Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Damme bekommt Zuschuss für Dersabad-Sanierung

Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Bürgermeister Gerd Muhle gab keine Ruhe, nachdem der erste Dammer Antrag abgelehnt worden war. Er schaltete die CDU-Abgeordnete Silvia Breher ein.

Artikel teilen:
Es geht weiter: Der 2. Teil der Dersabadsanierung erfolgt mit Unterstützung des Bundes.  Foto: Lammert

Es geht weiter: Der 2. Teil der Dersabadsanierung erfolgt mit Unterstützung des Bundes.  Foto: Lammert

Die Angelegenheit war ganz hoch angesiedelt: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat für den 2. Teil der Sanierung im Dammer Dersabad einen Zuschuss von 370.350 Euro bewilligt. Das hat Silvia Breher, Bundestagsabgeordnete der CDU aus dem Wahlkreis Cloppenburg/Vechta, am Mittwoch mitgeteilt.

Das Geld stammt aus der 2. Tranche der in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Mittel für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Dafür waren bundesweit 200 Millionen Euro bereitgestellt worden.

Von der ersten Tranche hatte die Stadt Dinklage mit ihrem Freibad profitiert. Bei der Vergabe dieser Fördermittel war Damme noch leer ausgegangen.

2. Sanierungsabschnitt kostet 823.000 Euro

Mit der jetzigen Zusage ist der Weg für den mit rund 823.000 Euro veranschlagten 2. Teil der Badsanierung frei. Vorgesehen sind unter anderem neue Sanitär- und Umkleidebereiche, Räume für das Personal, ein neuer Kiosk sowie die Verlegung des Eingangsbereichs.

Der Rat hatte beschlossen: Wenn die Fördergelder fließen, soll die Sanierung starten. Bürgermeister Gerd Muhle, der nach der ersten Ablehnung des Dammer Antrages die CDU-Bundestagsabgeordnete Silvia Breher um Unterstützung gebeten hatte, reagierte hocherfreut auf die Mittelzusage.

Die Verwaltung strebe an, die Sanierung möglichst nach dem Abschluss der kommenden Freibadsaison zu beginnen.

Dass die Signale dafür auf Grün stehen, ist auch der Hartnäckigkeit des Bürgermeisters zu verdanken. Denn der hatte sich nicht mit der Begründung in der Absage des ersten Dammer Antrags zufriedengegeben, Geld vom Bund könne nur fließen, wenn die Förderbeträge zwischen 500.000 und 3 Millionen Euro liegen. Zum Beispiel habe der Bund die Sanierung des Freibades in Gößnitz in Thüringen mit 225.000 Euro unterstützt.

Zudem führte Gerd Muhle ins Feld, Damme habe den rund 2,3 Millionen Euro teuren ersten Sanierungsabschnitt komplett aus Eigenmitteln bezahlt.

"Hartnäckigkeit zahlt sich aus."Silvia Breher, CDU-Bundestagsabgeordnete

Silvia Breher erklärte mit Blick auf Damme: "Hartnäckigkeit zahlt sich aus." Da Damme den ersten Bauabschnitt ohne Hilfen finanziert habe, sei die Stadt jetzt zwingend auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um die Modernisierung des Freibades komplett beenden zu können. Deshalb habe sie sich für diesen Zuschuss eingesetzt.

Gerade im ländlichen Raum sei es wichtig, eine attraktive Schwimm- und Freizeitbadinfrastruktur zu erhalten, damit nicht zuletzt Kinder und Jugendliche die Chance haben, Schwimmen zu lernen, sagte Silvia Breher auch mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie.

Der OM online Podcast. Thema  der neuen Ausgabe sind Kunstrasenplätze im Oldenburger Münsterland. Welche Halme sind die besten, wie steht es um Ökologie und Nachhaltigkeit? Und was haben geschredderte Olivenkerne mit dem Thema zu tun?  Jetzt reinhören! 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Damme bekommt Zuschuss für Dersabad-Sanierung - OM online