Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Dammer Krankenhaus soll Teil eines Gesamtkonzepts sein

Bei dem Vorhaben, ein Zentralklinikum Vechta-Lohne zu errichten, geht es auch um eine Strategie für die zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im Landkreis. Dazu gehört auch St. Elisabeth.

Artikel teilen:
Unter neuer Ägide: Das Dammer Krankenhaus gehört seit Anfang Juli der Schwester Euthymia Stiftung an. Archivfoto: Tzimurtas

Unter neuer Ägide: Das Dammer Krankenhaus gehört seit Anfang Juli der Schwester Euthymia Stiftung an. Archivfoto: Tzimurtas

Das Vorhaben, ein Zentralklinikum Vechta-Lohne zu errichten, beinhaltet mehr als die Fusion der beiden Kliniken. Auch das Dammer Krankenhaus St. Elisabeth soll Teil einer zukunftsfähigen Neuaufstellung der Kliniklandschaft im Landkreis Vechta sein.

"Wir wollen und werden ein Versorgungskonzept für den gesamten Landkreis entwickeln, für die Krankenhäuser Vechta-Lohne und Damme", sagte Ulrich Pelster, Vorstand der Schwester Euthymia Stiftung (SES), Trägerin der Kliniken.

Was aber bedeutet das konkret? Soll beispielsweise ein Angebot von Schwerpunkten aufeinander abgestimmt werden, sollen Synergien geschaffen werden? Pelster hielt sich noch bedeckt. Nur soviel, erklärte er: Da es um ein Gesamtkonzept gehe, "können sich bauliche Folgen für die Standorte ergeben, zum Beispiel ergänzende Förderanträge für das Krankenhaus Damme".

Genaue Überlegungen noch unbekannt

Welche Überlegungen es genau dazu gibt, darüber herrscht noch Schweigen. Möglicherweise hat das auch damit zu tun, dass im Haus erst einmal Ruhe einkehren soll – nach turbulenten Monaten.

Es gab in der Belegschaft und vor Ort Befürchtungen, dass der Standort geschlossen werden soll; der neue Geschäftsführer tritt nach kurzer Zeit ab. Und am 18. Mai wurde dies bekannt gegeben: Das Dammer Krankenhaus schließt sich der Schwester Euthymia-Stiftung (SES) an.

Sie ist seit dem 1. Juli Mehrheitsgesellschafterin der gemeinnützigen Gesellschaft Krankenhaus St. Elisabeth. Damit bildet das Dammer Krankenhaus einen Verbund mit dem St. Marienhospital Vechta, dem St. Franziskus-Hospital Lohne und dem St. Josefs-Hospital Cloppenburg.

Unterdessen gibt es von höchster kirchlicher Stelle Worte, die einer Bestandsgarantie gleichkommen: Er könne "sehr deutlich sagen, dass Damme ein ganz wesentlicher Standort innerhalb der SES ist. Ich kann mir keinen Landkreis Vechta ohne das Dammer Krankenhaus vorstellen", betonte der Vechtaer Offizial und Weihbischof Wilfried Theising im Interview mit OM online. Und: "Für mich ist klar: Das künftige Zentralklinikum Vechta-Lohne und die Klinik in Damme sind gesetzt. Wir sind als Kirche gerne Träger dieser Kliniken."

"Der Standort Damme steht nicht zur Disposition."Dr. Martin Pohlmann, künftiger Interimsgeschäftsführer des Dammer Krankenhauses

Der künftige Interimsgeschäftsführer des Dammer Krankenhauses, Honorarprofessor Dr. Martin Pohlmann, der am 1. August sein Amt antritt, sagte – auf das künftige Gesamtkonzept im Landkreis angesprochen – ebenfalls: "Der Standort Damme steht nicht zur Disposition."

Ministerin forderte bereits 2020 Abstimmungen

Unterdessen bleibt verwunderlich, warum erst jetzt – da das Vorhaben Zentralklinikum Vechta-Lohne neu aufgerollt wird – so klar seitens der SES von einem Gesamtkonzept die Rede ist, bei dem auch der Klinikstandort Damme fest eingebunden ist.

Denn: Bereits im Januar 2020 hatte die damalige niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann (SPD) erklärt: Die Landesregierung begrüße die Planungen der Schwester-Euthymia-Stiftung, ihre beiden Standorte in Lohne und Vechta zu einer Zentralklinik zusammenzulegen. "Gemeinsam mit dem Elisabeth-Krankenhaus in Damme wäre damit langfristig eine qualitativ hochwertige und moderne Krankenhausversorgung im Landkreis Vechta sowie den angrenzenden Regionen sichergestellt", hatte Reimann gegenüber unserer Redaktion gesagt.

Und: Auch "mit Blick auf ähnliche Planungen im angrenzenden Landkreis Diepholz sollte die Chance genutzt werden, in den beiden Regionen eine gut abgestimmte Krankenhausversorgung mit ausgewählten Schwerpunktbildungen aufzubauen".

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Dammer Krankenhaus soll Teil eines Gesamtkonzepts sein - OM online