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Corona-Verstöße: Polizei kontrolliert nach Freitagsgebet

40 Personen auf engem Raum: Die religiöse Veranstaltung hätte in dieser Form nicht stattfinden dürfen. Es fehlte generell ein Hygienekonzept. Die Kontrolle endete mit einem "kooperativen Gespräch".

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Foto: Georg Meyer

Foto: Georg Meyer

Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben in einer Essener Glaubeneinrichtung mehrere Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt und geahndet. Nach Informationen von OM online wurden die Corona-Regeln beim Islamischen Kulturverein im Rahmen des Freitagsgebets nicht eingehalten.

Wie die Polizei dazu am Mittwoch mitteilte, sei die Überprüfung am 26. Februar veranlasst worden, weil der Kreisverwaltung kein Hygienekonzept von der Glaubensgemeinschaft vorlag. Das ist aber im Rahmen der derzeit gültigen Allgemeinverfügung des Landkreises erforderlich. Die Beamten haben demnach gegen 14 Uhr den Islamischen Kulturverein aufgesucht und das Ende der religiösen Veranstaltung abgewartet.

Kein Hygienekonzept, keine Besucherliste

In den Räumen hielten sich am Freitagnachmittag 40 Personen, die in verschiedenen Gemeinden wohnen, auf. Es waren offenkundig zu viele Teilnehmer, denn die nötigen Abstände konnten laut Angaben der Polizei nicht eingehalten werden. Gemäß aktuellen Vorschriften muss jedem Gläubigen während einer religiösen Veranstaltung eine Fläche von mindesten 5 Quadratmetern zur Verfügung stehen. Dies sei in der Einrichtung "aufgrund der räumlichen Gegebenheiten" nicht möglich gewesen. Verstöße wurden laut Polizeiangaben auch bei der Maskenpflicht festgestellt. Einige Teilnehmer hätten gar kein Mund-Nasen-Bedeckung getragen, andere hatten sie nicht korrekt aufgesetzt.

Auch bei der Kontrolle konnte die Glaubensgemeinschaft kein Hygienekonzept vorlegen. Gleiches gilt für eine Besucherliste - diese sei gar nicht geführt worden. Die Verstöße sind laut Angaben der Polizei nun dokumentiert und an die Kreisverwaltung weitergeleitet worden. Dort wird der Sachverhalt nun geprüft - unter anderem werden noch Stellungnahmen von den Betroffenen eingeholt. Anschließend werden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Wie Polizei am Dienstag in einer Mitteilung betonte, habe man zwischenzeitlich auch Kontakt zu den Verantwortlichen des Islamischen Kulturvereins aufgenommen und "ein ausführliches, kooperatives Gespräch geführt".

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