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Dammer Kirchplatz bekommt neues Aussehen

Auf Hochtouren arbeiten die  Beschäftigten des Unternehmens Wiebold auf dem Gelände. Noch bis Ende August werden sie tätig sein. Dann gibt es eine Unterbrechung.

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Planung und Realität: Mit dem Fortschritt der Arbeiten zur Umgestaltung des St.-Viktor-Kirchplatzes zufrieden sind (von links) Thomas Weitzmann, Hans-Michael Koch (beide vom Bauamt) und Ralf Meyer-Hülsmann, Verwaltungsleiter der Pfarrgemeinde.  Foto: Lammert

Planung und Realität: Mit dem Fortschritt der Arbeiten zur Umgestaltung des St.-Viktor-Kirchplatzes zufrieden sind (von links) Thomas Weitzmann, Hans-Michael Koch (beide vom Bauamt) und Ralf Meyer-Hülsmann, Verwaltungsleiter der Pfarrgemeinde.  Foto: Lammert

Mancher Vertreter des Vereins Theater Dammer Berge schaut aktuell kritisch auf den Kirchplatz. Denn der wird derzeit saniert. Allerdings sollen im September die 3. Dammer Domfestspiele auf dem Areal vor der St.-Viktor-Kirche stattfinden.

Die seien an diesem Standort auch nicht gefährdet, der erste Abschnitt der Arbeiten solle bis Ende August abgeschlossen sein, sagte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen im Rathaus, bei einem Ortstermin. Dann soll die Fläche so hergerichtet sein, dass der Verein seine Bühne und seine Tribüne Anfang September aufbauen lassen kann.

Bislang haben die Mitarbeiter des mit den Arbeiten beauftragten Unternehmens Wiebold Straßen- und Landschaftsbau aus Neuenkirchen-Vörden das vorhandene Pflaster auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern aufgenommen und das Gelände in einer Tiefe von 70 Zentimetern bis 1,20 Meter unmittelbar vor dem Hauptportal des Gotteshauses ausgekoffert.

Marode Rohre werden zum Problem

Denn dort waren nach Angaben Thomas Weitzmanns vom Bauamt der Stadt die Bodenverhältnisse ganz besonders schlecht. Der Grund: Die alten Betonrohre, die das Regenwasser ableiten sollten, waren gebrochen. Das aus ihnen austretende Wasser hatte im Laufe der Zeit den Kirchplatz in diesem Bereich unterspült.

Nun haben die Wiebold-Mitarbeiter diese Rohre entfernt und durch solche aus Kunststoff ersetzt, die an die Regenwasserkanalisation angeschlossen sind. Auch alle übrigen bisherigen Versorgungsleitungen für Strom und Wasser haben sie durch neue ersetzt.

Zudem bauten sie drei neue Unterflurverteiler für die Strom- und Wasserversorgung bei zukünftigen Veranstaltungen auf dem Kirchplatz ein. Einer befindet sich zentral auf dem Platz, die anderen an der Nord- und an der Südseite.

Auf Kirchplatz sollen mehr Veranstaltungen stattfinden

Es sei geplant, den Kirchplatz in Zukunft für mehr öffentliche Veranstaltungen zu nutzen, sagte Rolf Mähler. Im Gespräch ist da unter anderem der Wochenmarkt. Das ist mit der St.-Viktor-Kirchengemeinde als Eigentümerin des Platzes so vereinbart. Sie hat allerdings eine Art Veto-Recht und kann die Durchführung von Veranstaltungen auch ablehnen.

Zugestimmt hat die Pfarrgemeinde, mit der die Stadt die Umgestaltung des Platzes ebenso abgestimmt hat wie mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta, mit Westnetz und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, aber schon den neuen Wasserspielen vor dem St.-Viktor-Brunnen und den beiden Trampolinen am westlichen Ende des Areals. Später will die Stiftung Rückenwind noch einen Bücherschrank mit Kinderliteratur auf dem Platz aufstellen.

Gesamtkosten belaufen sich auf 480.000 Euro

Wenn die Wiebold-Mitarbeiter ab Anfang Oktober die Kirchplatzsanierung fortsetzen, werden sie auch noch die roten Pflastersteine an der Nordseite ab den Stellplätzen bis zum Nebeneingang aufnehmen. Auch die werden sie durch sandsteinfarbene Betonsteine mit den Maßen 40 mal 15 mal 12 Zentimeter ersetzen. Farblich gleichen sie der Fassade der Kirche. Die Pflasterarbeiten sollen nach Worten Hans-Michael Kochs vom städtischen Bauamt im Oktober oder spätestens November beendet sein.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich voraussichtlich auf 480.000 Euro. Davon übernimmt die Europäische Union nach der aktuellen Planung zirka 295.000 Euro. Auch die Kirchengemeinde beteiligt sich. Sie trägt einen Teil der Mehrkosten in Höhe von rund 180.000 Euro, die aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen angefallen sind. Die genaue Summe stehe jedoch noch nicht fest, sagte Ralf Meyer-Hülsmann, der Verwaltungsleiter der Kirchengemeinde. Darüber liefen noch Gespräche.

Für Umfahrt soll es neue Verkehrsregelung geben

Rolf Mähler ist sich sicher, dass der Kirchplatz nach der Umgestaltung deutlich an Attraktivität und auch an Aufenthaltsqualität für die Bürger gewinnen wird. Dazu soll auch eine neue verkehrliche Regelung hinsichtlich der Kirchplatzumfahrt beitragen, über die die politischen Gremien voraussichtlich im Winter diskutieren wollen. Dazu sei aber auch eine Abstimmung mit den Anliegern und der Verkehrsbehörde erforderlich, betonte der Fachbereichsleiter.


Fakten: Vom Friedhof zum Kirchvorplatz

  • In früheren Zeiten diente der St.-Viktor-Kirchplatz als Friedhof.
  • Deshalb finden die Wiebold-Beschäftigten bei den derzeitigen Arbeiten immer wieder Knochen von Menschen, die dort irgendwann einmal beigesetzt worden sind.
  • Diese Gebeine sammeln die Mitarbeiter sorgfältig. Später werden die Knochen auf dem Friedhof in Neuenwalde an einem bereits festgelegten Ort bestattet.

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