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Dammer Politiker rufen Bürger zur Impfung auf

In einem Appell haben sich die Vorsitzenden der   Ratsfraktionen und der Bürgermeister an die Bevölkerung gewandt. Sie hoffen, noch mehr Menschen dazu zu bewegen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.

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Gemeinsamer Appell: Einen Aufruf an die Dammer Bürger, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, haben veröffentlicht (von links) Heiko Bertelt, Florian Thamann, Mike Otte und Frank Hörnschemeyer. Foto: Lammert

Gemeinsamer Appell: Einen Aufruf an die Dammer Bürger, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, haben veröffentlicht (von links) Heiko Bertelt, Florian Thamann, Mike Otte und Frank Hörnschemeyer. Foto: Lammert

Auf Initiative der Grünen haben Bürgermeister Mike Otte (CDU) sowie die Fraktionsvorsitzenden im Dammer Rat, Florian Thamann (Die Grünen/SPD), Heiko Bertelt (FDP) und Frank Hörnschemeyer (CDU), im Rahmen eines Impfappells alle Dammer Bürgerinnen und Bürger aufgefordert: "Bitte lassen Sie sich gegen Covid-19 impfen".

Den von Florian Thamann formulierten Appell stellten die vier Politiker am Freitag im Rathaus vor. Darin heißt es: "Die vierte Welle der Corona-Pandemie hat Deutschland ergriffen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Vechta auf einem neuen Höchststand." Es zeige sich, dass die überwiegende Mehrheit der Corona-Patientinnen und -Patienten, die schwer erkranken und klinisch betreut werden müssen, auch auf den Intensivstationen, nicht geimpft sei.

Otte: Impfquote ist auch in Damme zu niedrig

Auch in Damme sei die Impfquote noch zu niedrig. Allerdings, sagte Mike Otte in dem Zusammenhang, genaue Zahlen lägen aus verschiedenen Gründen nicht vor.

Alle Bürger seien aufgefordert, heißt es in dem Appell, ihren Mitmenschen mit einer Impfung beizustehen. Etwa den Kindern, damit sie nicht wieder in den Fernunterricht müssen. Oder den Händlern und Gastronomen, damit sie ihre Betriebe nicht wieder schließen müssen. Und dem Personal in der Pflege und Medizin, "das durch die starke Belastung der Krankenhäuser am Rande der Belastbarkeit steht".

Es ist genug Impfstoff vorhanden

Weiter heißt es in dem Appell, eine Corona-Infektion sei deutlich riskanter als eine Impfung. Eine Impfung schütze zuverlässig vor einem schweren Krankheitsverlauf. Die zugelassenen Impfstoffe hätten genaue, klar definierte und weltweit anerkannte medizinische Prüfungen durchlaufen. Es sei genug Impfstoff vorhanden. Impfmöglichkeiten gebe es bei vielen Gelegenheiten, wie bei den Hausärzten, Betriebsärzten und den mobilen Impfteams des Landkreises Vechta.

Florian Thamann zeigte sich sehr erfreut, dass die anderen beiden Ratsfraktionen und der Bürgermeister seine Initiative aufgegriffen und unterstützt haben. Hoffentlich gelinge es parteiübergreifend, viele Bürger zu erreichen, die sich bislang noch nicht haben impfen lassen.

Heiko Bertelt gab eine möglichst hohe Impfquote als Ziel aus, um eine Impfpflicht vielleicht doch noch zu vermeiden. Es sei wichtig, Bürgern, die auf Grund der vielen kursierenden Falschinformationen über die Impfungen verunsichert seien, die Angst vor einer Impfung zu nehmen.

Hörnschemeyer hätte sich Impfpflicht schon eher gewünscht

Frank Hörnschemeyer erklärte, er sei schon seit Längerem für eine Impfpflicht. "Ich hätte sie mir viel eher gewünscht." Das Ziel müsse es sein, eine Geimpften- und Genesenenquote von 98 Prozent in Deutschland zu erreichen, damit die Pandemie beendet werde.

Im Zusammenhang mit der derzeit in Niedersachsen in vielen Bereichen geltenden 2G-Plus-Regel, nach der Geimpfte und Genesene, sofern sie nicht geboostert sind,  zum Beispiel dann einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, wenn sie ein Restaurant oder ihren Friseur besuchen wollen, sagte Mike Otte, es werde in der Stadt kein kommunales Testzentrum mehr geben. Allerdings spreche die Verwaltung derzeit mit mehreren Privatpersonen, die planen, den Bürgern in Kürze Tests anzubieten. Bis es so weit sei, könnten jedoch noch einige Tage vergehen.

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