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Dachwaz Haydar will Leben in Gaststätte und Saal bringen

"Dat Holtinghus" in Höltinghausen hat einen neuen Besitzer. Bälle und Vereinsfeste sollen künftig wieder gefeiert werden können. Die Gaststätte wird freitags bis sonntags geöffnet.

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Freut sich auf Gäste: Dachwaz Haydar hat "Dat Holtinghus" übernommen. Die Eröffnung soll in wenigen Wochen sein.    Foto: Vorwerk

Freut sich auf Gäste: Dachwaz Haydar hat "Dat Holtinghus" übernommen. Die Eröffnung soll in wenigen Wochen sein.    Foto: Vorwerk

Höltinghausen hat in wenigen Wochen wieder eine Anlaufstelle für Vereine und Gruppen, um Hochzeiten zu feiern oder den Beerdigungskaffee auszuschenken. "Dat Holtinghus" wird spätestens Anfang November mit neuem Besitzer die Türen öffnen. Dachwaz Haydar hat Gaststätte und Saal, die seit dem Jahreswechsel leer standen, übernommen. Die Gaststätte wird freitags bis sonntags geöffnet sein.

Momentan sind die Handwerker fleißig und streichen Türen und Fenster. Gärtner kümmern sich derweil um die Anlagen rund ums Haus. Im Saal steht ein Podest bereit, das mobil ist und auf dem bei Bedarf das Hochzeitspaar am Tisch sitzt und von allen Gästen gut gesehen werden kann. Je nach Herkunft wird unterschiedlich gefeiert. Die eigene Küche wird aber kalt bleiben. Stattdessen arbeitet der neue Besitzer mit Michael Többen aus Cloppenburg zusammen, der das Essen für Veranstaltungen liefern soll. Nebenan wird die Partyhütte hergerichtet, in der circa 80 bis 90 Personen feiern können. Ein Grillplatz rundet das Ensemble ab.

Vereine sollen eine Anlaufstelle behalten

Mit Vertretern der örtlichen Vereine hat es in der vergangenen Woche Gespräche gegeben und es wurden Wünsche und Ideen ausgetauscht. Theater kann demnach ebenso wieder stattfinden wie Vereinsfeste und Bälle. Die Abschlussschüler sollen in Höltinghausen ebenfalls ihre Anlaufstelle haben wie die Sportler, wenn sie ihren Ball feiern wollen. Der Brieftaubenzüchterverein, der hinter dem Saal seine Einsatzstelle hat, kann seine Besprechungen im Kaminzimmer abhalten, wie auch Vorstandsrunden.

Die Siege des SV Höltinghausen sollen am Wochenende in der Gaststätte gefeiert werden können und Niederlagen analysiert werden. Bei Bedarf soll auch außerhalb der Kernöffnungszeiten aufgeschlossen werden, verspricht der neue Besitzer. Das gilt auch für besondere Feiertage, wie 1. Mai oder Christi Himmelfahrt. "Es soll ein bisschen so werden, wie früher bei Lüken", meint Haydar. Das Ganze läuft dabei unter dem zuletzt genutzten Namen "Dat Holtinghus".

Erhalt der Kneipe war schon Werner Lüken wichtig

Dass die Gaststätte erhalten bleibt, ist sicherlich auch im Sinn des ehemaligen Besitzers Werner Lüken. Als er und Ehefrau Margret vor 4 Jahren den Betrieb verkauft haben, gab es auch ein Angebot von einem Investor, der lediglich den Saal erhalten wollte. Aus dem Gaststättengebäude hätten Wohnungen werden sollen. "Aber wo hätten dann die Vereine bleiben sollen?“, hatte er seinerzeit im Gespräch mit der Redaktion gesagt. Das niederländische Paar hingegen hatte den Stellenwert einer Dorfkneipe einzuschätzen gewusst, als es den Kaufvertrag unterschrieb.

Große Bälle sind in den vergangenen Jahrzehnten dort gefeiert worden. Die Schiedsrichter haben das schwarze Dress gegen den festlichen Anzug getauscht, auf dem Königsball wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt, wie auch auf dem Taubenball. Für den Theaterverein hebt sich seit 1975 der Vorhang und unvergessen sind die Feste am 1. Weihnachtstag und 1. Ostertag. Und Hochzeiten wurden reichlich gefeiert. „Es gab mal ein Jahr, da hatten wir 66 Hochzeiten“, erinnerte sich Margret Lüken in einem Interview. 

Zunächst war es eine Bäckerei mit Lebensmittelgeschäft

Der Vater von Werner Lüken gründete an diesem Ort sein Unternehmen. Zunächst war es eine Bäckerei nebst Lebensmittelgeschäft. Dann kam ein Café, weil die Schanklizenz für eine Wirtschaft fehlte. Als die dann vorlag, wurde die reguläre Gaststätte eröffnet - und später auch der Saalbetrieb. Fetenhütte und Biergarten kamen in den 90er Jahren hinzu. Parallel gab es in den Anfängen zudem noch eine Kälbermast und vor der Haustür war eine Tankstelle.

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