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Dammer Schüler wissen es jetzt: In einer Tonne Handys steckt Gold im Wert von 14.300 Euro

Um das Recycling ging es in der Haupt- und in der Realschule. Das Ziel war es, die Jugendlichen zu sensibilisieren, Elektrogeräte nicht einfach wegzuwerfen.

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Interessierte Schüler: Holger Voigt (2. von links) informierte die Realschüler (von links) Lasse Brinkmann, Aid Becerovic, Lena Kempel, Leni Goda, Polina Brum, Maxim Safronov, George Brennan und Michael Zaleweski über die Rohstoffrückgewinnung.    Foto: Lammert

Interessierte Schüler: Holger Voigt (2. von links) informierte die Realschüler (von links) Lasse Brinkmann, Aid Becerovic, Lena Kempel, Leni Goda, Polina Brum, Maxim Safronov, George Brennan und Michael Zaleweski über die Rohstoffrückgewinnung.    Foto: Lammert

Intensiv mit dem Thema Recycling haben sich Fünftklässler der Dammer Real- und der Hauptschule befasst. Organisiert hatte das die Umweltbildungsinitiative "Lightcycle Rohstoffwochen", die mit Vertretern verschiedener Umweltverbände kooperiert.

In beiden Schulen ging es zum einen um das Einsparen von Energie, zum anderen sollten die Kinder für die Wiederverwendung von Rohstoffen sensibilisiert werden. In dem Zusammenhang war auch die Bedeutung des Ressourcenschutzes und der Kreislaufwirtschaft für den Umweltschutz ein Thema.

In einem Handy sind 30 Rohstoffe verbaut

So informierte Umweltpädagoge Holger Voigt vom Verein German Watch die Realschülerinnen und Schüler zum Beispiel darüber, dass in einem Handy 30 verschiedene Rohstoffe verbaut sind. Darunter rund 0,3 Gramm Gold. Das sei bei einem einzelnen Gerät nicht viel, bei einer Tonne dieser Geräte kämen aber rund 250 Gramm zusammen. Die haben einen Wert von rund 14.300 Euro.

Wenn die Geräte nicht recycelt, sondern verbrannt würden, sei nicht nur das Gold weg, machte Holger Voigt den Jugendlichen deutlich, warum es sich lohnt, zum Beispiel Altgeräte in die Kreislaufwirtschaft zu geben. Allein in Deutschland befänden sich nach Schätzungen noch rund 200 Millionen alte Handys in den Haushalten.

Großteil des Lithiums stammt aus Südamerika und Australien

Anhand von alten und aktuellen Bildern von Rohstoffabbaugebieten zeigte Holger Voigt den Schülerinnen und Schülern, welche Folgen diese Arbeiten für die Natur und Landschaft in den betroffenen Regionen haben kann. In dem Zusammenhang erfuhren die Fünftklässler, dass der Großteil des weltweit verbrauchten Lithiums aus Südamerika und Australien stammt.

Eine weiteres Thema, das Holger Voigt ansprach, war der Verpackungsmüll. Er appellierte an die Jugendlichen, selbst dazu beizutragen, den so anfallenden Unrat zu verringern. Dazu gab es aus den Klassen Vorschläge. So empfahl Polina Brum, Gemüse und Kräuter selber anzubauen. Lena Kempel, ebenfalls von der Realschule, schlug vor, eher auf in Kunststoff verpackte Waren zu verzichten.

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