrüßung zwar augenzwinkernd an, dass er sich durchaus eine Verlängerung seiner coronabedingt 3-jährigen Regentschaft vorstellen könne. Auf eine Palastrevolte ließ er es dann aber doch nicht ankommen. Nach dem finalen Schuss gehörte Rischkowski zu den ersten Gratulanten. Anschließend trennte er sich bereitwillig von der Königskette.

Reges Treiben: Rund zehn Anwärter rangen am Montag um die Königswürde auf dem Stockkamp. Foto: G. MeyerReges Treiben: Rund zehn Anwärter rangen am Montag um die Königswürde auf dem Stockkamp. Foto: G. Meyer

Das Adlerschießen war der Höhepunkt eines rundum gelungenen Jubiläumsschützenfestes. Der 425 Jahre alte Verein mobilisierte erneut die ganze Stadt, die 4 Tage lang ein bunt geschmücktes Bild abgab. Die Verantwortlichen hatten sich monatelang auf die Rückkehr des Schützenfestes vorbereitet und durften nach dem Ende des Schießwettbewerbs erst einmal kräftig durchatmen. Neben Daniel Lüdemann kürten sie mit Jürgen Breher eine weitere Majestät. Breher, König aus dem Jahr 1999, gewann bereits am Sonntag das Kaiserschießen. Über den Titel, der nur alle 25 Jahre vergeben wird,  freute sich der Vereinswirt der Löninger Schützen ganz besonders. "Vor allem, weil er mit keinerlei Verpflichtungen verbunden ist", bekannte Breher freimütig beim Empfang der Stadt.

Mit Daniel Lüdemann ist die Reihe der Könige für dieses Jahr komplett. Kinderkönig Sven Schumacher und Jugendkönig Maximilian Stegemann hatten ihre Throne bereits bestiegen. Am Montagabend gaben die Schützen noch einmal richtig Gas und ließen die tollen Tage mit dem Königsball ausklingen.

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