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Corona: Vechtaer Inzidenz steigt über 2000, Cloppenburger Wert über 1000

Die landesweite Intensivbettenquote erreicht am Mittwoch einen neuen Höchstwert. Die Hospitalisierung sinkt hingegen leicht. Außerdem: Ein Ausblick auf den 3. April. Denn dann ändert sich viel.

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Symbolfoto: dpa

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Die 7-Tage-Inzidenzen im Oldenburger Münsterland sind am Mittwoch gestiegenen. Das Robert-Koch-Institut meldet für den Landkreis Vechta 2002,8 (Vortag: 1825,4). Das ist ein neuer Höchstwert bei den bislang täglich berechneten und auf OM-Online veröffentlichten Werten des RKI. Die aktuelle Berechnung basiert auf 2878 nachgewiesenen Coronafällen in den letzten 7 Tagen.

Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Dienstagnachmittag 1735 registrierte Coronafälle veröffentlicht. Der größte Teil dieser Fälle wirkt sich allerdings nicht auf die 7-Tage-Inzidenz aus. Grund: Größtenteils handelt es sich bei den vom Gesundheitsamt veröffentlichten Fällen um Nachzählungen. Weil die Abstriche dieser infizierten Personen bereits vor über einer Woche genommen wurden, werden sie bei der Berechnung des RKI nicht berücksichtigt. Der Grund für die hohe Zahl von Nachmeldungen liegt an einem Software-Fehler, der laut Angaben der Kreisverwaltung tagelang unbemerkt für einen Datenstau gesorgt hat.

Die 7-Tage-Inzidenz ist auch im Landkreis Cloppenburg am Mittwoch gestiegen - wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als im Kreis Vechta. Der RKI meldet einen Wert von 1270,3, nachdem der Landkreis am Dienstag erstmals seit Ende Januar mit 952,9 wieder unterhalb der 1000er-Marke lag. Die aktuelle Berechnung basiert auf 2193 nachgewiesenen Corona-Fällen in den letzten 7 Tagen. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Dienstagnachmittag 802 neue Coronafälle gemeldet.

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist am Mittwoch gesunken. Der Wert beträgt jetzt 1975,7(Vortag: 1997,5). Der niedersachsenweit höchste Wert wird für den Landkreis Wolfenbüttel mit 3651,9 gemeldet, der niedrigste für den Landkreis Lüchow-Dannenberg mit 1131,9.

Noch einmal gesunken ist die Hospitalisierungsinzidenz. Der Wert beträgt 15,6. (Vortag: 15,9). Der Leitindikator basiert auf der Zahl der mit einer Covid-19-Erkrankung eingewiesenen Personen in Krankenhäusern in den vergangenen 7 Tagen.

Bei der prozentualen Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Erkrankte hat der Wert am Mittwoch hingegen einen neuen Höchststand erreicht. 7,9 Prozent der Intensivbetten in Niedersachsen werden derzeit durch Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 7,5).

Niedersachsen steuert auf zahlreiche Lockerungen zu

Laut Landesregierung kann das Bundesland von Sonntag an nur noch in wenigen Bereichen sehr niedrigschwellige Maßnahmen verbindlich anordnen, das betrifft etwa das Tragen einer Maske im Personennahverkehr oder die Testpflicht in Pflegeeinrichtungen.

Das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes lasse nur noch in sogenannten Hotspots weitergehende Maßnahmen zu, wie etwa Zugangsbeschränkungen mit der 2G-Regel. Eine Region kann demnach nur dann zum Hotspot erklärt werden, wenn das Parlament eine konkrete und dynamisch ausbreitende Infektionslage feststelle. Gesundheitsministerin Daniela Behrens bekräftigte am Dienstag, dass für Niedersachsen derzeit keine landesweite Hotspot-Regelung in Frage kämem, wie es Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern umsetzen würden.

Wie die Ministerin sagte, liegen derzeit 175 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 auf Intensivstationen im Bundesland - dies sei ein Anteil von 7,5 Prozent aller Intensivbetten. Vor einem Jahr lagen den Angaben zufolge 256 Menschen im Zusammenhang mit Corona auf Intensivstationen bei einer landesweiten Inzidenz von 119 Corona-Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner.

Behrens betonte: „Das zeigt, wie unterschiedlich die Virusvarianten sich auswirken. Man kann also von einem hohen Infektionsgeschehen sprechen, aber nicht von einer Überbelastung der Intensivstationen in Niedersachsen.“

Von weiteren Lockerungen profitieren im April auch die rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler im Bundesland - wegen der anstehenden Osterferien greifen diese laut Kultusministerium erst vom 20. April an. Dann müssen auch die weiteren Jahrgänge keine Maske mehr tragen - Grundschüler dürfen derzeit bereits wieder ohne Maske am Unterricht teilnehmen.

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Hintergrund der nach den Ferien wegfallenden Maskenpflicht ist auch hier das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes - laut Kultusministerium kann eine Maskenpflicht nur noch für wenige Bereiche verhängt werden. Das sind laut Landesregierung etwa Kranken- und Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen sowie der Personennahverkehr.

Das Ministerium betonte, Schülerinnen und Schüler könnten weiterhin eine Maske tragen, wenn sie wollen. Insbesondere nach den Ferien könne sich diese Schutzmaßnahme als sehr wirksam erweisen. Nach den Ferien sind für acht Schultage tägliche Corona-Tests vorgesehen. Damit schöpfe man das Höchstmaß an Sicherheit aus, welches der Bundesgesetzgeber zulasse. Nach dieser Testphase ist den Angaben zufolge angedacht, in ein freiwilliges Testangebot überzugehen.

Die dreimal wöchentliche Kita-Testpflicht für Kinder ab drei Jahren soll den Angaben zufolge bis Ende April verlängert werden. Auch in diesem Bereich soll danach auf freiwillige Tests übergegangen werden.

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