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Damit die Straßen sicherer werden: Alte Wohngebiete werden Tempo-30-Zonen

So mancher Autofahrer ist sogar in den Wohngebieten, viel zu schnell unterwegs. Dem schiebt die Stadt Damme nach einem Ratsbeschluss nun einen Tempo-Riegel vor.

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Neue Höchstgeschwindigkeit: Tempo 30 soll zukünftig auch in älteren Dammer Wohngebieten gelten. Foto: dpa/Arnold

Neue Höchstgeschwindigkeit: Tempo 30 soll zukünftig auch in älteren Dammer Wohngebieten gelten. Foto: dpa/Arnold

Ein Konzept für weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen im Stadtgebiet hat der Dammer Rat bei seiner jüngsten Sitzung in der Scheune Leiber einstimmig verabschiedet.

Es sieht unter anderem vor, auch alle älteren Wohngebiete in Tempo-30-Zonen umzuwandeln – mit der Vorfahrtsregelung "rechts vor links". Piktogramme auf den Straßen sollen auf die maximal zulässige Kfz-Höchstgeschwindigkeit hinweisen.

Erst wird 2 Jahre getestet, dann wird entschieden

Zudem räumt das Konzept den Anliegern der Straßen, die bereits als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesen sind, die Möglichkeit ein, weitere bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen, Bodenschwellen oder Einengungen durch bepflanzte Kübel zu beantragen. Auf den Weg gebracht hatten dies Anwohner der Waldstraße in der Glückauf-Siedlung.

Das Konzept sieht vor: Wenn die Stadt zusätzliche Maßnahmen für erforderlich hält und die unmittelbar betroffenen Anwohner einverstanden sind, werden zunächst für 2 Jahre als Testlauf Blumenkübel aus sogenannten Schachtringen aufgestellt, um zu ermitteln, wie die Resonanz der Anwohner ist. Die Kosten für das Provisorium trägt die Stadt.

Die Schachtringe oder Bodenschwellen lässt die Stadt nach 2 Jahren abbauen. Das hatte die CDU beantragt. Sollten die Anwohner dann eine dauerhafte Lösung wollen, wird die Stadt endgültige Bauprojekte in Auftrag geben. Zu klären ist noch, inwieweit sich die Anlieger an den Kosten beteiligen.

Für die City soll Verkehrsentwicklungsplan die Grundlage liefern

Mit Blick auf die Innenstadt und die dort geltende Tempo-20-Regelung beschloss der Rat, weitere Maßnahmen sollten aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept und dem Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet werden.

In dem Zusammenhang teilte Bürgermeister Gerd Muhle (CDU) hinsichtlich der Verkehrsberuhigung auf der Marienstraße und der Lindenstraße mit, der Verwaltungsausschuss habe der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, beim Landkreis Vechta die Anordnungen zur Ausweisung von kompletten Tempo-30-Zonen und einer Fahrradfahrerspur zu beantragen. Nach der Genehmigung folgt die flotte Umsetzung.

Im neuen Baugebiet "Rottinghauser Straße III" soll neben dem Bau eines Mehrfamilienhauses durch die Gewoba Vechta nun auch der Bau von Reihenhäusern auf dem angrenzenden Grundstück möglich sein. Ursprünglich erlaubte der Bebauungsplan neben dem Gebäude die Errichtung von Einfamilienhäusern.

Am Holter Weg kann ein Kindergarten gebaut werden

Dagegen hatte bereits während der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses Stephan Möller von der FDP-Fraktion Bedenken vorgetragen. Es werde schwer fallen, die Grundstücke für Einfamilienhäuser neben einem Mehrfamilienhaus zu vermarkten.

Die Reihenhausbebauung hat der Rat auf Antrag der CDU-Fraktion bei der Beratung über die erste Änderung des Bebauungsplanes beschlossen. Zudem beauftragte er die Verwaltung, die Planungsunterlagen öffentlich auszulegen.

Auch öffentlich auslegen soll die Verwaltung den Bebauungsplan "Südlich Vördener Straße" und die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes für das Areal des Betriebes Pellenwessel und eine Fläche der Firma Pundt.

Abgeschlossen hat der Rat mit den Feststellungsbeschlüssen die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Baugebiet "Holter Kapelle" im Bereich des Holter Weges. Nun ist in dem Gebiet der Bau des Gebäudes für die dann 9. Kindertagesstätte im Stadtgebiet möglich.

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