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Dammer wollen St.-Viktor-Kirchplatz umgestalten und ins Zentrum rücken

Das Areal vor dem Dammer Dom soll attraktiver werden. Schließlich sollen hier, im Herzen der Innenstadt, zukünftig mehr öffentliche Veranstaltungen stattfinden.

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Zentrale Bedeutung: In Abstimmung mit der Pfarrgemeinde möchte die Stadt den inneren Bereich des St.-Viktor-Kirchplatzes umgestalten. Der bekommt auch ein neues Pflaster. Foto: Lammert

Zentrale Bedeutung: In Abstimmung mit der Pfarrgemeinde möchte die Stadt den inneren Bereich des St.-Viktor-Kirchplatzes umgestalten. Der bekommt auch ein neues Pflaster. Foto: Lammert

Die Zustimmung zur geplanten Umgestaltung des inneren Bereichs des Dammer St.-Viktor-Kirchplatzes ist groß – sowohl in der Politik als auch in der Kirchengemeinde. Der Platz soll im wahrsten Sinne des Wortes mehr ins Zentrum des städtischen Lebens rücken.

In wenigen Monaten soll er deshalb sein Aussehen erheblich verändert haben. Über das Wie hat Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, die Mitglieder des Grundstücks- und Straßenbauausschusses bei ihrer von Heinrich Lehmkuhl (CDU) geleiteten Sitzung im Rathaus unterrichtet.

Betonsteine mit sandsteinfarbener Oberfläche ersetzen altes Pflaster

Vorgesehen ist, das vorhandene Pflaster aufzunehmen und durch Betonsteine mit einer sandsteinfarbenen Oberschicht zu ersetzen. Die Steine messen 40 mal 15 Zentimeter und sind 8 Zentimeter dick. Farblich entsprechen sie in etwa der Fassade der St.-Viktor-Kirche aus Ibbenbürener Sandstein.

Doch das allein würde nicht ausreichen, das erklärte Ziel zu erreichen, den Kirchplatz attraktiver zu machen. Nachdem die Stadtverwaltung jüngst bereits vier neue Sitzbänke und zwei Abfallbehälter hat installieren lassen, sind im Zuge der Umgestaltung das Aufstellen eines Kinderbücherschranks und der Einbau zweier Bodentrampoline geplant.

Platz wird für zukünftige Veranstaltungen vorbereitet

Zudem will die Stadt den Platz besser für zukünftige Veranstaltungen auf dem Areal vorbereiten. Deshalb lässt sie neue Wasser- und Stromanschlüsse installieren. Denn ein erklärtes Ziel ist es, den Wochenmarkt auf den Kirchplatz zu verlegen. Dort sei mehr Platz vor dem Rathaus, wo er derzeit noch stattfindet.

Während die neuen Pflastersteine mit der Kirchenseite bereits abgestimmt sind, bestehe hinsichtlich der genauen Gestaltung noch Klärungsbedarf, sagte Rolf Mähler. So liege das Konzept dem Bischöflich-Münsterschen Offizialat Vechta vor. Es geht unter anderem noch um Aspekte des Denkmalschutzes.

Stadt und Kirchengemeinde schließen Nutzungsvertrag

Unterdessen hat die Stadtverwaltung mit der Kirchengemeinde einen Nutzungsvertrag über den inneren Bereich des Kirchplatzes geschlossen. Darin ist vereinbart, dass der Platz zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung steht.

Daran habe die Kirchengemeinde ein "extrem hohes Interesse", erklärte dazu St.-Viktor-Pfarrer Heiner Zumdohme. Allerdings habe sie sich ein Veto-Recht bei Veranstaltungen vorbehalten. So kann die Kirchengemeinde verhindern, dass es zu Kollisionen mit eigenen Veranstaltungen kommt.

"Denn der Kirchplatz muss belebt werden und gibt das auch her."Bernd Grimme, Kirchplatzanwohner

Auch Bernd Grimme, Anwohner des Kirchenplatzes, begrüßte das Vorhaben, mehr Veranstaltungen vor dem Dammer Dom stattfinden zu lassen: "Denn der Kirchplatz muss belebt werden und gibt das auch her. Es ist gut, dass die Pfarrgemeinde dem zustimmt."

Zur Belebung könnte ein auf den Kirchplatz verlegter Wochenmarkt beitragen. Dagegen hat Pfarrer Zumdohme keine Einwände. Auch eine eventuelle Außengastronomie im Umfeld des Platzes stößt auf seine Zustimmung. Dazu müsste aber die Frage geklärt sein, wie die Regelungen hinsichtlich der Kirchenumfahrt aussehen soll. Auf jeden Fall setze sich die Kirchengemeinde dafür ein, dass die vorhandenen Stellplätze für Auto erhalten bleiben.

Dazu sagte Rolf Mähler bei der Ausschusssitzung, ein Verkehrsplaner arbeite derzeit noch an einem Konzept. Das werde demnächst Thema in den Beratungen des Ausschusses sein.

Umgestaltung kostet rund 290.000 Euro

Die Kosten für die Umgestaltung bezifferte Rolf Mähler auf rund 290.000 Euro. 10 Prozent trägt die Stadt, den Rest finanziert der Bund über das Programm "Förderperspektive Innenstadt". Da gibt es einen engen Zeitrahmen. Die Maßnahme muss im März 2023 abgeschlossen sein.

Nach Worten Rolf Mählers ist geplant, das Projekt Mitte nächsten Monats auszuschreiben. Im Mai sollen die Arbeiten an den neuen Anschlüssen beginnen. Da im September die nächsten Domfestspiele des Vereins Theater Dammer Berge stattfinden, sollen die Pflasterarbeiten aber erst im Oktober oder November starten.

Bund fördert auch zwei neue Spielpunkte

Ebenfalls mit Mitteln aus dem Förderprogramm des Bundes, aus dem Damme insgesamt 345.000 Euro erhält, will die Stadt zur Förderung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zwei Spielpunkte einrichten. Der eine wird sich im Einmündungsbereich Große Straße/Steinfelder Straße in der Nähe des Bücherschranks befinden. Hier sollen unter anderem niedrige Spielgeräte stehen, auf denen die Kinder sitzen können. Dazu kommen Bänke. Die Kosten belaufen sich nach Worten Rolf Mählers auf 25.000 Euro.

Neue Pflastersteine: Die von Thomas Weitzmann (links) von der Stadtverwaltung und Rolf Mähler präsentierten Pflastersteine passen farblich zur Fassade der St.-Viktor-Kirche.   Foto: LammertNeue Pflastersteine: Die von Thomas Weitzmann (links) von der Stadtverwaltung und Rolf Mähler präsentierten Pflastersteine passen farblich zur Fassade der St.-Viktor-Kirche.   Foto: Lammert

Der zweite Spielpunkt wird im Einmündungsbereich Große Straße/Wiesenstraße entstehen. Hier möchte die Stadt ein Klettergerüst aufstellen lassen, das in etwa dem beim Rathaus entspricht. Hinzu kommen Tische, Bänke und Fahrradbügel. Die geschätzten Kosten liegen bei zirka 46.000 Euro.

Die Ausschreibungen sollen im Mai erfolgen, die Vergaben im Juli. Der Baubeginn ist Ende Oktober vorgesehen.

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