Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Damme hisst Regenbogenfahne gegen Diskriminierung

Die Fahne soll in Zukunft an 2 Tagen im Jahr vor dem Rathaus sichtbar ein Zeichen setzen wider Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Das hat der Stadtrat bei zwei Enthaltungen beschlossen.

Artikel teilen:
Keine Ausgrenzung mehr: Die Stadt Damme soll nach dem Willen des Rates mit einer Regenbogenfahne zukünftig ein Zeichen setzen gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Foto: dpa / Walton

Keine Ausgrenzung mehr: Die Stadt Damme soll nach dem Willen des Rates mit einer Regenbogenfahne zukünftig ein Zeichen setzen gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Foto: dpa / Walton

Die Stadt Damme wird zukünftig am 17. Mai, dem Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, sowie am 28. Juni aus Anlass des Christopher-Street-Days eine Regenbogenflagge vor dem Rathaus hissen. Bei zwei Enthaltungen haben die Ratsmitglieder einem entsprechenden Antrag der Fraktionsgemeinschaft Die Grünen/SPD zugestimmt.

Die Regenbogenfahne stehe seit rund 50 Jahren für Akzeptanz und Toleranz, für die Vielfalt des Zusammenlebens und als Symbol der schwul-lesbischen Bewegung, heißt es in der Antragsbegründung. Auch heute gebe es noch Diskriminierung von Homosexuellen und Trans-Menschen.

Thamann: Fahne ist ein Zeichen der Solidarität

Eine Fahne sei zunächst nur ein Zeichen der Solidarität, aber auch nicht weniger, sagte Florian Thamann, der Sprecher der Fraktionsgemeinschaft. Unterstützung erhielt er von Frank Hörnschemeyer, dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion. Er sprach vom Zeichen der Solidarität mit einer Minderheit.

Jan Runge, Grünen-Parteimitglied und Leiter der Hauptschule Damme, betonte, die Ratsmitglieder würden auch Minderheiten vertreten. Aus seinem beruflichen Umfeld wisse er von weiter vorhandener Homophobie und Diskriminierung dieser Minderheit. Es sei wichtig, gerade gegenüber jungen Menschen ein klares und deutliches Zeichen zu setzen.

Freidemokrat Dr. Bert Mierke erklärte, grundsätzlich nichts gegen die Regenbogenfahne und deren Hissen einzuwenden zu haben. Das entspreche dem Zeitgeist. Er habe aber in seinem Umfeld festgestellt, dass es keine Ausgrenzung etwa von Homosexuellen gebe.


Hier weitere Beschlüsse aus dem Rat: Bei einer Enthaltung haben die Ratsmitglieder beschlossen, dass die Stadt die Installation einer Flutlicht- und einer Beregnungsanlage an beziehungsweise auf Platz III auf der Sportanlage Schwarz-Weiß Osterfeines mit 59.500 Euro finanziell unterstützen soll. Zuvor hatten Daniela Lange (CDU) und ihr Parteifreund Helmut Kampers darauf hingewiesen, dass Schwarz-Weiß die Investitionen dringend vornehmen müsse, um weiter den Trainingsbetrieb auch im Herbst und Winter sicherstellen zu können.

Schwarz-Weiß Osterfeine bekommt Zuschuss für Heizungsanlage

Einen weiteren Zuschuss in Höhe von 15.215 Euro soll Schwarz-Weiß Osterfeine aus Mitteln der Stiftung Windpark Borringhauser Moor erhalten für die Erneuerung der Heizungsanlage der Umkleidekabinen beim Sportplatz in Rüschendorf.

Knapp 24.700 Euro sollen aus dem Topf der Stiftung an die Stiftung Maria-Rast fließen für die Schaffung eines Begegnungsplatzes für alle Generationen. Er soll auch mit Aktiv- und Spielgeräten ausgestattet sein.

Verwaltung will bei nächster Sitzung über Naturschutzzentrum berichten

Mit Blick auf den aktuellen Stand in Sachen Naturschutzzentrum Damme, erklärte Rolf Mähler, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen im Rathaus, auf eine Nachfrage des CDU-Politikers Olaf Nyhuis hin, die Verwaltung werde in der nächsten Sitzung dazu Stellung nehmen.

Der Ratsherr hatte zuvor ausgeführt, er habe sich das Gelände rund um das Naturschutzzentrum, das die Stadt an den gleichnamigen Verein verpachtet hat, angesehen. Es sei verwahrlost. Altmetall und Plastikabfall lägen herum. Er wolle wissen, wer dafür verantwortlich sei.

Zudem interessiere ihn, ob das Holz, das im vergangenen Jahr angeblich aus Gründen des besseren Trocknens vom Gelände rund um das Zentrum abtransportiert worden war, inzwischen zurückgebracht worden sei.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Damme hisst Regenbogenfahne gegen Diskriminierung - OM online