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Corona-Tests für Kitas treffen in letzter Minute ein

Beinahe wäre es zu Testlücken gekommen. Nun sollen die Lollitests doch am Montag landesweit an die Kommunen ausgeliefert werden. Bereits bei der ersten Lieferung im August gab es Verzögerungen.

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Werden in Niedersachsen schnell rar: Lollitests. Foto: dpa/Reichel

Werden in Niedersachsen schnell rar: Lollitests. Foto: dpa/Reichel

Wieder stand es Spitz auf Knopf: Landesweit drohte erneut ein Engpass mit Corona-Tests für Kitas aufgrund einer arg verspäteten Lieferung durch das Land Niedersachsen. Test-Lücken in den Betreuungseinrichtungen sind buchstäblich in letzter Minute abgewendet worden.

Der Landkreis Vechta gab auf Anfrage bekannt: Am Freitag habe das Kultusministerium mitgeteilt, dass die Verwaltung am Montag 125.000 Testkits erhalte, die dann an die Einrichtungen verteilt werden. Über die Lage im Landkreis Cloppenburg gab es von der Behörde keine Auskunft.

„Die Landesregierung bedauert die verzögerten Lieferungen."Ein Sprecher des Kultusministeriums

Ein Sprecher des Kultusministeriums erklärte: „Ab Montag werden landesweit weitere 21 Tests pro Kind ausgeliefert werden, daher stellt sich die Frage nach alternativen Szenarien für die Beschaffung von Tests nicht.“

Der Sprecher sagte auch: „Die Landesregierung bedauert die verzögerten Lieferungen.“ Es bestehe „allerdings nur sehr begrenzt Einfluss auf die Lieferketten von sehr stark nachgefragten Medizinprodukten.“

Eine Sprecherin des Innenministeriums berichtete, die ursprüngliche Auslieferung der Tests sei für die 36. Kalenderwoche (ab 6. September) vorgesehen gewesen. „Leider gab es weitere Lieferverzögerungen durch den bezuschlagten Lieferanten“, führte sie aus.

Zum jetzigen Zeitpunkt stehe weiterhin die Lieferung von zwei Millionen Tests aus, welche in der 39. Kalenderwoche (ab 27. September) erwartet werden. „Unabhängig davon beginnt die Auslieferung der bis jetzt vorhandenen Tests voraussichtlich in der kommenden Woche“, sagte die Sprecherin.

Averbeck für Beschaffung der Tests durch Kommunen

Der Bakumer Bürgermeister Tobias Averbeck hält eine Beschaffung der Testkits für Kitas durch die Kommunen für die bessere Lösung  – im Gegensatz zu einer zentralen Riesenbestellung durch das Land –, weil dies „flexibler und dynamischer“ geschehen könne.

Denn inzwischen gebe es „viele Tests auf dem Markt“, sagte Averbeck. Auch bei der Qualität der Produkte könne dann eine eigene Entscheidung getroffen werden. Das sei die Haltung aller Rathauschefs im Landkreis Vechta.

Averbeck, der Mitglied im Bildungsausschuss des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) auf Landesebene ist, hatte das kommunale Vorgehen auch auf einer Konferenz seines Verbandes vorgeschlagen. Allerdings sei die Abstimmung von etwa 200 Verwaltungschefs aus Niedersachsen bei 60 zu 40 Prozent gegen seinen Vorstoß ausgefallen.

Eltern irritiert über strenge Einhaltung der 3G-Regel bei Abholung der Kinder

Bereits die erste Lieferung des Landes von Corona-Tests für Kitas hatte sich verzögert. Sie war für den 1. August vorgesehen, traf aber mehr als zwei Wochen später ein (OM Online berichtete). Zuvor hatten die Kommunen vor Ort in Eigenregie Tests gekauft und an Kitas verteilt.

Irritiert sind derweil manche Eltern ob der strikten Anwendung der 3G-Regel, wenn sie den Nachwuchs von der Krippe oder dem Kinderturnen abholen wollen. Denn vor allem für Schwangere oder Stillende kann das zum Problem werden.

Die Ständige Impfkommission Stiko hatte erst Freitagmorgen eine generelle Impfempfehlung auch für Schwangere und Stillende ausgesprochen; und zwar ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs. Aktuell indes sind diese Frauengruppen zumeist weder geimpft noch genesen. Ergo müssen sie „vor dem Betreten der Einrichtung, des Betriebs oder Veranstaltungsorts“ getestet werden, zitiert der Landkreis Vechta aus der geltenden Verordnung. Wie lange die Person sich wo aufhalte, spiele keine Rolle. Auch sei nicht relevant, ob die Kinder selbst getestet seien.

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