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Dammer Kolpingorchester beendet lange unfreiwillige Konzertpause

Mehr als 3 Jahre hat das Kolpingorchester nur kleinere Auftritte verzeichnet. Jetzt spielt es wieder, verstärkt durch zahlreiche neue Musiker. Und weitere stehen in den Startlöchern.

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Er gibt den den Takt vor: Schlagzeuger Professor Dr. Michael Brinkmann wird als Mitglied des 2. Start-up-Orchesters am Samstag bei 2 Stücken mitspielen. Foto: Schmutte

Er gibt den den Takt vor: Schlagzeuger Professor Dr. Michael Brinkmann wird als Mitglied des 2. Start-up-Orchesters am Samstag bei 2 Stücken mitspielen. Foto: Schmutte

Mit rund 10 aktiven Mitgliedern hatte das Kolpingorchester Damme 2019 sein letztes Konzert gegeben. Am kommenden Samstag (8. Oktober) wird es zu einer Neuauflage kommen, wobei die äußeren Umstände sich deutlich verbessert haben.

Das Orchester ist inzwischen auf etwa 25 aktive Mitglieder angewachsen. Weitere 17 Musiker stehen in einem Start-up-Orchester quasi in den Startlöchern. Unterstützt wird das personell neu aufgestellte Orchester bei dem Konzert von den Dersa Highlanders. "Die Zeit war einfach reif dafür. So ein Projekt für Erwachsene wurde in Damme noch nie angeboten", berichtet Orchestervorsitzende Helga Meyerrose erfreut über die erfolgreiche Mitgliederwerbung in den vergangenen Jahren.

2019 zählte Orchester gerade mal 10 Musiker

Bis an die Schmerzgrenze geschrumpft war bis 2019 die Zahl der Orchestermitglieder. Fast alle Auftritte mussten deshalb abgesagt werden. Um neue Musiker zu gewinnen, wurde 2019 für ein erstes Start-up-Orchester geworben. 15 Erwachsene, überwiegend ohne musikalische Vorkenntnisse, fanden sich zusammen, um unter der Leitung des Dirigenten Josef Bruns ein Instrument zu erlernen.

Gefördert wurde die Ausbildung der "Neumusiker" von der Dammer Bürgerstiftung. Sie übernahm die Kosten der Ausbildung. Hans-Georg Knappik, ehemaliger Vorsitzender der Bürgerstiftung und ebenfalls neues, begeistertes Orchestermitglied, begründet das Engagement der Stiftung mit der kulturellen Bedeutung, die das Kolpingorchester seit Jahrzehnten für die Stadt hat.

Dirigent Bruns: Für Musikerausbildung war Corona ein Segen

Anfang 2022 war es soweit. Die Start-up-Mitglieder konnten in das bestehende Orchester integriert werden. Begeistert von dem Leistungsstand der "Neuen" ist Josef Bruns, der in Essen/Oldenburg eine Musikschule betreibt. "Für uns war Corona ein Segen", erzählt er. Aufgrund der Beschränkungen sei überwiegend sehr effektiver Einzelunterricht möglich gewesen.

Auch den Fleiß und Ehrgeiz seiner erwachsenen Schüler lobt er. "Ich spüre ihre Freude an der Musik und merke, dass alle freiwillig hier sind, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen."

Ein erstes Etappenziel ist das große Konzert am Samstag. Meistern die Musiker dieses Ziel erfolgreich, ist das nach Überzeugung von Helga Meyerrose überwiegend ein Verdienst des Engagements von Josef Bruns.

Erfolg des 1. Start-up-Orchesters überrascht Verantwortliche

Der überraschende Erfolg des 1. Start-up-Orchesters hat die Verantwortlichen bewogen, im Frühjahr dieses Jahres ein 2. zu gründen, zu dem sich 17 Interessierte zusammengefunden haben, um ebenfalls mit Begeisterung ein Instrument zu erlernen. Sie sollen bereits bei dem Konzert im Oktober bei 2 Stücken mitwirken und damit Bühnenluft schnuppern.

Zu den Musikern gehört Professor Dr. Michael Brinkmann. Die Gründe, warum der 51-Jährige mitmacht, sind vielfältig. Er nennt die Liebe zur Musik, den Wunsch, in einem Orchester zu zu seinund seine Ehefrau, die ebenfalls als Nachwuchsmusikerin in dem Start-up spielt.

Proben sind von lockerer Atmosphäre geprägt

Regelrecht verliebt erscheinen auch die anderen Orchestermitglieder, wenn sie von ihrem Hobby berichten. Die Proben seien von einer lockeren, freundlichen Atmosphäre geprägt, mit viel Verständnis füreinander, inklusive der individuellen Fehler, heißt es.

Proben die Orchestermitglieder üblicherweise jeden Montag in den Räumen der Realschule, wurde zur Vorbereitung auf das Konzert zusätzliche Workshops eingeschoben. Immerhin soll dem Publikum ein breites musikalisches Spektrum geboten werden. Vom Marsch bis zur James-Bond-Filmmusik bleiben keine Wünsche offen.

Dersa Highlanders unterstützen Kolpingorchester

Die Dersa Highlanders werden das Konzert mit eigenen Stücken abrunden, wobei zusätzlich gemeinsame Vorträge mit dem Kolpingorchester geplant sind.

Zur Historie: 1949 war auf der Generalversammlung der Kolpingsfamilie Damme der Beschluss gefasst worden, ein Orchester zu gründen. 1950 hatte das Kolpingorchester seinen ersten Auftritt und bereicherte seitdem unzählige Ereignisse in der Stadt mit seiner musikalischen Begleitung. Zu personellen Engpässen kam es auch in der Vergangenheit einige Male. Für Damme ist es erfreulich, dass diese erst einmal überwunden zu sein scheinen und das Orchester voller Optimismus in die Zukunft blicken kann.


Info:

  • Das Konzert findet am Samstag ab 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums statt. Der Eintritt ist frei.
  • Die Besucher haben die Möglichkeit, mit einer Spende das Orchester zu unterstützen.

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