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Coronazahlen im OM: Ein Höchstwert folgt dem anderen

Das Cloppenburger Gesundheitsamt sieht sich bei 404 neuen Coronafällen binnen 24 Stunden vor einer "enormen Herausforderung". Im Landkreis Vechta wird das Impfangebot umstrukturiert.

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Symbolfoto: dpa

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Die Omikron-Variante hat das Oldenburger Münsterland offenkundig voll erfasst. Mit 404 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldet das Cloppenburger Gesundheitsamt einen neuen Höchstwert. Im Landkreis Vechta sind es 230. Die Infektionswelle wirkt sich allerdings zumindest aktuell nicht auf die Krankenhauszahlen aus.

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Donnerstag 404 neue positive Testergebnisse vor. Eine so hohe Zahl ist bislang noch nie gemeldet worden. Und: Diese Zahl stellt "aktuell das Gesundheitsamt vor eine enorme Herausforderung", berichtet Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl. Gleichzeitig betont er, dass die 404 Fälle nur der Stand von Donnerstagmittag, 12 Uhr, seien. "Die Abarbeitung und Registrierung neuer Fälle geht aber aktuell nahtlos weiter."

Den neuen Coronafällen stehen 140 Personen gegenüber, die seit Donnerstag als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis noch einmal sehr deutlich mit 1821 auf einen neuen Höchststand (Vortag: 1557).

Die 404 neuen Coronafälle werden aus allen 13 Städten und Gemeinden gemeldet – allein in Cloppenburg sind es 82 Neuinfektionen (409 aktive Coronafälle), in Friesoythe und Molbergen sind es jeweils 52. Mit zwei Neuinfektionen bleibt allein die Gemeinde Lindern einstellig. Rühl erklärte, dass zurzeit die Ansteckungsgefahr "in jedem Lebensbereich momentan so hoch wie nie im Laufe dieser Pandemie" im Landkreis sei. Umso wichtiger sei die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen.

Rückläufig sind die Zahlen aus den Krankenhäusern im Kreisgebiet. Derzeit werden 6 infizierte Patienten stationär behandelt (Vortag: 8). Ein Covid-Patient liegt auf der Intensivstation (Vortag: 2). Die im Dashboard des Landkreises angegeben Zahl von Quarantänefällen liegt bei 1106 - kann aber angesichts von 1821 aktiven Coronafällen nicht der tatsächlichen Lage entsprechen.

Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Donnerstag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 699,8 gemeldet. Damit hat sich der Wert innerhalb einer Woche mehr als verdreifacht - und angesichts der jetzt neu gemeldeten 404 Fälle, wird der Wert voraussichtlich am Freitag noch einmal drastisch ansteigen.

Die Corona-Lage im Landkreis Vechta

Das Vechtaer Gesundheitsamt meldet am Donnerstagnachmittag 230 neue positive Testergebnisse. Demgegenüber stehen 137 Personen, die seit Donnerstag als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen im Landkreis Vechta weiter an – auf jetzt 1696 (Vortag: 1603). Ein neuer Höchstwert.

Von den 230 neuen Fällen kommen allein aus der Stadt Vechta 64 (aktuell 482 aktive Infektionen). Jeweils 41 werden aus Lohne und Dinklage gemeldet. Die übrigen Fälle verteilen sich auf die anderen sieben Kommunen, wobei Bakum, Steinfeld und Visbek einstellig bleiben.

Auch in den Krankenhäusern im Vechtaer Kreisgebiet sind die Zahlen leicht rückläufig. Aktuell werden 12 infizierte Patienten stationär behandelt (Vortag: 13). Davon werden zwei Patienten aktuell auf der Intensivstation beatmet.

Wie bereits berichtet, hat das Robert-Koch-Institut am Donnerstag für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 695,2 gemeldet. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Pandemie ist nach derzeitigem Datenstand des RKI am 19. Januar mit 705,6 erreicht worden.

Ab dem 31. Januar gibt es Impf-Stützpunkte in Vechta, Lohne und Damme

Derweil kündigt die Vechtaer Kreisverwaltung an, dass das Imfpangebote auf nun drei Standorte zentralisiert wurde. Seit Oktober seien die mobilen Impfteams in allen zehn Städten und Gemeinden unterwegs gewesen, dadurch seien insgesamt 34.000 Impfdosen verabreicht worden. Doch seit Weihnachten habe die Nachfrage an Impfterminen spürbar nachgelassen, berichtet Erster Kreisrat Hartmut Heinen am Donnerstag. "So werden in den kleineren Kommunen nur noch sehr vereinzelt Impftermine gebucht."

Ab dem 31. Januar soll es einen Impf-Stützpunkt in der Narrenburg in Vechta, im Lohneum in Lohne und in der Scheune Leiber in Damme geben. Zwischen dem 24. bis 30. Januar können die bereits gebuchten Termine in Dinklage und Neuenkirchen-Vörden noch wahrgenommen werden.

Heinen lobte am Donnerstag noch einmal ausdrücklich die Zusammenarbeit mit den Rathäusern. "Wir sind dankbar, dass die Kommunen im vergangenen Jahr sehr schnell Impf-Örtlichkeiten geschaffen haben."

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