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Dammer Stadtmuseum präsentiert neue Erkenntnisse über Auswanderer

Die Einrichtung im ehemaligen Bahnhofsgebäude öffnet am Sonntag (6. Juni) nach langer Unterbrechung ihre Pforten. Die Zeit der Schließung wurde genutzt, um neuere Forschungen zu berücksichtigen.

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2 Dammer in Oldenburg: Günter Hillmann (links) und Heinrich Kessing besuchten 2018 die Stadt in den USA, über die es neue Erkenntnisse gibt. Foto: Runnebaum

2 Dammer in Oldenburg: Günter Hillmann (links) und Heinrich Kessing besuchten 2018 die Stadt in den USA, über die es neue Erkenntnisse gibt. Foto: Runnebaum

Immer wieder hat es in der jüngsten Vergangenheit Anfragen nach der Sonderausstellung "US-Auswanderung aus Damme im 19. Jahrhundert" im Stadtmuseum Damme gegeben. Doch die Pandemie-Zeit habe keinen Zugang erlaubt, teilt der Leiter des Stadtmuseums, Wolfgang Friemerding, mit.

10 Personen dürfen gleichzeitig im Sonderraum sein

Ab Sonntag (6. Juni) ist das Museum nun wieder geöffnet, dann aber wegen der Corona-Pandemie und deren Folgen noch mit den bekannten Vorsichtsmaßnahmen mit Maskenpflicht und einer auf 10  Personen gleichzeitig begrenzter Gästezahl im entsprechenden Sonderraum, der ehemaligen Frachtgüterhalle des Bahnhofs. Letzteres regeln die Aufsichtführenden des Dammer Heimat- und Verschönerungsvereins "Oldenburgische Schweiz" mit ausgehändigten Karten.

Derweil konnte die Zeit der Schließung nach Angaben Wolfgang Friemerdings genutzt werden, um neuere Forschungen zu berücksichtigen und mit Bildern nebst Erläuterungen einzuarbeiten. Das betreffe etwa die Gründung der US-Kleinstadt Oldenburg im Bundesstaat Indiana, die nach bisherigen Annahmen von 2 Dammern gegründet worden sei. Der Oldenburger Familienforscher Werner Honkomp sei jedoch den Spuren des J. Heinrich oder Henry Ronnebaum nachgegangen, der 1807 aus Osterdamme auswanderte, sich in Cincinnati niederließ und dort ein erfolgreicher Geschäftsmann war.

Sonderuastellung zeigt Fotos, Karten, Dokumente 

Er betrieb unter anderem zusammen mit dem Vestruper Heinrich Plaspohl eine Immobilien-Vermittlung, die an einem Ort namens Ray Township 1837 Grundstücke veräußerte. Die Käufer waren vorwiegend Einwanderer aus dem Oldenburger Münsterland, die ihre neue Siedlung kurz darauf in Oldenburg umbenannten. Ronnebaum und Plaspohl selbst ließen sich dort nicht nieder, sondern lebten als Makler und Geschäftsleute weiterhin in Cincinnati.

Wie dies nachzuweisen und selbst zu erschließen sei, könnten die Besucher nun in diesem neu gestalteten Kapitel der Sonderausstellung aus Fotos, Karten und Dokumenten nachvollziehen.

  • InfoDas Stadtmuseum hat mittwochs und sonntags im alten Bahnhofsgebäude jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Auf der Homepage www.heimatverein-damme.de und dem Link zum Stadtmuseum beziehungsweise zur Sonderausstellung können sich Interessierte schon vorweg informieren.

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