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Damme reserviert beim Flohmarkt Verkaufsplätze für Kinder

Für die Profi-Händler sind am kommenden Sonntag beim Räubermarkt einige Bereiche tabu. So soll es den Kindern leichter gemacht werden, einen guten Platz zu finden.

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Gut für junge Händler: Über die Änderungen beim Räubermarkt-Flohmarkt informierten (von links) Ralf Schönhöft, Christoph Bornhorst, Eva Maria Deutschländer und Claus Boving. Foto: Lammert

Gut für junge Händler: Über die Änderungen beim Räubermarkt-Flohmarkt informierten (von links) Ralf Schönhöft, Christoph Bornhorst, Eva Maria Deutschländer und Claus Boving. Foto: Lammert

Der Dammer Räubermarkt steht vor der Tür. Die Fahrgeschäfte und Buden sind ab diesem Freitagnachmittag bis Sonntagabend geöffnet. Viele Händler in der Innenstadt öffnen ihre Geschäfte am Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr.

Aber am Sonntag finden sich noch viele andere große und kleine Händler ein. Denn an diesem Tag ist der Flohmarkt in der Innenstadt angesagt. Und bei dem gibt es Neuerungen, die der Handels- und Gewerbeverein (HGV) mit der Stadtverwaltung vereinbart hat.

Erstmals sind auf der "Große Straße" und auf der "Mühlenstraße" Bereiche abgesperrt, in denen ausschließlich Kinder ihre Stände aufbauen dürfen. Die "fliegenden Händler" bleiben außen vor.

Fliegende Händler bleiben außen vor

Über die Hintergründe informierten am Mittwoch die City-Managerin Eva Maria Deutschländer, Claus Boving vom HGV-Vorstand, Christoph Bornhorst als Leiter des Fachbereichs Bürgerservice und Soziales sowie Ordnungsamtsleiter Ralf Schönhöft. Für die Kinder reserviert sind auf der "Große Straße" der Bereich zwischen der Eisdiele Venezia und der Gastwirtschaft Tuta; auf der "Mühlenstraße" der Abschnitt zwischen der Volksbank und der "Große Straße".

Die Regelung soll bewirken, dass die Nachwuchshändler nicht mehr ab 6 Uhr auf der Jagd nach den besten Plätzen ihre Stände in der Innenstadt aufbauen müssen, sondern sich morgens mehr Zeit lassen können. Der Flohmarkt fängt nach Worten Christoph Bornhorsts nämlich wie immer erst um 9 Uhr an.

Kinder sollen ihre Stände in Ruhe später aufbauen können

Die Stadt und die Kaufleute hoffen im Gegenzug, dass die Kinder, wenn sie morgens später aufbauen, ihre Stände tagsüber später abbauen. Denn es gebe kein allzu positives Bild ab, wenn die Flohmarkthändler ihre Stände dann abbauen, wenn die Geschäfte geöffnet sind und die Kunden in die Innenstadt strömen.

Ausdrücklich hat Ralf Schönhöft in dem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Innenstadt am Sonntag in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr für Fahrzeuge aller Art, auch für Fahrräder, aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt ist. Das heißt, wer danach seinen Stand auf- oder abbaut, muss sein Auto außerhalb der gesperrten Bereiche abstellen und die Waren zu Fuß zu seinem Flohmarktstand beziehungsweise zum Wagen bringen.

Verwaltung behält sich vor, Durchfahrtsverbot zu kontrollieren

Das sollte aber kein Problem sein, sagte Eva Maria Deutschländer, schließlich seien die Entfernungen nicht groß. Dazu erklärte Ralf Schönhöft: Die Stadtverwaltung behalte sich am Sonntag vor, die Einhaltung des Durchfahrtsverbots zu kontrollieren.

Die City-Managerin erklärte weiter, die fliegenden Händler seien über die neue Regelung informiert. Christian Ewald, der den Räubermarkt organisiert, habe sie entsprechend in Kenntnis gesetzt.

"Das ist ein Versuch. Wir sind guter Hoffnung, dass alles klappen wird", sagte Claus Boving mit Blick auf die abgesperrten Flohmarktbereiche für Kinder. Nach dem Räubermarkt wollen sich die Beteiligten zusammensetzen und den Versuch bewerten.

Genauer Plan: Grün eingezeichnet sind die Bereiche in der Innenstadt, in der ausschließlich Kinder ihre Stände beim Flohmarkt am Sonntag aufbauen dürfen. Grafik: Landesamt für GeoinformationGenauer Plan: Grün eingezeichnet sind die Bereiche in der Innenstadt, in der ausschließlich Kinder ihre Stände beim Flohmarkt am Sonntag aufbauen dürfen. Grafik: Landesamt für Geoinformation

Ausdrücklich wies er die Flohmarkthändler darauf hin, dass sie die Eingangsbereiche der Geschäfte freihalten und nicht verkaufte Ware wieder mitnehmen müssen: "Die gehört nicht in die roten Tonnen.“ Die stellt die Stadtverwaltung ausschließlich für Abfall auf.

Christoph Bornhorst teilte mit, dass sich auf der Friedhofstraße ein bewachter, kostenlos nutzbarer Fahrradabstellplatz befinden wird. Die Überwachung übernehmen Mitglieder der Ortsgruppe Damme der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

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