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Damit unfreiwilliges Alleinsein nicht zur bedrückenden Einsamkeit wird

Der Caritas-Ausschuss des Pfarreirates der Böseler Kirchengemeinde möchte einen Besuchsdienst für Senioren und Alleinstehende gründen. Ein erstes Treffen findet am 8. Juni statt.

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Planen den Besuchsdienst: Pastoralreferentin Ursula Klüsener, Marianne Thoben, Hedwig Meinerling, Agnes Tapken und Bernharda Röttgers (von links). Foto: Wimberg

Planen den Besuchsdienst: Pastoralreferentin Ursula Klüsener, Marianne Thoben, Hedwig Meinerling, Agnes Tapken und Bernharda Röttgers (von links). Foto: Wimberg

Familienmitglieder sind verstorben oder wohnen weit weg und die sozialen Kontakte halten sich in Grenzen. Unfreiwilliges Alleinsein kann auch zur bedrückenden Einsamkeit führen. Die Gründe sind vielfältig und die Corona-Krise hat die Situation nicht leichter gemacht. Damit Isolation weder zum Dauerzustand noch zur Qual wird, möchte der Caritas-Ausschuss der St.-Cäcilia Kirchengemeinde nun einen Besuchsdienst für Bösel und Petersdorf ins Leben rufen, der auch im Pastoralplan verzeichnet ist.

2020 gab es einen ersten Aufschlag, doch die Pandemie machte die Pläne damals zunichte. Jetzt der Neustart. „Der Bedarf ist da und es gibt in unserer Gemeinde viele Senioren, die sich über ein Beisammensein und ein Gespräch freuen“, betonte Bernharda Röttgers, die gemeinsam mit Pastoralreferentin Ursula Klüsener, Marianne Thoben, Agnes Tapken und Hedwig Meinerling die Initiative ergriff und ehrenamtliche Mitstreiter sucht.

Wer sich unabhängig von einer Konfession beteiligen möchte, sollte sich ein bis zwei Stunden Zeit im Monat nehmen und als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Die Abstimmung kann flexibel laufen, „nur regelmäßig sollten die Besuche stattfinden“, wünschen sich die Mitglieder des Vorbereitungsteams, die zum Teil auch selbst an den Türen klingeln.

Nach Studientag in Stapelfeld soll Entscheidung getroffen werden

Zu einer Informationsveranstaltung sind Interessenten am Mittwoch, 8. Juni, ab 18 Uhr im Begegnungshaus eingeladen. Einen Studientag zum Thema wird es am Montag, 27. Juni, in der Akademie Stapelfeld geben, danach können die Teilnehmer dann die Entscheidung treffen, ob sie sich engagieren wollen. Ihre Beauftragung ist dann für den 2. Juli terminiert.

Frauen und Männer sind gleichermaßen zum Mitmachen angesprochen „und wir hoffen, dass wir das Angebot erfolgreich ins Rollen bringen können“, sagt Bernharda Röttgers, die gezielt Senioren und Alleinstehende gefragt hat, ob ein Besuch für sie infrage kommt. „Nein“ habe kaum jemand gesagt.

Zu einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch sind alle Ehrenamtlichen in lockeren Runden eingeladen. Durch eine fachliche Begleitung erfahren sie darüber hinaus, welche Akzente sie setzen können, welche Bedürfnisse ihr Gegenüber hat und welche Themen es neben Gott und der Welt geben könnte.

  • Info: Anmeldungen für den Informationsabend am Mittwoch, 8. Juni, nimmt Bernharda Röttgers unter Telefon 04494/774 entgegen.

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