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Corona-Zahlen im Landkreis Cloppenburg steigen weiter deutlich

Das Gesundheitsamt meldet am Freitag 144 Neuinfektionen. Damit sind allein in dieser Woche 659 Coronafälle nachgewiesen worden. Das ist mehr als in der Woche zuvor.

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Lange Schlangen vor der Cappelner Diele. Dort hat am Freitag, 19. November, das Mobile Impfteam Station gemacht. Die Impfwilligen, teils Erstimpfung, teils Booster, haben bis zu zweieinhalb Stunden gewartet. Foto: Vorwerk

Lange Schlangen vor der Cappelner Diele. Dort hat am Freitag, 19. November, das Mobile Impfteam Station gemacht. Die Impfwilligen, teils Erstimpfung, teils Booster, haben bis zu zweieinhalb Stunden gewartet. Foto: Vorwerk

Dem Cloppenburger Gesundheitsamt liegen am Freitag 144 neue positive Testergebnisse vor. Demgegenüber stehen 96 Personen, die seit Freitag als genesen gelten. Dadurch steigt die Zahl der aktiven und nachgewiesenen Infektionen auf 1164 (Vortag: 1116)

Neue Coronafälle werden am Freitag aus allen Städten und Gemeinden des Landkreises gemeldet. Allein in der Stadt Cloppenburg sind 26 positive Testergebnisse (aktuell 286 aktive Infektionen). Jeweils 16 Infektionen werden in der Stadt Löningen (aktuell 87 aktive Coronafälle) und in der Gemeinde Essen (aktuell 116 aktive Coronafälle) gemeldet - 15 sind es in der Gemeinde Garrel (aktuell 77 aktive Coronafälle). Das sind zumindest örtliche Schwerpunkte. Die übrigen Fälle verteilen sich relativ gleichmäßig auf die die anderen neun Kommunen des Landkreises.

Ein anderer (kreisweiter) Schwerpunkt ist laut aktuellen Angaben der Kreisverwaltung bei den Altersgruppen auszumachen. Demnach bei den 144 neu gemeldeten Fällen 93 Personen 31 Jahre alt oder jünger. ". 44 positive Tests stammen aus den Geburtsjahrgängen von 2010 bis heute, 22 von 2000 bis 2009, 27 von 1990 bis 1999", schlüsselt Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl am Freitag auf. Als möglichen Grund für die hohen Fallzahlen in den jüngeren Altersgruppen nennt er die Testpflicht an den Schulen. Dadurch würden entsprechend viele Infektionen aufgedeckt. 

Weil derzeit die Testpflichten "ungleichmäßig verteilt" seien, müsse man davon ausgehen, dass Aussagen zum Infektionsgeschehen nicht so belastbar seien, wie noch bei der dritten Welle in diesem Frühjahr. "Daher erfolgt noch einmal der Hinweis vom Landkreis, bitte vor größeren Treffen vom kostenlosen Testangebot Gebrauch zu machen, um andere vor einer möglichen Übertragung zu schützen", sagt Rühl. Das Ansteckungsrisiko sei  "aktuell als hoch einzuschätzen".

Das deckt sich auch mit dem Trend bei den Zahlen. Denn mit den am Freitag gemeldeten Zahlen steht fest, dass allein in dieser Woche 659 Infektionen nachgewiesen worden. Das ist noch einmal mehr als in den beiden Vorwochen (611 und 555).

Alle Patienten im Quakenbrücker Krankenhaus sind ungeimpft

Zurzeit werden 18 infizierte Patienten stationär in einem der drei Krankenhäuser behandelt (Vortag: 17) – davon 6 intensivmedizinisch (Vortag: 6). Im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück ist die Situation auf der Covid-Station weiterhin ernst. Das bestätigt Geschäftsführer Matthias Bitter am Freitag. Derzeit liegen sieben Covid-Patienten auf der Normalstation. Fünf werden intensiv behandelt, vier von ihnen beatmet. Alle stationär behandelten Patienten seien ungeimpft, betont Bitter. „Die schweren Verläufe enden meist traurig.“ An ihre Grenze ist die Intensivstation zwar noch nicht gekommen. Sie hält insgesamt 16 Plätze mit Beatmungsmöglichkeiten vor. "Dann können wir dort aber auch keine anderen Erkrankungen mehr behandeln. Außerdem drohe ein Personalmangel.

Aktuell stehen 1220 Einwohner unter amtlich angeordneter Quarantäne (Vortag: 1168).  Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 332,5 gemeldet (Vortag: 330,8). Das ist der zweithöchste Wert in Niedersachsen. Der höchste Wert wird jetzt für Salzgitter mit 344,7 gemeldet.

Bei den anstehenden Impfterminen hofft die Cloppenburger auf ein solidarisches Verhalten. Hintergrund ist die Ankündigung der Ständigen Impfkommission, die Booster-Impfung grundsätzlich für alle ab 18 Jahre empfehlen zu wollen. Es sei deshalb mit einem „erhöhten Andrang“ zu rechnen. Allerdings sollte „Rücksicht auf die Risikogruppen“ genommen werden. „Daher weist der Landkreis Cloppenburg darauf hin, dass  in der nächsten Woche zunächst vorrangig Personen über 70 Jahre oder mit Immundefizienz geimpft werden“, teilt die Kreissprecher mit.

Neue Zahlen aus dem Cloppenburger Gesundheitsamt werden wieder am Montag (22. November) erwartet.

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